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Tag: "Verhaltensforschung"

Tipps und Termine KW 5: Krebs bei Hunden

Tipps und Termine KW 5: Krebs bei Hunden

[ 0 ] 30. Januar 2012

Unsere Haustiere werden immer älter: Der demographische Wandel macht sich auch bei den Vierbeinern bemerkbar, nicht zuletzt dank der Fortschritte in der Tiermedizin ist die Lebenserwartung von Bello und Miez deutlich gestiegen. Doch mit dem Alter kommen auch bei den Fellnasen typische Altersleiden. Dazu zählen unter anderem auch die Tumoren: die wohl gefürchtetste Diagnose für jeden Hundehalter.  Bei Hunden im Alter von über 10 Jahren ist Krebs inzwischen die zweithäufigste Todesursache, doch auch bei jüngeren Artgenossen kann es zu Krebserkrankungen kommen.

Auch wenn der Schock über die Diagnose Krebs tief sitzt: Sie kommt nicht automatisch einem Todesurteil gleich. Zum einen kann man mit einer guten Ernährung einer Krebserkrankung oft vorbeugen, zum anderen gibt es auch bei der Diagnose Krebs inzwischen viele Alternativtherarpien, die sehr erfolgreich sind. Hundetrainerin Franziska Feldsieper befasste sich durch die Krebserkrankung ihres Hundes Fjodor, bei dem im Alter von 13 Jahren ein bösartiger Bindegewebskrebs diagnostiziert wurde, notgedrungen mit dem Thema Krebs. Obwohl der Tierarzt für Fjodor keine Chance auf Heilung sah, gab sie nicht auf. Durch eine radikale Ernährungsumstellung, Alternativtherapien und einige Futterergänzungen wurde Fjodor geheilt und verstarb Jahre später im hohen Alter von fast 17 Jahren. Angespornt durch diesen Erfolg vertiefte sie sich immer mehr ins Thema und berät nun bereits seit Jahren Hundebesitzer, deren Hunde ebenfalls an Krebs erkrankt sind. So konnte sie schon unzähligen Hunden helfen, wieder gesund zu werden.

Ihren Erfahrungsschatz in der alternativen Krebstherapie hat Franziska Feldsieper nun in einem Ratgeber zusammengefasst: Darin finden sich Grundsätze der alternativen Krebsbehandlung, wichtige Ratschläge, Hinweise und Erfahrungen sowie Links zu Therapeuten und Lieferanten von Futterergänzungen oder auch Rohfleisch. Natürlich finden sich auch viele hilfreiche Tipps zur Krebsvorbeugung. Das E-Book Mein Hund hat Krebs – was kann ich tun?* kann zum Preis von 8,95 Euro bei Amazon oder als PDF (ausdruckbar, gegen Vorkasse) direkt bei der Autorin per E-Mail an info@menschmithund.de bezogen werden.

Übrigens: Auch Franziska Feldsiepers Buch Sind das alles Ihre?! (Rezension auf Isarhunde.de) ist zwischenzeitlich als E-Book (Amazon, 8.95 Euro)* erschienen!

Auf die folgenden Termine dürfen sich Münchner Hundefreunde in dieser Woche freuen:

Workshops: 
Tipps und Termine KW 2: Festtagspfunde

Tipps und Termine KW 2: Festtagspfunde

[ 0 ] 9. Januar 2012

Jetzt ist das neue Jahr schon eine Woche alt: Wir hoffen, ihr hattet schöne Feiertage und seid trotz Feuerwerksstress gut ins neue Jahr gekommen!

Viele Zweibeiner kennen das Phänomen der „Festtagspfunde”: Die Weihnachtszeit lockt mit vielen süßen und deftigen kulinarischen Versuchungen – und wer möchte da schon widerstehen? Und wenn der Mensch es sich schmecken lässt, soll auch der Vierbeiner nicht darben: So fällt für manch Hund die Futterration über die Feiertage größer, häufig extravaganter und oft fettiger aus als üblich. Und das, wo gerade im Winter das Wetter meist nicht zu ausgiebigen Spaziergängen zur Kalorienverbrennung lockt.

