Schönes Hundeleben: Gefiedert

Sich mal mit fremden Federn schmücken? Warum nicht, wenn sie so prachtvoll geraten sind wie bei einem stolzen Pfau! Das hübsche Halsband von Zee.Dog (finde ich ja generell ganz schick, die Sachen von denen), das es derzeit in einer limitierten Edition gibt, hat mich zu dieser kleinen Zusammenstellung inspiriert 🙂

Schönes Hundeleben: Gefiedert


Unboxed: Mika-Portraits

Mika, gezeichnet von Lorna Scobie

Was war ich gestern gespannt, als ich das hier in (oder glücklicherweise: auf – da hatte der Postbote tatsächlich mitgedacht) meinem Briefkasten fand:

Royal Mail - der Umschlag
Royal Mail – der Umschlag

Post aus England? Das konnte nur bedeuten: Die Bilder sind da!

Und so sehen sie aus:

Mika, gezeichnet von Lorna Scobie
Mika, gezeichnet von Lorna Scobie

Wie ihr seht, sind es zwei Bilder geworden, ein Ganzkörper-Portrait in einem etwas größeren Papierformat (Din A4) und ein kleineres Kopf-Portrait (Din A5).

Mika, gezeichnet von Lorna Scobie
Mika, gezeichnet von Lorna Scobie
Mika, gezeichnet von Lorna Scobie
Mika, gezeichnet von Lorna Scobie

Die Zeichnungen sind auf schönem strukturierten Papier und sehen in echt noch viel bezaubernder aus als auf den Fotos. Hier noch ein paar Impressionen:

Jetzt muss ich nur noch schleunigst Rahmen besorgen 🙂 !

Vielen Dank an Lorna für die wunderbaren Bilder!

Ein Hund ist ein Hund ist ein… Mensch?

vermenschlichen
ver¦mensch¦li¦chen [V.1, hat vermenschlicht; mit Akk.] mit menschlichen Eigenschaften, menschlicher Denkweise ausstatten, menschlich machen, dem Menschen angleichen; Tiere in einer Erzählung (zu sehr) v.
(Enzyklo.de via Spiegel Wissen)

Die Angst vor der Vermenschlichung von Tieren dürfte (gleich nach der Religion) der Hauptgrund gewesen sein, dass ihnen so lange Individualität, Intelligenz und Emotionen abgesprochen wurden: Auch die Wissenschaft hat sich hier lange schwer getan. Versuche wurden möglichst objektiv(ierend) angeordnet, unter klinischen Bedingungen, sodass die Messwerte für sich stehen und bloß kein Hineininterpretieren seitens des Versuchsleiters möglich sein kann. Zum Glück wissen wir heute nicht zuletzt durch die ethologische (Feld-)Forschung und die Erkenntnisse der Neurowissenschaft mehr und können in Bezug auf unsere Hunde sagen, was wir als Hundehalter natürlich schon immer wussten: Hunde sind vergleichbar intelligent wie Kleinkinder, haben individuelle Persönlichkeiten, einen Sinn für Gerechtigkeit, sind fühlende und nicht zuletzt mit-fühlende Lebewesen.

Mensch, Hund!
Mensch, Hund!

Das böse V-Wort dürften viele Hundehalter schon einmal gehört haben – selbstverständlich als Vorwurf, ab und an vielleicht auch mit einem Augenzwinkern. Gemeint ist häufig mehr der Umgang mit dem Hund, das Verwöhnen, das hin und wieder nicht-mehr-artgerechte Ausmaße annimmt, als das Zusprechen von „menschlichen Eigenschaften“ (die ja, wie die Forschung zeigt, schlichtweg doch nicht so rein-menschlich sind). Manchmal werden einem auch die Gefühle, die man seinem Hund entgegenbringt, zum Vorwurf gemacht, die Sorgen, die man sich macht, vielleicht auch die Trauer, die man empfindet, wenn . Natürlich gehen Hundehalter gerne noch einen Schritt weiter – kein Wunder, denn zum einen leben wir sehr eng mit unserem ‚Haustier‘ zusammen, zum anderen ist es für uns so wichtig, dessen Persönlichkeit gut einschätzen und Verhalten lesen zu können, um im täglichen Miteinander in der ‚Außenwelt‘ gut zurechtzukommen.

