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Tag: "Therapiehunde"

Tipps und Termine KW 5: Krebs bei Hunden

Tipps und Termine KW 5: Krebs bei Hunden

[ 0 ] 30. Januar 2012

Unsere Haustiere werden immer älter: Der demographische Wandel macht sich auch bei den Vierbeinern bemerkbar, nicht zuletzt dank der Fortschritte in der Tiermedizin ist die Lebenserwartung von Bello und Miez deutlich gestiegen. Doch mit dem Alter kommen auch bei den Fellnasen typische Altersleiden. Dazu zählen unter anderem auch die Tumoren: die wohl gefürchtetste Diagnose für jeden Hundehalter.  Bei Hunden im Alter von über 10 Jahren ist Krebs inzwischen die zweithäufigste Todesursache, doch auch bei jüngeren Artgenossen kann es zu Krebserkrankungen kommen.

Auch wenn der Schock über die Diagnose Krebs tief sitzt: Sie kommt nicht automatisch einem Todesurteil gleich. Zum einen kann man mit einer guten Ernährung einer Krebserkrankung oft vorbeugen, zum anderen gibt es auch bei der Diagnose Krebs inzwischen viele Alternativtherarpien, die sehr erfolgreich sind. Hundetrainerin Franziska Feldsieper befasste sich durch die Krebserkrankung ihres Hundes Fjodor, bei dem im Alter von 13 Jahren ein bösartiger Bindegewebskrebs diagnostiziert wurde, notgedrungen mit dem Thema Krebs. Obwohl der Tierarzt für Fjodor keine Chance auf Heilung sah, gab sie nicht auf. Durch eine radikale Ernährungsumstellung, Alternativtherapien und einige Futterergänzungen wurde Fjodor geheilt und verstarb Jahre später im hohen Alter von fast 17 Jahren. Angespornt durch diesen Erfolg vertiefte sie sich immer mehr ins Thema und berät nun bereits seit Jahren Hundebesitzer, deren Hunde ebenfalls an Krebs erkrankt sind. So konnte sie schon unzähligen Hunden helfen, wieder gesund zu werden.

Ihren Erfahrungsschatz in der alternativen Krebstherapie hat Franziska Feldsieper nun in einem Ratgeber zusammengefasst: Darin finden sich Grundsätze der alternativen Krebsbehandlung, wichtige Ratschläge, Hinweise und Erfahrungen sowie Links zu Therapeuten und Lieferanten von Futterergänzungen oder auch Rohfleisch. Natürlich finden sich auch viele hilfreiche Tipps zur Krebsvorbeugung. Das E-Book Mein Hund hat Krebs – was kann ich tun?* kann zum Preis von 8,95 Euro bei Amazon oder als PDF (ausdruckbar, gegen Vorkasse) direkt bei der Autorin per E-Mail an info@menschmithund.de bezogen werden.

Übrigens: Auch Franziska Feldsiepers Buch Sind das alles Ihre?! (Rezension auf Isarhunde.de) ist zwischenzeitlich als E-Book (Amazon, 8.95 Euro)* erschienen!

Auf die folgenden Termine dürfen sich Münchner Hundefreunde in dieser Woche freuen:

Workshops: 
Das modulare Förderprogramm

Das modulare Förderprogramm

[ 0 ] 4. Januar 2012
Mrz
9
18:00

Dieses Programm ist für Kinder konzipiert und wird mit Unterstützung des Hundes in die Praxis umgesetzt. Bereiche wie Sprachförderung, Erhöhung der Bewegungsfreude und Befriedung des sozialen Miteinanders werden beleuchtet und mit praktischen Beispielen untermalt.

In Kooperation mit MitMUT e.V.

Vorbereitung auf den Besuch

Vorbereitung auf den Besuch

[ 0 ] 29. Dezember 2011
Feb
17
18:00

Was ist vor den ersten Einsatz zu tun? Welche Voraussetzungen brauchen der Mensch (Hundebesitzer) und sein Hund? Wie ist der Trainingssatnd des Teams? Welche Hygieneansprüche muss das Tean erfüllen? Welche Möglichkeiten der Interaktion bieten sich in Kinder-, Senioren- und Erwachseneneinrichtungen an?