Für den Hund gilt aber wie für den Menschen: Der möglicherweise angesammelte Winterspeck muss wieder runter, denn Übergewicht kann ernsthafte gesundheitliche Probleme mit sich bringen! Und wie beim Menschen ist der Weg zum Wunschgewicht im Prinzip ganz einfach: Die Futtermenge muss auf den Bedarf abgestimmt sein und die körperliche Bewegung darf nicht zu kurz kommen. Da heißt es also konsequent sein: Leckerlis und Extra-Schmankerls wie fleischige Knochen müssen vom Hauptfutter abgezogen werden, der Hund sollte regelmäßig gewogen werden, um die Fortschritte zu verfolgen und ggf. die Rationen anzupassen, und natürlich dürfen die Spaziergänge etwas länger ausfallen ;-). Achtung: Auch bei Hunden kann es zum gefürchteten Jojo-Effekt kommen, also sollte eine mäßige, aber kontinuierliche Gewichtsabnahme das Ziel sein, keine Hauruck-Diät.

Wir wünschen euch einen „leichten” Start ins neue Jahr!

Diese Termine stehen in dieser Woche für Münchner Hundefreunde an:

Workshops: 
Seminare und Vorträge:
Verhaltensentwicklung, -störung und -therapie beim Hund

Verhaltensentwicklung, -störung und -therapie beim Hund

[ 0 ] 6. Januar 2012
Mrz
17
19:00

Wie entwickelt sich der Hund? Welche Störungen können dabei auftreten, was sind Auslöser und wie kann man Verhaltensstörung therapieren?

Das Verhalten des Hundes 2 – Die Kommunikation

Das Verhalten des Hundes 2 – Die Kommunikation

[ 0 ] 5. Januar 2012
Mrz
10
Mrz
11

Hunde sind die besten Verhaltensforscher: Während wir noch auf sie einreden, wissen sie schon, was wir als nächstes tun werden. Woher? Welche Signale sind für die Kommunikation ausschlaggebend? Hunde- oder Wolfsgruppen zeigen uns, dass sie über differenzierte Arten der Kommunikation verfügen. So spielen neben der Körpersprache auch geruchliche oder taktile Signale eine Rolle. Wie können Hunde ihre Emotionen gegenüber Artgenossen und Menschen darstellen? Wie hat das enge Zusammenleben mit dem Menschen ihre Kommunikation verändert? Woher weiß eine Gruppe von Wölfen, wann und wie eine Jagd abzulaufen hat? Themen, zu denen wohl niemand so viel zu sagen hat wie Dr. Dorit Feddersen-Petersen. Das Erkennen und Beurteilen kommunikativer Prozesse in ihrer Bedeutung für den Umgang mit Hunden wird in dieser Veranstaltung erläutert.

Stoffwechsel, Ernährung und Verhalten

Stoffwechsel, Ernährung und Verhalten

[ 0 ] 27. Dezember 2011
Jan
31
18:30

In diesem Vortrag wird auf verständliche Weise und völlig ideologiefrei erklärt, wie Nährstoffe, Vitamine und Mineralien im Körper wirken, wie der Stoffwechsel funktioniert und wie man durch eine gezielte Nahrungszusammenstellung auf das Verhalten Einfluss nehmen kann.

Die Auswirkungen bestimmter Vitamine auf den Hormonhaushalt und damit auch auf das Verhalten beim Hund sind schon seit langem bekannt. Weniger geläufig sind die Zusammenhänge bestimmter Aminosäuren mit bestimmten Botenstoffen im Gehirn und damit Verhaltensauffälligkeiten von Depression bis Hypernervosität sowie die Zusammenhänge zwischen Fettsäuren und Stressresistenz.

Du bist was du isst! Auch für unseren Hund gilt dieser Spruch! In unserer verhaltensberatendenen Praxis arbeiten wir jeden Tag mit der Ernährung.

