Hundeschule finden

Die Suche nach der passenden Hundeschule oder dem passenden Hundeverein ist nicht ganz trivial – schließlich möchte man mit seinem vierbeinigen Liebling keine unangenehmen Überraschungen erleben, sondern gemeinsam mit Spaß auf ein Ziel hin trainieren.

Einen ersten Anhaltspunkt bei der Auswahl bietet natürlich die Selbstbeschreibung der Hundeschule. Achtet hierbei besonders auf die Trainingsmethoden: Es sollte mit positiven Erziehungsmethoden gearbeitet werden. Ein absolutes Tabu ist der Einsatz von „Erziehungshilfen” wie Elektroreizgeräten (Teletaktgeräten), Stachelhalsbänder, Wurfketten und ähnlichen Mitteln.

Da es in Deutschland keinen anerkannten Ausbildungsweg für Hundetrainer gibt und die diversen Berufsbezeichnungen nicht geschützt sind, sind Zertifikate oder Bezeichnungen wie „Hundeverhaltenstherapeut” oft wenig aussagekräftig. Es gibt jedoch beispielsweise Veterinärmediziner mit Zusatzqualifikationen im Bereich Tier-Verhaltenstherapie bzw. Fachtierärzte für Verhaltenskunde, bei denen man profunde Kenntnisse voraussetzen kann.

Mehr als die (zumindest auf den ersten Blick) kaum aussagekräftigen Qualifikationen und Zertifikate zählt selbstverständlich der persönliche Eindruck: Macht euch unbedingt persönlich ein Bild von der Schule, bevor ihr euch zu einem Kurs anmeldet! Ein kostenloses Vorabgespräch sollte in jedem Fall möglich sein. Scheut euch nicht, Fragen zu stellen: Jeder fähige Hundetrainer sollte einen breiten Wissensschatz im Bereich der Hundeerziehung und -haltung haben und offen Auskunft geben.

Seht euch den Platz an, auf dem das Training stattfindet: Ist er in gutem Zustand? Wird er saubergehalten? Steht den Hunden frisches Wasser zu Verfügung? Gibt es Schattenplätze für die warme Jahreszeit?

Geht zu einer Probestunde – auch das sollte selbstverständlich möglich sein, eventuell auch nur als Zuschauer! Achtet darauf, dass ihr nicht in der ersten Stunde eines neuen Kurses eure Probestunde absolviert: Mitten im Kurs kann man sich ein besseres Bild über die Trainingsmethoden, die Stimmung unter den Teilnehmern (sowohl Zwei- als auch Vierbeinige), aber auch über die Kompetenz des Trainers und den Lerneffekt des Kurses machen. Haben die Hunde zu Beginn und als Abschluss die Gelegenheit, entspannt zusammen zu laufen und zu spielen? Herrscht Kasernenton auf dem Platz? Werden Fehler der Halter ruhig korrigiert und nicht dem Hund angelastet?

Nicht zuletzt spielt natürlich auch eine Rolle, ob ihr mit eurem Vierbeiner auf ein bestimmtes Ziel wie die Begleithundeprüfung, Agility-Turniere oder ähnliches hinarbeiten wollt. Gibt es in der Hundeschule entsprechende weiterführende Angebote? Finden vielleicht sogar ab und zu Workshops mit Experten auf dem gewünschten Gebiet in der Schule statt? Sind die Trainer spezialisiert auf das Wunschgebiet?

Das Bauchgefühl ist im Zweifelsfall eine gute Hilfe: Wenn euch etwas seltsam vorkommt, solltet ihr darauf achten und euch lieber weiter nach einer passenden Schule umsehen – die Auswahl ist groß!

Auf Isarhunde.de findet ihr eine Sammlung von Hundeschulen, -trainern und -vereinen in und um München, die euch den Einstieg in die Suche nach dem geeigneten Trainingsort erleichtert.