Therapie- und Besuchshunde: Besuche mit Hund – aber wie?

Therapie- und Besuchshunde: Besuche mit Hund – aber wie?

[ 1 ] 24. Dezember 2011
Jan
13
18:00

Einführung in die Praxis des Hundebesuchsdienstes: Begrüßung, Vorsichtsmaßnahmen, Tipps für die jeweiligen Einsatzbereiche, Verabschiedung, Nachbearbeitung des Einsatzes, Entlastung des Teams, etc.

In Kooperation mit MitMUT e.V.

Therapiehunde – Ausbildung und Einsatz

Therapiehunde – Ausbildung und Einsatz

[ 0 ] 14. November 2011
Feb
4
19:00

Abendvortrag rund um die Ausbildung und den Einsatz von Therapiehunden.

Tipps und Termine KW 39: Hundeweisheiten

Tipps und Termine KW 39: Hundeweisheiten

[ 0 ] 26. September 2011

In seinem von uns gerne gelesenes Blog namens Klartext Hund sucht der Autor und Hundepsychologe Thomas Riepe „neue Sprüche für das Land”: Vielleicht gehen euch ja auch die ewig gleichen ‚Weisheiten’ auf die Nerven, mit denen man als Hundehalter konfrontiert wird? Oder euch ist schon aufgefallen, dass die Standardsprüche auf eurer Hundewiese eher Stammtischniveau als einen fundierten Hintergrund haben?

Thomas Riepe will mit seiner Aktion das Bewusstsein für die Macht der Sprache auch im Zuammenleben mit Hunden schärfen. Er schreibt:

Es gibt also zum größten Teil Sprüche rund um die Hundeerziehung, die unsinnig, unwissenschaftlich und unfreundlich für den Hund sind. Trotzdem sind diese immer noch in den Köpfen verankert.

Um das zu ändern, ruft er euch zur Mithilfe auf und sucht Sprüche, die „besser” sind als die vielen Platitüden, die im Umlauf sind. Und natürlich könnt ihr dabei auch wieder etwas gewinnen: ein literarisches Überraschungspaket im Wert von ca. 50 Euro. Reinschauen lohnt sich, denn es sind schon einige Vorschläge in den Kommentaren, die zum Nach- und Umdenken anregen!

Wer möchte, kann die Sprüche ja einfach schon mal bei den Terminen aus Münchnen testen :)!

Workshops:

Seminare und Vorträge:
Ausflüge und Spaziergänge:
Tipps und Termine KW 38: Die Sache mit den Tretminen

Tipps und Termine KW 38: Die Sache mit den Tretminen

[ 0 ] 19. September 2011

Eines der Hauptargumente gegen Hunde im Allgemeinen und Stadthunde im Besonderen sind ihre Hinterlassenschaften: Natürlich tritt niemand gerne in die berüchtigten Tretminen und immer wieder sorgen Hundehalter, die die Haufen ihrer Vierbeiner nicht entsorgen, für Unmut in der hundelosen, aber auch der restlichen hundehaltenden Bevölkerung für Unmut.

Doch es gibt eine Reihe von Ideen, wie man die Lage und damit die Sauberkeit von Straßen und Wiesen verbessern kann. An erster Stelle sind natürlich die Kotbeutelspender zu nennen sowie Mülleimer zur Entsorgung der gefüllten Beutelchen. Wie aber motiviert man nun die Menschen, diese auch zu nutzen? Na, zum Beispiel mit einem Lied:

Oder indem man schon die ganz Kleinen spielerisch an den korrekten Umgang mit dem Thema heranführt:

Einen anderen Ansatz verfolgt ein neues Konzept aus den USA: “Poopons” will Hundebesitzer für die ordnungsgemäße Entsorgung des Hundekots mit Rabattgutscheinen von Geschäften aus der Nachbarschaft belohnen:

Positive Verstärkung ist ja bekanntlich dem Lerneffekt förderlich: Belohnungen für korrektes Verhalten bei der Hundehaufenentsorgung könnte also durchaus die Waffe der Wahl im Kampf gegen die Tretminen sein. Oder fährt man doch besser mit (der Androhung von) Strafen? Was meint ihr? Wir freuen uns über eure Kommentare hier oder auf Facebook!