Wie kann Ernährung das Verhalten meines Hundes begünstigen? Was kann ich beispielsweise tun, damit mein Hund ruhiger oder munterer wird. Welche Ernährungsansprüche hat mein Hund bei Aggressivität oder Angst?

Einführung in die Biologie der Mineralien, Nährstoffe und Vitamine:
auf die Auswirkung von Vitaminen auf den Hormonhaushalt und das hündische Verhalten
der Zusammenhang zwischen Aminosäuren und Botenstoffen im Gehirn
Wie beeinflusst Ernährung Verhaltensauffälligkeit von Depression bis Hyperaktivität des Hundes?
Wie wirken sich Fettsäuren auf die Stressresistenz aus?

 

Tierische Intelligenz

Tierische Intelligenz

[ 0 ] 29. November 2011
Mrz
24
10:00

Verhaltensbiologe Dr. Immanuel Birmelin kennt sie gut, die klugen Tiere der Wildnis, in den Zoos, im Zirkus und an den Instituten der Universitäten. Seit Jahrzehnten erforscht er die Gedächtnisleistung und die Gefühlsebenen von Tieren, er drehte erfolgreiche Filme wie “Wenn Tiere reden könnten”, “Wer ist klüger, Hund oder Katze?”, “Kluge Vögel” und “Kluge Pflanzen”, die ein Millionenpublikum begeistern.

Einfühlsam und persönlich berichtet er in einem Filmvortrag mit (teilweise bislang unveröffentlichtem Filmmaterial) von seinen Erfahrungen und Forschungen mit Hunden, Katzen, Vögeln, Affen, Löwen und vielen anderen Tieren. Dabei gibt er einen spannenden Einblick in die Welt der Verhaltensforschung und Neurobiologie.

Natürlich wird der Hund in unserem Seminar besonders ins Licht gerückt: Was fühlt der Hund? Wie erlebt er seine Umwelt? Welche Voraussetzungen bringt er mit, um mit uns Menschen zu kommunizieren? Die Versuchung ist groß, den Hund mit der Intelligenz des Menschen zu vergleichen, aber dieser Weg führt in die Irre. Wer die Intelligenz seines Hundes verstehen und einschätzen will, der braucht ein Vergleichssystem mit anderen Tierarten.

Am Nachmittag packt Dr. Birmelin seine Experimenten-Kiste aus: Wie klug ist mein Hund? Durch einfache Tests können Hundehalter die wahre Persönlichkeit und die Fähigkeiten ihres Vierbeiners kennenlernen!

Tipps und Termine KW 48: Aggression beim Hund abhängig vom Geschlecht des Halters?

Tipps und Termine KW 48: Aggression beim Hund abhängig vom Geschlecht des Halters?

[ 0 ] 28. November 2011

Eine neue Studie der Mendel-Universität Brünn hat das Verhalten von Hunden gegenüber Artgenossen auf Spaziergängen untersucht. Dabei wurden verschiedene Faktoren wie Alter, Geschlecht und Größe des Hundes, aber auch das Geschlecht des Hundehalters sowie Unterschiede bei angeleinten und unangeleinten Hunden genauer betrachtet. Die Studie wurde in der tschechischen Stadt Brünn durchgeführt, knapp 2.000 Hund-Hund-Begegnungen wurden dabei ausgewertet.

Wenig überraschend dürfte für die meisten Hundehalter sein, dass Hunde an der Leine häufiger aggressives Verhalten zeigen als unangeleint: Hunde können an der Leine nicht ihr volles Kommunikationsrepertoire zeigen, etwa einen Bogen laufen, um einen Artgenossen zu begrüßen. Das macht Hundebegegnungen an der Leine problematisch und kann zur sogenannten Leinen-Aggression führen.

Erstaunlich hingegen ist das Ergebnis in Bezug auf das Geschlecht des Hundehalters: So zeigen Hunde, die von Männern geführt werden, viermal häufiger aggressives Verhalten gegenüber anderen Hunden. Das Geschlecht des Hundehalter wäre somit der Faktor, der das aggressive Verhalten am stärksten beeinflusst. Die Wissenschaftler der Mendel-Universität vermuten daher, dass sich aggressive Tendenzen bzw. Impulsivität des Halters auf den Hund überträgt – und dass diese im Umkehrschluss bei Männern ausgeprägter sind als bei Frauen.