So richtig auf die Spitze getrieben hat es Mara vom Blog Portraits von Mensch und Tier: Aus einem Gedankenspiel wurde das „Projekt Vermenschlichung“, in dem sie Hunde als Menschen zeichnet, basierend auf der Beschreibung des Charakters durch die zweibeinigen Begleiter. Ich finde das Projekt ganz bezaubernd, denn es spielt mit dem Klischee des vermenschlichenden Hundehalters, der nicht sieht, dass sein Hund keine Puppe ist, es ist ein spannendes Experiment, wie die Charakterbeschreibung künstlerisch umgesetzt wird und schließlich fordert es dazu auf, sich mal auf eine andere Art und Weise mit der Persönlichkeit des eigenen Hundes zu beschäftigen.

Und die Frage lässt mich nicht mehr los: Wie wäre Mika als Mensch? Eine wirklich schwierige Frage, denn wo ich meinem Hund einen facettenreichen Charakter zugestehe, fällt es mir schwer, diese unter einen menschlichen Hut zu bringen und ein Bild vor meinem inneren Auge entstehen zu lassen… Einen Versuch habe ich dennoch gewagt!

Mensch, Mika!

Wo fängt man an? Vielleicht mit dem Dauer-Witz: Mein Hund ist Engländer! Und das nicht nur, weil er für die Einführung des Linksverkehrs wäre und sein Steak nur „raw“ isst, sondern auch weil er so wunderbar blasiert schauen kann. Und wenn er so mit hochgezogener Augenbraue auf das Geschehen um ihn herum blickt, sagen die einen, dass sicher altes adliges Blut in seinen Adern fließt, die anderen, dass er ein ganz schöner Snob ist. In Wahrheit überspielt Mika auf diese Weise gerne einfach mal seine Unsicherheit und Schüchternheit.

Wenn er aber einmal auftaut, blitzt auch schon mal der Schalk in seinen bernsteinfarbenen Augen und durch seine gediegene Fassade hindurch. Dann unterhält er seine Freunde gerne mal mit geistreichen Bonmots – und seiner leichten Ungeschicklichkeit, die ihm natürlich furchtbar peinlich ist. Für seine echten Freunde würde er übrigens jederzeit durchs Feuer gehen, auch wenn er ansonsten nicht unbedingt berühmt für seinen Mut ist.

Mika: Stiff upper lip oder doch einfach nur ein bisschen schüchtern?
Mika: Stiff upper lip oder doch einfach nur ein bisschen schüchtern?

Mika hat ein großes Ziel in seinem Leben: den Hunger auf der Welt zu besiegen! Dafür tüftelt er stunden- und tagelang in seinem Labor an seltsamen Apparaturen und vergisst dabei alles um sich herum. Dass er, um sein Ziel zu erreichen, auch vor kleineren Gaunereien nicht zurückschreckt (hey, der silberne Löffel würde doch ganz perfekt als Hebel an der Nutromagico3000 funktionieren und außerdem ist er sozusagen ganz von alleine vom Tisch in die Tasche gefallen…), liegt natürlich in seiner Geschichte begründet: Seine Familie gehörte nämlich zum verarmten Adel und er verbrachte einen Teil seiner Kindheit im Heim – wo er auch mit der ein oder anderen zwielichtigen Gestalt in Kontakt kam. Dort hat er außerdem eine Zähigkeit und Widerstandsfähigkeit erworben, die man ihm auf den ersten Blick gar nicht zutrauen würde (schon gar nicht, wenn er sich mal wieder vor seinem eigenen Schatten erschrickt).

