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Mika im Tiefschnee

Kleiner Ratgeber Wintersport mit Hund – Teil 3: Wintersportarten für Vierbeiner

Kaum waren die Winterspiele zu Ende, hielt uns die sibirische Kälte fest im Griff. Höchste Zeit also, einen genaueren Blick auf verschiedene Wintersportarten zu werfen, die man mit Hund ausüben kann – oder auf die man zugunsten des Vierbeiners vielleicht besser verzichten sollte.

(Schneeschuh-)Wandern

Sich auf Schneeschuhen mit dem Hund durch den Tiefschnee in winterlich stillen Landschaften bewegen – ein beeindruckendes Erlebnis, das sich für die meisten Zwei- und Vierbeiner auch hervorragend durchführen lässt. Die Einstiegsschwelle ist niedrig, da die Kosten niedrig sind und die Technik relativ leicht zu erlernen. Wenn der Hund mitläuft, sollte man darauf achten, dass man vorher das Leinenhandling mit Handschuhen und Stöcken ein wenig übt. Am einfachsten ist es sicherlich, wenn der Hund an einem Bauchgurt befestigt wird und dann in ausreichendem Abstand vorausgeht. Allerdings muss man bedenken, dass die Fortbewegung durch ungespurten Tiefschnee für die Vierbeiner bei allem Spaß, den sie dabei in der Regel haben, auch ein ziemlicher Kraftakt ist. Daher ist es bei längeren Strecken durchaus sinnvoll, den Hund wenigstens Phasenweise im gespurten Schnee laufen zu lassen, also entweder zwischen zwei Menschen oder eben hinter dem Hundeführer. Nicht vergessen: Der Hund sollte gewohnt sein, einen bestimmten Abstand zu seinem Menschen (und ggf. weiteren Begleitern) einzuhalten – schließlich sollte dringend vermieden werden, dass der Schneeschuh versehentlich eine Hundepfote unter sich begräbt …

Übrigens finden sich diverse Anbieter, die geführte Schneeschuhtouren auch mit Hund anbieten, meist inklusive Leihschneeschuhen – also perfekt, um einfach einmal auszuprobieren, ob dieser Sport dem Mensch-Hund-Gespann taugt. Eine Auswahl an Touren zum Selber-Erkunden findet man beispielsweise auf outdooractive.com.

Spezielle Winterwanderwege sind meist schon gespurt, sodass man keine Schneeschuhe benötigt, um sich dort gut fortbewegen zu können – das macht winterliche Touren natürlich für Zwei- und Vierbeiner um einiges komfortabler, auch das . Eine kleine Auswahl zur Toureninspiration für den Bereich Oberbayern bieten etwa die “Landschaftskino-Wege”.

Auf geräumten Wegen lässt es sich im Winter bequem laufen.

Auf geräumten Wegen lässt es sich im Winter bequem laufen.

Skitourengehen

Während präparierte Pisten für Hunde tabu sind, um sie selber und auch alle Skifahrer dort zu schützen, können Skitouren eine Alternative für alle diejenigen sein, die ohne Abfahrt auf den zwei Brettern, die “die Welt bedeuten” nicht sein können. Abseits des Skitrubels an den Liftbetrieben bahnt man sich dabei erst einmal zu Fuß den Weg Richtung Gipfel, bevor es auf Skiern wieder Richtung Tal geht. Hier gilt ganz besonders: Rücksicht nehmen auf die Konstitution des Hundes und nicht den nächsten Temporekord aufstellen wollen auf dem Weg hinab. Denn wo der Mensch vielleicht flott und elegant dahingleitet, muss der Hund, um Schritt zu halten, abwärts rennen und sich dabei auch noch einen Weg durch den Pulverschnee bahnen – eine starke Belastung für Muskeln und Gelenke, noch dazu besteht Sturzgefahr. Und: vorher üben, üben, üben – nämlich dass der Vierbeiner ausreichenden Abstand hält von allem, was nach Ski oder Stock aussieht. Ungestüme Hunde könnten sich sonst im schlimmsten Fall zu einem Fangspiel verleitet sehen und damit wäre ein Sturz fast schon vorprogrammiert.