Möglich ist, dass auch kulturelle Faktoren bei Männern und Frauen unterschiedliche Herangehensweisen im Umgang mit Hunden bedingen. Diese wiederum könnten den deutlichen Unterschied im Aggressionspotenzial der Hunde je nach Geschlecht ihrer Halter zum Teil erklären.

Was sind eure Erfahrungen? Sind Hunde von Männern gegenüber anderen Fellnasen aggressiver als die von Frauen?

Ob männlich oder weiblich – diese Termine warten in dieser Woche auf Münchner Hundefreunde:

Seminare und Vorträge:
Irrtümer der modernen Hundeerziehung

Irrtümer der modernen Hundeerziehung

[ 0 ] 1. September 2011
Dez ’11
13
19:30

Heute gibt es unzählige Methoden und Tipps zur Erziehung unserer Vierbeiner.
Nun gibt es auch viele Beispiele aus der Hundeerziehung, die mittlerweile überholt, veraltet und neu erforscht wurden.

In diesem Vortrag räumt Stephanie Lang von Langen (Tierpsychologin und Hundetrainerin) nicht nur mit alten Erziehungsmethoden auf, sondern informiert euch auch über die neuesten Erkenntnisse zum Thema Hundeverhalten/-erziehung.

Auslandshunde mit Dr. Udo Gansloßer und Sophie Strodtbeck

Auslandshunde mit Dr. Udo Gansloßer und Sophie Strodtbeck

[ 0 ] 28. August 2011
Nov ’11
16
18:00

In diesem Abendseminar mit Dr. Udo Gansloßer und Sophie Strodtbeck geht es um gesundheitliche Probleme und “Südkrankheiten”, Stress, Prägung und Sozialisation.

Nach dem Vortrag gibt es noch eine einstündige Fragerunde.

Stoffwechsel und Verhalten

Stoffwechsel und Verhalten

[ 1 ] 17. August 2011
Dez ’11
4
10:00

Stress, Aggression, Angst lassen nicht nur ihre Spuren im Stoffwechsel erkennen, sondern sind auch durch gezielte Nahrungsveränderungen teilweise beeinflussbar. Auch Appetit, Fresslust und Fettleibigkeit haben oft Verhaltensursachen – auch beim Hund! Verhalten, Stoffwechsel und Ernährung haben mehr miteinander zu tun als man glaubt. Dass einem das Essen im Magen liegen bleibt, wenn man Streß hat, dass manche in Prüfungszeiten zunehmen, andere abmagern, dass Jugendliche aus Problemfamilien häufiger fettleibig werden – alles das weiß “man”.

Aber wie ist es beim Hund?

Sind auch da die Hormone des Stresssystems verantwortlich für unterschiedliches Fress-und Verdauungsgeschehen? Dass rohes Fleisch Hunde nicht aggressiv macht, ist nachgewiesen. Aber stimmt es, dass Hund durch manche Fleischsorten eher ruhig und heiter und durch andere Fleischsorten zum aufgedrehten Macho wird? Wie steht es mit dem Tagesrhythmus des Fressen? Einmal oder mehrmals? Große Stücke zur Beschäftigung oder besser kleine Mahlzeiten? Futtersuchen oder besser serviert bekommen? Nach dem Essen soll Hund ruhn oder doch wie seine wilden Verwandten durch die Gegend toben und spielen? Kommt der Appetit beim Essen? Und wenn ja, warum?!

Kommte nicht ohne vorheriges Frühstück in dieses Seminar – allein der Gedanke an Essen regt die Magensaftproduktion an. Und das ist auf leeren Magen ungesund…

Tipps und Termine KW 33: Stachelhalsband, nein danke!

Tipps und Termine KW 33: Stachelhalsband, nein danke!