Da Mika ja immer die Ergebnisse seiner Forschungsarbeiten ausprobieren muss und auch kein Jungspund mehr ist, gehört er nicht unbedingt zu den Schlanksten und Durchtrainiertesten. Richtig dick ist er nicht, aber ein kleines Bäuchlein kann er nicht mehr ganz verbergen. Seine Haare trägt er ein wenig länger, sie sind dicht und ganz leicht gewellt, dunkel und vielleicht schon mit den ersten grauen Strähnchen durchzogen, ein bisschen so wie Hugh Grant. Er trägt natürlich klassisch englische Kleidung, Tweed, aber alles schon etwas abgenutzt.

Mika wirft mal einen Blick auf seine Ländereien: Ist da hinten etwa ein Eindringling?
Mika wirft mal einen Blick auf seine Ländereien: Ist da hinten etwa ein Eindringling?

Wenn Mika gerade nicht mit seiner Tüftelei beschäftigt ist, sitzt er auch gerne auf dem Hochsitz oder auf einer schönen Bank am Hügel und blickt auf seine Ländereien. So gerne er das tut, so viel Wert legt er dabei aber auch auf Ungestörtheit: Wenn jemand unangemeldet über seinen Grund und Boden läuft, fängt er sich sicher erst mal einen Rüffel ein („Diese rücksichtslosen Städter, immer trampeln sie mir auf meinen Wiesen rum…“) – eigentlich die einzige Gelegenheit, wo er mal schlechte Laune zeigt. Wenn der unbescholtene Wanderer dann aber freundlich grüßt und zügig aus dem Blickfeld verschwindet, ist Mika auch schon wieder besänftigt.

Und euer Möter*?

Mich würde ja brennend interessieren, was Mika zu seiner Charakterisierung sagen würde. Und ob Menschen, die ihn kennen, ihn ähnlich sehen oder doch ganz anders?

Und wie ist es bei euren Hunden? Fällt euch eine menschliche Geschichte zu ihnen ein? Vielleicht habt ihr ja auch Lust, mal eine kleine fiktive Biographie für sie zu schreiben? Ich würde mich freuen!


* Möter, der: Halb Mensch, halb Köter. Ist sein eigener bester Freund.

Aufgestöbert: Tier-Porträts von Lorna Scobie

Aufgestöbert: Tier-Porträts von Lorna Scobie

Illustration und Hunde – das ist ein Riiiieeeesen-Feld unterschiedlichster Stile, Materialien und natürlich: Qualität. Da kann es ganz schön schwierig sein, den passenden Künstler oder die passende Künstlerin zu finden, um den eigenen Hund auf Papier (oder ein anderes Material) zu bannen. Dabei entscheidet natürlich letztlich immer der persönliche Geschmack. Und manchmal, ja, manchmal muss man auch einfach mal spontan zuschlagen. So ging es mir mit Lorna Scobie: Auf der Suche war ich nämlich eigentlich gar nicht, sondern bin zufällig auf Dog Milk über ihre Arbeiten gestolpert – und musste gleich zuschlagen!

Happy National Dogs Day!!!

Ein von Lorna Scobie (@lornascobie) gepostetes Foto am

Lorna Scobie ist eine in London lebende Illustratorin, die schon für diverse sehr namhafte Auftraggeber gearbeitet hat. Ich finde ihre farbenfrohen, meist in Wasserfarben kolorierten Zeichnungen wirklich ganz zauberhaft. Sie haben einen kindlich-fröhlichen Charme und schaffen es, den Charakter der dargestellten Tiere durchblitzen zu lassen.

Dog commission

Ein von Lorna Scobie (@lornascobie) gepostetes Foto am

In Lornas Shop bietet sie derzeit die Möglichkeit, individuelle Tier-Porträts von ihr illustrieren zu lassen. Verschiedene Größenoptionen (A5, A4, A3) stehen zur Auswahl, nach dem Kauf schickt man einfach einige Fotos des Hundes an Lorna und erhält dann bald das Wunsch-Porträt.