Übrigens: Dass sich die Hundehinterlassenschaften auch sinnvoll nutzen lassen, will das Park Spark Project unter Beweis stellen. Die in biologisch abbaubaren Kotbeuteln gesammelten Haufen werden in ein “Hundehaufenkraftwerk” geworfen, das aus dem freigesetzten Methan Energie gewinnt.

Hier kommen wieder die Termine dieser Woche für Münchner Hundehalter – auf dass euer Weg dorthin tretminenfrei ist :)!

Workshops:

Tipps und Termine KW 37:  Goldener Fressnapf

Tipps und Termine KW 37: Goldener Fressnapf

[ 0 ] 12. September 2011

Wie schon 2009 und 2010 fragt Fressnapf auch dieses Jahr wieder, welche deutsche Großstadt in Sachen Hundefreundlichkeit die Nase vorn hat: Dafür nimmt Fressnapf die Hundehaltungsbedingungen von 40 Großstädten ab 200.000 Einwohner unter die Lupe. Auch ihr könnt noch bis zum 30. September eure Stadt bewerten, das Ergebnis mitbestimmen und dabei sogar noch etwas gewinnen!

Im letzten Jahr ging der Goldene Fressnapf  – zu Recht, wie wir finden ;-) – an München! Ob unsere „Weltstadt mit Herz” (für Hunde) auch dieses Mal wieder vorne liegt, erfahren wir im November.

Und auf die folgenden Termine dürfen sich Hundefreunde aus München in dieser Woche freuen:

Workshops:

Foto: Oliver Haja  / pixelio.de

Hundgestützt Teil 3: Voraussetzungen für die tiergestütze Arbeit

[ 1 ] 8. September 2011

So unterschiedlich die Einsatzfelder von Hunden in der tiergestützten Arbeit, so verschieden sind auch die sechsbeinigen Teams, die sich darin einbringen: Ob groß oder klein, alt oder jung, Rassehund oder Mischling – viele Hunde sind geeignet für den Einsatz insbesondere als Besuchshund. Dennoch gibt es einige Anforderungen an den Hund und Überlegungen, die der Halter vorher bedenken sollte.

Foto: Sandra Melicchio / pixelio.de

Die Besuchshundetätigkeit ist das Haupteinsatzfeld in der tiergestützten Arbeit: Sie wird in der Regel im Rahmen eines Ehrenamts ausgeführt. Als Hundehalter solltet ihr euch also bewusst sein, dass diese Form des sozialen Engagements wie jedes Ehrenamt unbezahlt ist und einigen Zeitaufwand mit sich bringt.

Da die Einsätze als Besuchshund immer im Team mit dem Hundehalter stattfinden, solltet ihr euch auch überlegen, ob euch persönlich der soziale Kontakt etwa mit kranken, alten oder behinderten Menschen liegt bzw. ob ihr schon Ideen habt, in welchem Bereich ihr gerne eingesetzt werden möchtet.

Euer Hund muss zwar keine Rassen- oder bestimmte Altersvorgaben erfüllen, sollte aber dennoch einige Voraussetzungen mitbringen:

