Humboldtstr. 5, 81543 München

089 52032721

Mi: 17 - 19 Uhr, Fr : 16 - 19 Uhr, Sa 11 - 17 Uhr und nach Vereinbarung

Kleiner Ratgeber Camping mit Hund – Teil 1: Vorüberlegungen

Kreuzfahrtschiff? Halbpension im Strandhotel? Ferienwohnung im Bergdorf? Urlaub ist Geschmackssache. Und während so mancher am liebsten rundum verwöhnt im Relaxhotel seine wohlverdiente Auszeit genießt, zieht es andere in die Freiheit der Natur. Der Reiz des Campings liegt in der Unabhängigkeit und der Abgeschiedenheit vom stressigen Alltag.

Doch auch ein Campingurlaub, ob nun im Reisemobil oder im Zelt, will wohlüberlegt sein – besonders wenn die Fellnase mit dabei ist.

Was sollte man also bedenken und abwägen, bevor es losgeht?
Da kommen natürlich zunächst einmal die ganz üblichen Urlaubsfragen auf uns zu, nämlich z.B.:

  • Wo geht’s hin?
  • Wann geht’s los?
  • Was nehme ich mit?
  • Worauf muss ich für die Fellnase achten (Impfungen, Parasiten-Prophylaxe etc.)?

Pragmatisch gesagt, ergänzen wir unsere Urlaubsplanung hier nur mit der Frage

  • Worin schlafen wir und fährt es oder müssen wir es erst aufbauen?

Bei aller Vorbereitung erwartet uns, mal ganz offen gestanden, das gewohnte Bild: Während Helikopter-Frauchen alles minutiös plant und bedenkt, lässt „Wird schon“-Herrli alles auf sich zukommen. Alles? Nun ja, es geht um Camping, die Gelegenheit des Jahres all die schönen Gimmicks auszuprobieren, die sonst nur selten den Flurschrank verlassen. Aber ja, doch. Wird schon!

Erfahrungsgemäß hier also abseits zur normalen Urlaubsplanung ein paar campingspezifische Punkte, die ihr berücksichtigen solltet:

Alles dabei und Ziel gefunden? Dann kann’s ja losgehen mit dem Camping-Urlaub mit Hund!

„Der Hund darf da aber nicht rein!“ – Wie finde ich ein Wohnmobil und einen passenden Campingplatz?

 

Was nützt uns das beste und tollste Wohnmobil, wenn der Verleiher uns den Hund nicht mitnehmen lässt? Viele Wohnmobil- und Wohnanhängerverleiher schließen die Mitnahme von Haustieren leider grundsätzlich aus. Aber hier gilt wie immer, mit gutem Hundehalter-Beispiel voranzugehen. Fragen kostet nichts, und eventuell ist man ja gegen eine Reinigungsgebühr trotzdem zum Verleih bereit.

Auch gibt es immer mehr Anbieter die explizit an Hundehalter verleihen, beispielsweise Waumobil, Camper Dogs oder 4pfoten-Mobile. Und auch auf Vermittlungsplattformen wie Pauls Camper und Campanda findet man bei der Suche mit der Option „Haustiere erlaubt“ ein breites Angebot von (zumeist privat vermieteten) Caravans & Co. Der große Vorteil bei auf Hundehalter spezialisierten Mobilen ist, dass diese oftmals auch in Hinsicht auf Hundesicherheit während der Fahrt ausgebaut sind: da finden sich etwa fest eingebaute Hundeboxen oder Angurtmöglichkeiten (bitte ausschließlich an entsprechenden Auto-Sicherheitsgeschirren!) in der Fahrerkabine.

Dieselbe Frage gilt aber natürlich auch für Campingplätze! Wer keine feste Route abgesteckt hat, sollte zumindest einen regionalen Campingführer mit dabeihaben und die „Hundefrage“ im Vorfeld abklären. Hier helfen auch Erfahrungsberichte und Nutzerbewertungen, da nicht jede Webseite der unzähligen Campingplätze stets alle wichtigen Infos bereithält. Am besten vor der Reise die wichtigsten Daten der hundefreundlichen Campingplätze im Einzugsgebiet rausschreiben. Eine Auswahl hundefreundlicher Campingplätze in Deutschland, Österreich, Kroatien, Dänemark und Italien findet ihr etwa beim ADAC.

Inspiration für Touren in Europa liefert übrigens das 352 Seiten starke Buch “Unterwegs zuhause” (Kunth Verlag): ob quer durch Deutschland, im hohen Norden oder an der Adria, da ist für jeden Geschmack etwas dabei und die Bilder machen Lust, sich direkt mit dem Wohnmobil auf den Weg zu machen. Dazu gibt es auch noch handfeste Informationen für die verschiedenen Reiseländer, etwa zu Tempolimits und Mautpflicht, sowie Empfehlungen für Wohnmobil-Stellplätze.

Stressfreitipp: LTE mal wieder weg? Netzunabhängig bleiben und vor dem Urlaub „Reisemappe“ ausdrucken. Kleine Stichworte der „Vor- und Nachteile“ des jeweiligen Platzes helfen, da man sich später eventuell nicht mehr an alles erinnert. Je mehr man zuvor vorbereitet hat, desto weniger Stress gibt es während der Fahrt. Außerdem verstärkt es die Vorfreude! 😉

Wer noch auf der Suche nach Inspiration für die nächste Camping-Tour ist, wird im Buch “Unterwegs zuhause” aus dem Kunth Verlag fündig – gibt’s natürlich auch bei uns im Laden!

 

„Wir sind da womöglich alleine!“ – Wo finde ich Hilfe unterwegs?