Ich bin schon wahnsinnig gespannt darauf, wie die Künstlerin die Foto-Vorlagen von Mika interpretiert und wie das Porträt aussehen wird – ich halte euch auf dem Laufenden!

Scottie Dog

Ein von Lorna Scobie (@lornascobie) gepostetes Foto am

Wären solche eher ‚abstrakte‘ Porträts eures Hunds auch etwas für euch? Habt ihr euren Hund schon einmal gemalt oder malen lassen? Und seid ihr zufrieden mit dem Ergebnis?

Aufgestöbert: Cartoonize My Pet

Euer Hund als Comicheld? Ganz so weit geht Cartoonize My Pet vielleicht nicht, aber zumindest könnt ihr dort ein Cartoon-Abbild eures vierbeinigen Lieblings erstellen! Das geht ganz einfach über einen Online-Generator: Tierart und Rasse auswählen und dann könnt ihr noch feintunen, was zum Beispiel die Zeichnung und Farbe von Fell, Augen und Nasenspiegel angeht.

Dabei entstehen niedliche Porträts, die ihr mit verschiedenen Hintergründen und Accessoires weiter individualisieren und auch in kleiner Auflösung herunterladen oder teilen könnt. Aber das ist noch nicht alles: Mit dem entstandenen Cartoon-Kunstwerk könnt ihr direkt auf der Website verschiedene Produkte bedrucken lassen, von Kühlschrankmagneten über T-Shirts oder Trinkflaschen bis zum Skateboard-Deck ist da wirklich vieles möglich. Der Nachteil: Die Produkte kommen aus den USA, sodass natürlich höhere Versandkosten und ggf. Einfuhrumsatzsteuer / Zollgebühren fällig werden.

Natürlich habe ich auch mal versucht, einen Mika-Avatar zusammenzuklicken. Aber wie das halt so ist, wenn man von einer bunten Mischung begleitet wird: Das passt alles nicht so richtig. Hier mal die Versuche:

Was meint ihr, welches kommt Mika am nächsten? Ich finde, das Australian Cattle Dog-Mashup wäre schon ganz gut, wenn man denn Schlappohren hätte auswählen können… ;-).

Gefunde habe ich Cartoonize My Pet übrigens bei Newspinscher :-).

Aufgestöbert: Kleine Kunstwerke

Ich gestehe: Ich habe ein heimliches Laster. Ich kann mich nämlich stundenlang durch Websites wie Etsy und DaWanda klicken und mich an den vielen tollen selbstgemachten Dingen erfreuen. Ich finde es beeindruckend, was manche Leute mit ihren Händen erschaffen können. Das liegt vielleicht daran, dass ich in dem Bereich eher minderbegabt bin… ;-).

Letztendlich kaufe ich dann doch selten etwas (aber, hey, meine Favoriten- und Wunschlisten wachsen dafür kontinuierlich an), wenn dann eher als Geschenk für andere. In diesem Fall konnte ich aber nicht widerstehen und musste mir selber etwas schenken: eines der individualisierten Hunde-Porträts von Carolyn aka HitherRabbit. Der Clou an ihnen: Es sind Mixed Media-Kunstwerke, die handgemalt und bestickt werden – natürlich jeweils passend zur felligen Vorlage! Das ganze kommt dann in einem runden Stickrahmen und kann so gleich an einem passenden Ehrenplatz an die Wand gehängt werden.


Ein bisschen muss ich mich noch gedulden, bis mein Mika-Porträt bei mir ankommt, immerhin muss es erst einmal angefertigt werden und dann eine laaaaange Reise aus den USA nach München zurücklegen. Ich bin schon schwer gespannt und werde dann sicher auch noch Fotos machen!

Mehr über Carolyn und ihre Kunstwerke erfahrt ihr übrigens auch auf ihrem Blog.