  • Kontaktfreudigkeit und Menschenbezogenheit: Idealerweise zeigt der Hund von sich aus Interesse an Menschen und hat sichtbar Freude am körperlichen Kontakt – Schmuser können bei Einsätzen voll auf ihre Kosten kommen, während „fremdelnde” Vierbeiner mit ihrer Aufgabe wohl nicht glücklich würden.
  • Wesensfestigkeit und „Nervenstärke”: Der Hund sollte möglichst eine Grundgelassenheit haben und sich nicht leicht aus der Ruhe bringen lassen, selbstverständlich darf er nicht aggressiv sein; da sich bestimmte Charakterzüge beim Hund erst mit der Zeit festigen, sind Einsätze in der Regel erst ab 1 Jahr zu empfehlen, sodass die Reaktionen des Hundes im Einsatz einigermaßen zuverlässig einschätzbar sind.
  • gute Sozialisation: Wenn euer Hund als Welpe und Junghund viele positive Erfahrungen mit unterschiedlichsten Umweltreizen sowie Menschen aller Altersklassen gemacht hat, ist er gut gerüstet, auch mit unbekannten Situationen, Geräuschen und Verhaltensweisen souverän umzugehen – natürlich ist es keine zwingende Voraussetzung, dass nur Hunde, die von Welpenbeinen an zu ihrer Aufgabe hingeführt werden, dieser auch gerecht werden können, aber es erleichtert den Start in die gemeinsame Besuchsarbeit.
  • guter Grundgehorsam: Euer Hund muss kein Trick-Star sein, aber er sollte sich absetzen und ablegen lassen und „stillhalten” können.
  • Gesundheit: Durch den engen Kontakt mit fremden, teils kranken Menschen, muss besonders auf den Gesundheitszustand des Hundes geachtet werden – regelmäßige Entwurmung und Impfungen sind hier Pflicht! Natürlich solltet ihr außerdem immer auf die Gesamtfitness eures Hundes, insbesondere auch auf den Bewegungsapparat achten.
  • Versicherung: In der Regel müsst ihr für euren Hund eine Haftpflichtversicherung abschließen, um mit ihm auf Besuche gehen zu können; je nach Organisation können Besuche auch über den Veranstalter versichert sein – klärt mit eurer Versicherung und dem Veranstalter, wie im Zweifelsfall die Haftungslage ist und ob Schäden im Rahmen des Besuchsdienst abgedeckt werden.

Foto: Sandra Melicchio / pixelio.de

Am allerwichtigsten ist aber euer Teamplay: Es liegt in eurer Verantwortung, euren Hund lesen zu können. So solltet ihr zum Beispiel beurteilen können, welche Einsatzbereiche für euren Hund passend und machbar sind (zum Beispiel Besuche von Gruppen oder Einzelpersonen, Besuche von Kindern oder alten Menschen). Ebenso ist es unerlässlich, dass ihr während eines Einsatzes einschätzen könnt, wann es eurem Hund zu viel wird oder er eine Pause braucht. Sinnvoll sind außerdem Kenntnisse in Erster Hilfe für Hund und Mensch.

Wenn ihr mit dem Gedanken spielt, mit eurem Hund im Bereich der tiergestützen Arbeit aktiv zu werden, solltet ihr auch einmal bei erfahrenen Teams „reinschnuppern”, um die Abläufe und Anforderungen kennenzulernen.

Um den Hund unvoreingenommen auf seine Eignung einschätzen zu können, ist es empfehlenswert, eine dritte Person als Beobachter zur Beurteilung hinzuzuziehen. In der Regel erfolgt eine solche Beurteilung automatisch auch im Rahmen eines Eignungstests vor der eigentlichen Ausbildung oder Schulung  als Besuchshunde-Team von Seiten der Vereine und Institutionen, die Besuchsdienste organisieren.

Zu Hundgestützt Teil 1: Hunde in der sozialen, pädagogischen, therapeutischen und medizinischen Arbeit

Zu Hundgestützt Teil 2: Eine Frage der Begrifflichkeit

In den kommenden Folgen stellen wir euch einzelne Initiativen im Bereich der tiergestützten Arbeit mit dem Hund in München vor

Foto: Oliver Haja  / pixelio.de

Hundgestützt Teil 2: Eine Frage der Begrifflichkeit

[ 2 ] 6. September 2011

Tiergestützte Intervention

Alle Formen der sozialen, pädagogischen, therapeutischen und medizinischen Arbeit mit Hunden oder anderen Tieren lassen sich unter dem Begriff der Tiergestützten Interaktion zusammenfassen: Dabei befindet sich ein Tier entweder aktiv oder passiv in einem direkten Personenkontakt und löst dort Impulse aus, die im therapeutischen oder pädagogischen Sinne gewünscht und zielführend sind.