[ 1 ] 15. August 2011

Genau das dachte sich Hundetrainerin Sonja Meiburg (Hundeschule Holledau), als sie die Aktion “Tausche Stachelhalsband gegen Training” ins Leben rief: Eigentlich sollte es nur eine kleine Aktion auf einem Sommerfest werden, doch über Facebook und Co. verbreitete sich das Projekt wie ein Lauffeuer unter Hundetrainern und -haltern.

Die Idee ist ebenso simpel wie genial: Teilnehmende Hundetrainer aus ganz Deutschland sowie Österreich, Luxemburg, Slowenien und der Schweiz bieten Interessierten die Möglichkeit, ihre Starkzwangmittel zur Hundeerziehung wie Stachel- und Würgehalsbänder oder Reizstromgeräte gegen Trainingsstunden auf Basis positiver Verstärkung einzutauschen. Mittlerweile haben sich bereits über 250 Hundeschulen und -trainer gefunden, die an der Aktion teilnehmen. Darunter sind natürlich auch schon einige aus München und Umgebung!

Bestärkt durch die positive und große Resonanz, haben sich die Organisatorinnen nun vorgenommen mit einer Petition das generelle Verbot von Stachelhalsbändern in Deutschland durchzusetzen. Dazu brauchen sie auch eure Unterstützung, denn innerhalb von drei Wochen müssen mindestens 50.000 Unterschriften für die Petition zusammenkommen. Anfang September geht es los, es lohnt sich, immer mal einen Blick auf die Facebook-Seite “Petition – Verbot von Stachelhalsbändern in Deutschland” zu werfen, um auf dem Laufenden zu bleiben. Wir informieren euch natürlich auch weiterhin und geben Bescheid, wenn der Startschuss gefallen ist!

Und hier kommen die Hundetermine für diese Woche – bei denen ihr hoffentlich ganz ohne Starkzwangmittel auskommt und viel Spaß mit eurem Hund habt:

Workshops:

Seminare und Vorträge:

Ausflüge und Spaziergänge:

Das Verhalten des Hundes 1 – Die ontogenetische Entwicklung

Das Verhalten des Hundes 1 – Die ontogenetische Entwicklung

[ 1 ] 2. August 2011
Okt ’11
22
Okt ’11
23

Die elementaren Grundkenntnisse vom Verhalten des Hundes werden in einer 4-teiligen Verhaltensreihe, zusammen mit Dr. Dorit Feddersen-Petersen vermittelt.

Zunächst werden grundlegende Begriffe und Herangehensweisen der Verhaltensforschung vermittelt, die sowohl für dieses als auch für die drei folgenden Seminare zum Verhalten des Hundes von Bedeutung sind.

Im Folgenden geht es dann um die verschiedenen Entwicklungsphasen im Leben des Hundes. Wie lassen sich diese Phasen voneinander unterscheiden und definieren? Was wird unter den Begriffen “sensible Phasen”, “Prägung”, “Sozialisation” und “Habituation” verstanden?

Anhand von Filmaufnahmen erfolgt eine Analyse der motorischen, sensorischen und sozialen Entwicklungsstadien junger Wölfe. Darauf aufbauend erfolgt ein Vergleich mit der Entwicklung von Hundewelpen im Verband mit dem Menschen. Die Folgen einer gestörten Ontogenese werden durch das Aufzeigen und Verdeutlichen möglicher Fehlentwicklungen junger Hunde exemplarisch beschrieben. Die Rolle des Menschen in der Entwicklung seines Hundes wird dabei stets kritisch hinterfragt.

Neben der Ausbildung der zunehmenden Verselbständigung des jungen Hundes, der Entwicklung seiner sozialen Kompetenz und seiner “An”-Bindung an den Menschen, seiner Sexualität und seiner Reifung, wird eingehend der Auftrag an die Verantwortlichen BeraterInnen in den “Welpengruppen” definiert. Dabei kommen wir nicht um die Aussage umhin: “Lieber keine Welpengruppe, als eine schlechte!”

