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Isarhunde lesen: „Der ängstliche Hund: Stress, Unsicherheiten und Angst wirkungsvoll begegnen”

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Nicole Wilde: Der ängstliche Hund

Isarhunde lesen: „Der ängstliche Hund: Stress, Unsicherheiten und Angst wirkungsvoll begegnen”

Wie viele andere Hundehalter, die einen Hund aus dem Ausland aufnehmen, hatten wir zu Beginn mit Mika an vielen „Baustellen” zu arbeiten: Neben grundsätzlichen Erziehungsmaßnahmen standen hier vor allem die diversen Symptome von Angst und angstbedingtem Verhalten im Zentrum.

Angstbedingtes (Fehl-)Verhalten ist gerade bei Auslands- oder Tierheimhunden ein häufiges Problem. Erschwert wird die Arbeit hier noch dadurch, dass die Halter meist nur wenig über die Vorgeschichte ihres Hundes wissen. Aber natürlich können auch für Hunde, die schon seit Welpenbeinen gut sozialisiert wurden und denen kein Leid widerfahren ist, bestimmte Situationen zu schier unüberwindlichen Stressauslösern werden: Seien es Hundebegegnungen nach einem Kampf, Autofahren nach einem Unfall oder die berüchtigte Silvesterknallerei, die für die meisten Hundeohren unerträglich ist.

Nicole Wilde - Der ängstliche HundEs gibt einige Bücher rund um das Thema Angst und Stress bei Hunden. Uns hat bei der Arbeit an den großen und kleinen Ängsten aber ganz besonders ein Buch geholfen: „Der ängstliche Hund: Stress, Unsicherheiten und Angst wirkungsvoll begegnen”* von Nicole Wilde.

Auf knapp 400 Seiten setzt sich die Autorin und Hundetrainerin Wilde ausführlich und differenziert mit dem komplexen Themenbereich auseinander. Dazu erläutert sie zunächst in der theoretischen Einleitung Hintergründe und mögliche Ursache von Ängsten beim Hund, wie diese sich äußern kann (Stichwort: Angriff oder Flucht, Körpersprache, Beschwichtigungssignale).

Anschließend kommt die Umgebung des Hundes auf den Prüfstand: Stimmen beispielsweise Ernährung und körperliche Auslastung? Stimmt die Hund-Halter-Beziehung? Tipps zur Hundebeschäftigung, -führung und zur -ausbildung geben dem Leser Anregungen zur Festigung der Mensch-Hund-Beziehung. So wird eine gute Basis gelegt, um an speziellen Ängsten arbeiten zu können.

Wilde gibt dem Leser einen Leitfaden an die Hand, wie der Hund Stück für Stück an Vertrauen gewinnen kann: Es finden sich viele kleine und große Übungen, die helfen, die Aufmerksamkeit des Hundes zu lenken sowie Stress abzubauen. Vom Hundehalter wird vor allem gefordert, konsequent zu sein und das Problem genau einzugrenzen. Auch hierfür liefert das Buch viele wertvolle Hinweise. Eine große Hilfe für die Arbeit an individuellen Angststörungen.

Einige häufig auftretende Problemfälle werden explizit und mit möglichen Gegenmaßnahmen besprochen, beispielsweise die Angst vor (bestimmten) Personen, vor Tierarztbesuchen, Autofahren, Geräuschen oder vor der Trennung vom Hundehalter. Die detaillierten und ausschließlich positiven, gewaltfreien Trainingsvorschläge geben dem Leser nachvollziehbare und vor allem umsetzbare Hinweise, wie sie das Problem in den Griff bekommen können.

Abschließend werden weitere (ergänzende) Angsttherapiemöglichkeiten beleuchtet: Ob Tellington Touch, Körperbandagen, DAP (Dog Appeasing Pheromone) oder Akupunktur – hier kann sich jeder Hundehalter Ideen holen, wie er für sich und seinen Hund das Leben stressfreier gestalten kann.

Ein ausführliches Register rundet das Buch ab und erleichtert dem Leser ein schnelles Nachschlagen bestimmter Stichpunkte.

Neben den praktischen Tipps und Anregungen ist das Buch aber vor allem eins: ein Zeichen dafür, dass man mit seinen tierischen Problemen nicht allein ist – und der Faktor ist schließlich auch nicht zu unterschätzen! Prädikat: unbedingt empfehlenswert!

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