Der Bereich der Tiergestützten Intervention lässt sich in drei Hauptbereiche gliedern. In der Praxis sind die Übergänge häufig jedoch fließend.

Tiergestützte Aktivität / Tiergestützte Förderung / Tiergestützte Interaktion / Besuchshund

Ehrenamtliche Helfer besuchen mit ihren Tieren – hauptsächlich Hunden – Seniorenheime, Kliniken, Kinderheime, Behindertenheime, Hospize, Betreute Wohneinrichtungen, Schulen, Kindergärten, Justizvollzugsanstalten und Einzelpersonen mit einer körperlichen oder seelischen Beeinträchtigung. Sie bringen Freude und Abwechslung, Gesprächsstoff, Emotionen, Gefühle und Erinnerungen in den oft trüben Alltag. Hier liegt aber kein konkreter Behandlungsplan zugrunde.

Tiergestützte Pädagogik / Tiergestützte Erziehung / Schul- und Klassenhunde

In vielen Schulen, vor allem in sonderpädagogischen Förderschulen, gibt es inzwischen „Schulhunde“, die voll in das Unterrichtskonzept mit einbezogen sind. Der Hund im Unterricht wirkt ausgleichend, fördert die soziale Interaktion und die Impulskontrolle der Kinder und bereichert den Unterricht auf erstaunliche Weise. Die positiven ausgleichenden, konzentrationsfördernden sowie motivationssteigernden Wirkungen sind signifikant.

Daneben gibt es unzählige Einzelinitiativen und -konzepte quer durch Deutschland, bei denen Hunde in Kindergärten und Schulen im Rahmen von Besuchen mit ihren Haltern in einem kurzzeitigen Programm in den Unterricht kommen. Hier sollen Kinder vor allem den Umgang mit Hunden lernen, Angst verlieren und Hundeverhalten verstehen, um so Beißvorfällen besser vorbeugen zu können.

Tiergestützte Therapie / Therapiebegleithunde / Therapiehunde

Bei der tiergestützen Therapie ist das Tier ein integraler Teil des Behandlungsprozesses: Es liegt also zuallererst eine klinische Indikation beim Patienten vor. Um diese therapeutisch behandeln zu können, muss der Hundehalter eine entsprechende medizinisch-therapeutische Qualifizierung mitbringen. Der Hund ersetzt nicht den Therapeuten, sondern übernimmt eine unterstützende und mittelnde Funktion innerhalb der Behandlung.

Die Einsatzmöglichkeiten der tiergestützten Therapie sind vielfältig. So kommen tiergestützte Therapiemaßnahmen etwa in der Ergo- und Physiotherapie, Logopädie, Neurologie oder Psychiatrie zum Beispiel

  • bei Herzinfarktpatienten
  • bei Schlaganfallpatienten
  • bei Patienten mit Sprach- und Bewegungsstörungen
  • bei Alzheimerpatienten
  • bei körperlich und /oder geistig behinderten Kindern
  • bei verhaltensauffälligen Kindern
  • bei Patienten mit Depressionen
  • bei Patienten mit chronischen Schmerzzuständen
  • bei der Rehabilitation nach Unfällen
  • bei drogenabhängigen Patienten

zum Einsatz.