Der Hund als Jäger

Der Hund als Jäger

[ 0 ] 4. Juli 2011
Aug ’11
20

Jagen ist keine Aggression, darüber sind sich alle einschlägigen wissenschaftlichen Texte heute einig.
Was aber passiert im Gehirn eines jagenden Beutegreifers?

Jagen hat auch nichts mit Bindung im Rudel zu tun, wohl aber mit Kooperation. Jagen ist nicht die Basis der Rudelbildung bei Wölfen – was ist Jagen dann?

Es gibt auch nicht den Jagdtrieb, sondern mindestens sieben Einzelhandlungen dabei. Und Mäusefangen/-buddeln ist nochmal was ganz Anderes.

Verschiedene Hunderassegruppen (Herdenschutzhunde, Hütehunde, Wach- und Schutzhunde, Jagdhunde) jagen ganz unterschiedlich. Sie nutzen unterschiedliche Reize und auch unterschiedliche Techniken. Auch verhaltensbiologische Erkenntnisse über Reizsummen, Attrappen etc. und deren Wirkung auf den Hund sind für Hundebesitzer/-trainer wichtig!
Dementsprechend muss der/die Halter/in ganz unterschiedlich reagieren. Und Vorbeugen ist in jedem Fall nicht nur beser als Schimpfen sondern auch hilfreicher. Denn wenn der Halter/in sich beklagt: “Mein Hund hört nicht, wenn er jagt” – hat er/sie sogar Recht.

Sozialverhalten verwilderter Haushunde – Tuscany Dog Project

Sozialverhalten verwilderter Haushunde – Tuscany Dog Project

[ 0 ] 28. April 2011
Mai ’11
28
10:00
Mai ’11
29
10:00

Von einer straffen Gruppenstruktur über lose Lebensgemeinschaften bis hin zu Einzelgängern reicht die soziale Organisation von Hunden, die nicht unmittelbar mit dem Menschen zusammenleben. Im Rahmen einer Freilandstudie wurden täglich kontinuierliche Verhaltensbeobachtungen durchgeführt. Über die Ergebnisse informiert dieses aufschlussreiche Seminar mit Günther Bloch.

Inhalte des Seminars:

Der Begriff „Straßenhunde“ stellt leider eine völlige Verallgemeinerung dar. „Wilde Hunde“ gelten aus verhaltensbiologischer Sicht als eine Art Bindeglied zwischen Wolf und unseren Familienhunden. Die Hunde-Farm führte von Anfang 2005 bis Ende 2007 in Zusammenarbeit mit vielen Volontären und Studentinnen verschiedener Universitäten eine Freilandstudie im „Parco Naturale San Rossore“ (220 qkm) durch, um das Verhaltensinventar von verwilderten Haushunden zu erforschen.

Mit Hilfe der italienischen Veterinärärztin Dr. Cecilia Ambrogi wurden mehrere, unterschiedlich alte Hunde eingefangen und mit so genannten Radiohalsbändern (Peilsendern) ausgestattet. So konnten umfangreiche Lebensdaten zu allen Individuen bis zu deren Tod gesammelt werden. Ebenso wurde gelernt, wie sich die Hunde kommunikativ verständigten. Im Filmarchiv befinden sich nun über 200 Videobänder a 1-1,5 Std. welche für Fachvorträge und Seminare zur Verfügung stehen und teilweise in diesem Seminar vorgeführt und entsprechend kommentiert werden.

Innerhalb des „Toscany Dog Project“ wurden insgesamt fünf Diplomarbeiten erarbeitet.

Inkl. Praxisteil:

Beobachtungen zum Ausdrucksverhalten von Hunden, einschließlich aggressiver Kommunikation.

Das Mitbringen von Hunden im Seminarraum ist nach vorheriger Anmeldung gestattet.