Langlaufen, Skijöring und Hundeschlitten

Langlauf ist ein toller Ausdauersport, der es auch erlaubt, die Umgebung, durch die man sich bewegt, ausgiebig zu genießen. Auch für den Hund kann die Begleitung des langlaufenden Zweibeiners eine schöne Beschäftigung sein, die wegen des eher ebenen Terrains auch relativ gelenkschonend gestaltet werden kann. Um es sich allerdings nicht mit sämtlichen anderen Langläufern zu verscherzen, gilt zuallererst: keine Pfoten in der Loipe – denn diese machen die Spuren kaputt! Am besten ist, man sucht direkt nach speziellen Hundeloipen: diese gibt es mittlerweile in manchen Skiregionen (etwa in Tirol), gerne etwas abseits gelegen, dafür aber auch mit deutlich weniger Konfliktpotenzial. Alternativ kann man sich natürlich einfach entlang normaler (Forst-)Wege halten, wobei man dort natürlich auch entsprechend Rücksicht auf den übrigen “Verkehr” nehmen sollte. In jedem Fall gilt auch beim Langlaufen: der Hund muss daran gewöhnt sein, sich in einem entsprechenden Radius zum Langläufer zu bewegen, idealerweise in diesem Fall neben, nicht in der Loipe.

Beim Skijöring lassen sich die Langläufer wahlweise von einem Motorfahrzeug, einem Pferd oder eben von ihrem Hund ziehen. Dazu braucht es neben einem speziellen Zuggeschirr (das für eine gute Zugverteilung sorgt), einer rückgedämpften Zugleine und einem speziellen Bauchgurt vor allem gute Skilanglauffähigkeiten (in der Regel Skating-Technik) des Menschen und einen gute trainierten Hund – sowohl konditionell als auch was die Kenntnis der Kommandos angeht, insbesondere das Stop-Kommando sollte felsenfest sitzen.

Ähnlich ist es auch beim Hundeschlitten-Fahren. Normalerweise wird Schlittenhundesport natürlich mit Gespannen gefahren und dies bedarf einer wirklich umfangreichen Vorbereitung. Es gibt aber auch kleine Schlitten, vor die man im Prinzip auch nur einen Hund spannen kann. Es ist ratsam, sich die Technik beim Hundeschlittenfahren von einem erfahrenen Fahrer beibringen zu lassen. Da auch die Kosten für die Ausrüstung recht hoch liegen, ist zum Einstieg in den Zughundesport eher eine der Jöring-Sportarten (Ski- Oder Bikejöring sowie Dogscooter und Canicross) zu empfehlen.

Rodeln

Für die meisten Menschen eher Spaß als Sport, flitzt man beim Rodeln etwa auf einem klassischen Holzschlitten oder einem Zipflbob den Hang hinunter. Das kann auch dem Hund eine Menge Fez machen – aber nur, wenn er nicht versehentlich vor und dann unter den Schlitten gerät! Daher sollte man in jedem Fall Rodelbahnen eher meiden, denn dort ist vor allem bei gutem Wetter oft sehr viel los und es lässt sich dann kaum vermeiden, dass der Vierbeiner die Fahrbahn des ein oder anderen Schlittlers kreuzt… Natürlich sollte auch wieder klar sein, dass ein (abgeleint!) mitlaufender Hund mit Abstand zum Schlitten laufen sollte. Kleine Hunde kann man natürlich auch mit auf seinem Rodel transportieren, etwa im Rucksack oder Tragegurt. Einige Tipps zum Rodeln und Regeln dafür, wenn man doch mit dem Hund auf einer Rodelbahn unterwegs ist, finden sich bei winterrodeln.org.

Durch den Pulverschnee sausen macht Spaß, ist aber auch anstrengender.

Durch den Pulverschnee sausen macht Spaß, ist aber auch anstrengender.

Eissportarten

Eislaufen, Eishockey, Curling, Eisangeln und Co.: zugefrorene Gewässer üben eine ganz besondere Anziehungskraft aus und es macht einfach Spaß sich über das glänzende Eis zu bewegen. Im Prinzip ist auch nichts dagegen einzuwenden, wenn der Hund diesen Spaß auf Naturgewässern teilt, sofern natürlich der Mensch sichergestellt hat, dass die Eisdecke definitiv trägt. Allerdings sind gerade beim Eissport auf Kufen natürlich die Hundepfoten in Gefahr. Daher gilt wie bei den anderen Wintersportarten auch: den Hund nur mitnehmen, wenn sichergestellt ist, dass er genügend Abstand von den Schlittschuhen und auch von anderen Schlittschuhläufern hält! Ein zusätzlicher Schutz der Hundepfoten durch Booties ist definitv empfehlenswert: Denn auch wenn keine Kufen in Sicht sind, etwa wenn der Hund Herrchen und Frauchen zum Eisstockschießen begleitet, sollten die Ballen vor scharfkantigem Eisstellen geschützt werden, dann steht dem Spaß auf dem Eis nichts im Wege. Bei den eher statischen Eissportarten sollte man außerdem darauf achten, dass der Hund sich dennoch bewegen kann, um nicht zu sehr auszukühlen.
 

Hier geht es zu Kleiner Ratgeber Wintersport mit Hund – Teil 1: Die Vorbereitung
Hier geht es zu Kleiner Ratgeber Wintersport mit Hund – Teil 2: Ausrüstung

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