Zu den Zielen und nachweisbaren Effekten der tiergestützten Therapie gehören:

  • Reduktion des Medikamentenbedarfs der Patienten
  • Senken von Blutdruck und Pulsfrequenz
  • allgemein beruhigende Wirkung
  • Verbesserung der kognitiven und motorischen Fähigkeiten der Patienten
  • Minderung von Sprachstörungen
  • Besserung von depressiven Verstimmungen
  • allgemeine Aktivierung und Anhebung des Motivationszustandes
  • Förderung der Kommunikation
  • Verbesserung der sozialen Kontakte der Patienten untereinander und zum Pflegepersonal
  • Steigerung der Reaktionsfähigkeit und der Lernfähigkeit von Behinderten

Assistenzhunde / Behindertenbegleithunde / Servicehunde

Die Arbeit der Servicehunde gehört streng genommen nicht in den Bereich der tiergestützten Intervention, soll aber hier der Vollständigkeit halber kurz erläutert werden: Servicehunde leisten Dienste für behinderte Menschen, etwa als Blindenführhund. Zu ihnen zählt auch der Behindertenbegleithund, der darauf spezialisiert ist, Menschen mit körperlichen Behinderungen, etwa Rollstuhlfahrern, Bewegungen und Handgriffe, die sie nicht alleine ausführen können, abzunehmen. Es arbeitet also immer ein Hund mit einem Menschen zusammen und entlastet diesen in Alltagssituationen. Die Ausbildung des Hundes wird dabei konkret auf die Bedürfnisse des zukünftigen Besitzers ausgerichtet.

 

Zu Hundgestützt Teil 1: Hunde in der sozialen, pädagogischen, therapeutischen und medizinischen Arbeit

Zu Hundgestützt Teil 3: Voraussetzungen für die tiergestütze Arbeit

Foto: Oliver Haja  / pixelio.de

Hundgestützt: Hunde in der sozialen, pädagogischen, therapeutischen und medizinischen Arbeit

[ 1 ] 5. September 2011

Dass Tiere und insbesondere Hunde außergewöhnlich gute Kommunikatoren sind, dürfte den meisten Hundehaltern klar sein: Die Direktheit ihrer Interaktion mit dem Menschen, ihre Menschenbezogenheit, ihre Unvoreingenommenheit, ihre Anpassungsfähigkeit und nicht zuletzt ihre Lernfähigkeit machen sie zu idealen „Brückenbauern”. Und nicht nur das: Sie verbessern auch nachweislich unser Wohlbefinden! So steigt der Spiegel des „Wohlfühl-Hormons“ Oxytocin im Blut bereits durch längeren Blickkontakt zum Hund und umso mehr durch ausgiebige Streicheleinheiten, die gleichzeitig den Stresshormonspiegel und den Blutdruck senken.

Diese Eigenschaften und Fähigkeiten werden auch zunehmend gezielt in der sozialen, pädagogischen, therapeutischen und medizinischen Arbeit eingesetzt, um Menschen zu helfen.

Foto: Oliver Haja / pixelio.de

Studien belegen die positiven Effekte, die tiergestützte Arbeit auf die Gesundheit des Menschen hat. So wiesen etwa Andrea Beetz und Henri Julius, Psychologen der Universität Rostock, gemeinsam mit Kurt Kotrschal, Biologe an der Universität Wien, in einer Untersuchung den positiven Einfluss von Hunden auf Kinder anhand der Konzentration des Stresshormons Kortisol nach.

Auch in den Medien liest, sieht und hört man immer häufiger von Therapie-, Schul-, Besuchshunden & Co. Und das Interesse der Hundehalter an sozialem Engagement mit ihrem vierbeinigen Begleiter steigt: Doch was ist eigentlich ein Therapiehund? Was genau macht ein Besuchshund? Was muss ein Schulhund alles können? Und wie kann ich mich mit meinem Hund sozial engagieren?

In den kommenden Wochen stellen wir euch verschiedene Organisationen und Initiativen im Bereich der tiergestützen Arbeit in München und Umgebung vor. Als Auftakt möchten wir euch einen Einblick in die Hintergründe, Formen und Möglichkeiten tiergestützter Arbeit geben.

Entwicklung der tiergestützten Arbeit

Berichte, dass Tiere für therapeutische Zwecke eingesetzt wurden, gibt es bereits aus dem achten Jahrhundert. Auch Quellen aus dem 18. und 19. Jahrhundert zeugen von Versuchen einer tiergestützten Therapie im psychiatrischen Bereich.