Happy Dog Tour mit Günther Bloch und PD Dr. Udo Gansloßer

Happy Dog Tour mit Günther Bloch und PD Dr. Udo Gansloßer

[ 0 ] 19. März 2011
Mai ’11
27
19:00

Happy Dog Tour 2011: Die erfolgreiche Vortragstour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz trägt in diesem Jahr den Titel “Entschlüsselung eines Tabus: Wann Aggression gesund ist!” und ist nicht nur für Hundehalter/innen ein absolutes Muss. Erneut referieren der bekannte Wolfsforscher Günther Bloch und der Verhaltensbiologe PD Dr. Udo Gansloßer gemeinsam. Erfahrt, weshalb aggressives Verhalten überlebenswichtig ist, welche Formen zu unterscheiden sind und erlebt bewegte Bilder, die das Gehörte eindrucksvoll untermauern.

Vortrag von Günther Bloch

Von aggressiven Individuen bis hin zum Wolf im Schafspelz

Alle, die ihn kennen, wissen, dieses Thema ist genau sein Metier. Seit Jahren ist es Günther Bloch ein persönliches Anliegen, mit pauschalen Verurteilungen vermeintlich aggressiver Hunde aufzuräumen. Aggressive Kommunikation stabilisiert die sozialen Beziehungen untereinander und gehört zum natürlichen Verhalten. Eindrucksvolles Filmmaterial belegt seine Statements nachhaltig.

Günther Bloch verfügt über Erkenntnisse aus zwei Jahrzehnten Wolfsforschungen im kanadischen Banff Nationalpark. Ebenso fließen seine gewonnenen Erkenntnisse über das Verhalten von verwilderten Haushunden und seine jahrzehntelange Erfahrung aus seiner Arbeit mit Menschen und ihren Haushunden in diese Vortragsreihe ein. Präzise wie kein anderer versteht er es, auch schwierig erscheinende Sachverhalte schlüssig und verständlich auf den Punkt zu bringen. Eben ganz so, wie man es von einem frisch gebackenen “permanent resident of Canada” erwarten darf.

Vortrag von PD Dr. Udo Gansloßer

Weshalb aggressives Verhalten überlebenswichtig ist

Sind aggressives Kuscheln, spielerisches Zerren oder triebgesteuertes Bällchenjagen möglich? Viel zu häufig wird auch heute noch z.B. das Beutefangverhalten unserer “Haushunde” mit aggressivem Verhalten verwechselt. Wo genau die Verhaltensweisen abzugrenzen sind, woran man sie erkennen kann und welche Auswirkungen sie für das Leben unserer Familienhunde in der Gesellschaft haben bzw. haben sollten, erfahrt ihr in der diesjährigen Vortragsreihe.
Frisch, spritzig und immer mit der wohldosierten Portion Humor an der richtigen Stelle gelingt es PD Dr. Udo Gansloßer, das Publikum für wissenschaftliche Erkenntnisse rund um das Verhalten von Kaniden zu begeistern. Der Ruf nach mehr Verhaltensbiologie und nach mehr wissenschaftlich fundierten Informationen wird immer lauter.

Frage- und Antwortrunde direkt im Anschluss an die Veranstaltung

Am Ende eines jeden Vortragsabends stehen euch die Referenten 30 Minuten zu einer Frage- und Antwortrunde zur Verfügung.

Wie lernt der Hund? – Grundsätze des Lernverhaltens

Wie lernt der Hund? – Grundsätze des Lernverhaltens

[ 0 ] 15. Februar 2011
Apr ’11
16
Apr ’11
17

Wieso müssen Menschen eine Übung wie „Sitz” mit ihrem Hund zweitausend Mal wiederholen, während der Hund gleich beim ersten Mal verstanden hat, wie man einen Mülleimer ausräumt? Bei diesem Seminar mit Dr. Iris Mackensen-Friedrichs und Nicole Kieschnick wird erläutert, wie ein Hund lernt. Dabei wird klar, dass Lernverhalten mehr ist als ein Konditionierungsprozess und auch nicht nur dann stattfindet, wenn Menschen es wollen. Zudem wird gezeigt, wie ein Hunde-Gedächtnis funktioniert, um etwas Gelerntes wieder abrufen zu können.

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