 

… und das ist auch gut so! Schließlich ist ja gerade die naturnahe Ruhe genau das, was die Erholung im Campingurlaub ausmacht. Dennoch sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass somit auch Hilfe evtl. auf sich warten lässt, besonders in fremder Umgebung.

Unerlässlich ist somit eine medizinische Grundversorgung für Mensch und Tier. Ein guter Verbandskasten darf hier nicht fehlen! Für den Vierbeiner darf es da auch gerne ein Komplettset mit Zeckenzange, Verbandsschuhen und Pflegeprodukten sein, um im Ernstfall schnell Erste Hilfe leisten zu können.

Mit ins Gepäck gehören natürlich auch der EU-Heimtierausweis, ein Maulkorb (oder wenigstens Maulschlaufe) und eine Liste mit allen regional wichtigen Notrufnummern, wie etwa der örtliche Giftnotruf sowie der Bereitschaftsdienst und die nächstgelegene Tierarztpraxis. Je nach Region, in der ihr unterwegs seid, kann auch eine App mit den nächstgelegenen Tierarztpraxen/-kliniken wie Vetfinder sehr gute Dienste leisten.

Im Ernstfall erspart das viel Stress und lebenswichtige Zeit!

Gerade unterwegs auf neuen Pfaden (oder Straßen) ist es empfehlenswert, wenn man kleine Helferlein für den Fall der Fälle griffbereit mit an Bord hat

 

„Was ist hier los? Wo bin ich bloß? Ich brauche etwas zu tun!“ – Pausen und Beschäftigung unterwegs

 

Längere Fahrten sind für unsere Fellnasen oftmals anstrengend. Und man sollte stets bedenken, dass eine schöne Fahrt mit dem Wohnmobil durch die Natur eben für den Hund nach wie vor „nur“ eine Autofahrt ist. Bei einem mehrwöchigen Trip mit regelmäßigem Stellplatzwechsel kann da auch der entspannteste Hundebeifahrer mal an seine Grenze kommen. Umso wichtiger ist eine abwechslungsreiche und erfüllende Beschäftigung für die Vierbeiner.

Verschiedene Lieblingsspielzeuge gehören deshalb definitiv mit an Bord. Regelmäßige Stopps und Bewegung bzw. aktives Spielen sind wichtig. Man darf niemals vergessen, dass Mensch zwar Erholung braucht, der Hund jedoch in der Regel mit seinem „Revierleben“ durchaus glücklich und zufrieden ist. Gerade in neuer Umgebung braucht er Liebe, Nähe und aktives Verständnis. Ganz besonders wenn die neue Umgebung nahezu täglich wieder wechselt.

Ausgedehnte Spaziergänge zur Erkundung gehören hier genauso dazu wie gemeinsame Entspannung. Etablierte Rituale können eurem Vierbeiner, falls er in neuer Umgebung eher fremdelt, dabei helfen, Sicherheit und Orientierung zu gewinnen.

 

„Hunger! Durst! Müde!“ – Was kommt in den Napf?

 

Ausgewogene Ernährung ist wichtig für unsere Lieblinge, auch im Urlaub! Eine vollwertige Nahrung ist unerlässlich, um euren Hund die wichtigen Nährstoffe zu geben, die er gerade braucht. Praktisch für unterwegs ist etwa ein „Trocken-BARF-Müsli“, da es wenig Platz einnimmt und ein verhältnismäßig geringes Gewicht auf die Waage bringt. Wer im Urlaub auf das gewohnte Futter verzichtet und sich für eine solche Reisevariante entscheidet, sollte diese schon im Vorfeld ausprobieren und das Futter noch zuhause umstellen, damit sich nicht unterwegs herausstellt, dass die Fellnase das Fressi nicht mag oder, schlimmer noch, nicht verträgt. Auch das gewohnte Lieblingsknabbi und die „Stamm-Keksis“ dürfen gerade fern von zu Hause nicht fehlen! Idealerweise packt man die Verpflegung der Wahl in ausreichender Menge ein, da man gegebenenfalls unterwegs keinen Nachschub besorgen kann.

Ganz wichtig: Es darf es nie an frischem Wasser mangeln. Eine stets gut gefüllte Trinkflasche ist bei langen Fahrten, Ausflügen und Aktivitäten unverzichtbar, da gerade bei höherer Anspannung (und natürlich den häufig höheren Temperaturen im Urlaubsland) der Wasserbedarf steigt. Auch hier gilt wieder: Regelmäßige Pausen! Ihr habt Urlaub, und wohin ihr auch immer grad wandert oder fahrt, ihr dürft da auch später ankommen! 😊

 

 

Wie immer gilt: Eine gute Planung ist Gold wert, man kann es aber auch übertreiben! Hauptsache ihr habt Spaß.

 

Um Tipps rund um „Spaß beim Camping“ dreht sich dann auch alles im zweiten Teil unseres Camping-Specials! Wir wünschen euch bis dahin schon mal viel Freude bei der Wahl des Ausflugsziels! 😉

Comments:
  • Frauke

    2. Juni 2018 at 19:23

    Hallo, was für ein schöner und informativer Text :-)
    Vor kurzem habe ich übrigens über das Camping mit ängstlichem Hund geschrieben und über Minas und meine Erfahrungen berichtet: https://fraeuleinswunderbarewelt.de/2018/05/20/camping-mit-hund/
    Die kleine Maus fand das Zelten anfangs nämlich gar nicht witzig…
    Ich freu mich schon auf die weiteren Teile deiner Reihe!
    Liebe Grüße, Frauke

Leave a reply

*

Ich stimme zu