Foto: steve prinz / pixelio.de

Tiergestützte Therapie und tiergestützte Pädagogik wurde ab den 1960er Jahren zunächst in den angelsächsichen Ländern erprobt, erforscht und angewandt. Vorreiter war der Kinderpsychotherapeut Boris M. Levinson, der Anfang der 1960er über seine ersten positiven Erfahrungen mit Tieren als Co-Therapeuten berichtete: Ein Zufall führte zum Zusammentreffen seines Hundes Jingles mit einem seiner Patienten, ein Junge, der Menschen gegenüber sehr verschlossen war. Jingles hingegen gelang es, wie ein sozialer Katalysator auf den Jungen einzuwirken und ihn zum Reden zu bringen – ein Durchbruch für die weitere therapeutische Arbeit mit ihm.

Zu Bekanntheit verhalf der tiergestützten Therapie die Delta Society,  die 1977 in den USA gegründet wurde. Sie beschäftigte sich mit der Erforschung und therapeutischen Nutzung der Mensch-Tier-Beziehung. Vor allem die Delphin-Therapie, deren Anfänge bis in die 1970er Jahre zurückreicht, ist vielen Leuten ein Begriff: Sie war die erste Form einer tiergestützten Therapie, die großes Aufsehen erregte, als von den enormen Erfolgen in der Arbeit mit behinderten Kindern berichtet wurde.

Der Verein „Tiere helfen Menschen e. V.“ war der erste, der in Deutschland tiergestützte Aktivitäten anbot und in größerem Umfang organisierte. Er wurde 1987 von der Schweizer Tierärztin Dr. Brigitte von Rechenberg in Würzburg gegründet und baute unter seinem Vorsitzenden Graham Ford ein bundesweites Netzwerk aus. Mittlerweile besuchen mehr als 1.000 Mitglieder in über 70 Regionalgruppen in ganz Deutschland  mit ihren Hunden regelmäßig Heime und andere Einrichtungen.

Nur wenig später gründete 1988 PD Dr. Christian Große-Siestrup von der Charité in Berlin den Verein „Leben mit Tieren e. V.“, der ebenfalls auf gemeinnütziger Basis die Begegnung von Mensch und Tier in Kindergärten, Kinderheimen und Schulen organisiert. Seit 1994 bietet der Verein einen regelmäßigen Besuchsdienst mit Hunden für Senioren- und Pflegeheime oder Krankenhäuser, seit 2002 auch in verschiedenen Kindereinrichtungen. Über „Leben mit Tieren e. V.“ besuchen heute ca. 60 ehrenamtliche Helfer regelmäßig Einrichtungen in Berlin und Umgebung.

Mittlerweile gibt es in Deutschland viele Vereine, die vor allem im Bereich Besuchshunde aktiv sind. Auch findet bei immer mehr Heimen ein Umdenken bezüglich der Möglichkeit zur Haltung eigener Tiere oder von „Stationstieren“ statt: Die positiven Einflüsse der Tiere werden dabei immer sorgfältig gegen mögliche hygienische Vorbehalte abgewägt. Ebenso steigt die Zahl der Pädagogen, die ihre Haustiere zur Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mitbringen und unterstützend einsetzen. Und nicht zuletzt besuchen viele Menschen mit ihrem Hund ganz einfach privat hilfsbedürftige Menschen und schenken ihnen damit ein Stück Lebensfreude.

Zu Hundgestützt Teil 2: Eine Frage der Begrifflichkeit

Zu Hundgestützt Teil 3: Voraussetzungen für die tiergestütze Arbeit

Hunde als therapeutische Begleiter

Hunde als therapeutische Begleiter

[ 3 ] 25. August 2011
Sep ’11
24
10:00

In diesem Workshop wird dargestellt, wie Hunde auf Menschen wirken und welche Einsatzmöglichkeiten sich vor allem in Einrichtungen der Gesundheit, Altenheimen, Schulen und Kindergärten ergeben könnten. Es soll den Menschen die „natürliche“ Kommunikation miteinander mit Hilfe der Hunde vermittelt werden. Neben den theoretischen Grundlagen werden Beispiele zu Einsatzmöglichkeiten in praktischen Übungen mit Hunden der Referenten gezeigt. Ziel der „tiergestützten Intervention“ ist es unter anderem, nachhaltig die sogenannte „emotionale Intelligenz“ zu fördern, das heißt, Menschen besser in die Lage zu versetzen, Gefühle ihrer Mitmenschen zu erkennen und adäquat darauf einzugehen. So besteht die Möglichkeit, Konflikte zu entschärfen und Ängste zu überwinden. Ein weiteres Ziel der Veranstaltung ist es, den Menschen die Natur wieder näher zu bringen. Dazu findet ein Spaziergang mit den Hunden in einem nahe gelegenen Park statt, wo Verhaltensweisen der Hunde erörtert und diskutiert werden. Dieser Tag soll auch dazu beitragen, dass durch das Näherbringen der Natur unsere eigentlichen Werte wieder besser wahrgenommen werden.

Zielgruppe:

Menschen, die sich vorstellen können, dass man Haustiere (Hunde) in Gesundheitseinrichtungen, Altenheimen, Behinderteneinrichtungen, Schulen und Kindergärten einsetzt („Tiergestützte Intervention“)

Das modulare Förderprogramm

Das modulare Förderprogramm

[ 0 ] 15. Juli 2011
Sep ’11
16
18:00

Dieses Programm ist für Kinder konzipiert und wird mit Unterstützung des Hundes in die Praxis umgesetzt. Bereiche wie Sprachförderung, Erhöhung der Bewegungsfreude und Befriedung des sozialen Miteinanders werden beleuchtet und mit praktischen Beispielen untermalt.

In Kooperation mit MitMUT e.V.

Therapiehunde-Team-Ausbildung

Therapiehunde-Team-Ausbildung

[ 0 ] 6. Juni 2011

Informationsabend mit Einführungsvortrag rund um das Thema Tiergestützte Intervention und weiteren Informationen über die Therapiehund-Team-Ausbildung.

Therapie- und Besuchshunde: Besuche mit Hund – aber wie?

Therapie- und Besuchshunde: Besuche mit Hund – aber wie?

[ 0 ] 22. April 2011
Mai ’11
27
18:00

Einführung in die Praxis des Hundebesuchsdienstes: Begrüßung, Vorsichtsmaßnahmen, Tipps für die jeweiligen Einsatzbereiche, Verabschiedung, Nachbearbeitung des Einsatzes, Entlastung des Teams, etc.

In Kooperation mit MitMUT e.V.

Rahmenbedingungen professioneller tiergestützter Interaktion

Rahmenbedingungen professioneller tiergestützter Interaktion

[ 0 ] 18. Januar 2011
Feb ’11
18
10:00
Feb ’11
19
10:00
Feb ’11
20
10:00

Inhalte

  • Einblick in die systemische Arbeit mit Mensch & Tier
  • Formen der Disziplinen der natur- / tiergestützten Arbeit
  • Vorstellung von Projekten der tiergestützten Interaktion
  • Wirkfaktoren und Grenzen der tiergestützten Interaktion
  • Einsatzbereiche: Kinder, Erwachsene, behinderte Menschen, Senioren, Führungskräfte, etc.
  • Allgemeine Arbeits- & Organisations-Bereiche (z.B. Management)
  • Unterschiedliche Disziplinen aus Bildungs-, Sozial- und Gesundheitswesen und ihre Möglichkeiten durch die tiergestützte Interaktion
  • Hygienebestimmungen, normative Grundlagen, Qualitätsmanagement,
  • Kompetenz-, Lösungs- & Ressourcenorientiertes Arbeiten
  • Risikobewertung, Überzeugungsarbeit gegenüber Außenstehenden / Einrichtungen
  • Existenzgründung, Finanzielles, Kostenrechnung (Finanzierungsbeispiele)
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