Wandern im Herbst – eine Hassliebe

Der Herbst ist die wohl mit Abstand schönste Jahreszeit zum Wandern. Zugegeben: Ich kann auch, bis auf den Hochsommer, jeder anderen Saison etwas abgewinnen: den unberührten, in der Sonne glitzernden Schneedecken im Winter, dem zarten Grün im Frühjahr und den Sommerblumenwiesen im Sommer. Aber der Herbst mit seinem Farbenspiel, seiner frischen, klaren Luft und seinem goldenen Licht bleibt einfach etwas ganz Besonderes. Noch dazu sind ab Ende September die Kühe meist von den Almen runter, sodass auch die von mir liebevoll „behufte Mörder“ genannten Wiederkäuer einer schönen Bergrunde im wahrsten Sinne des Wortes nicht im Wege stehen.

Der Herbst mit seinem bunten Laub macht jede Umgebung noch viel schöner – wie hier am Hackensee

Wenn nicht … ja, wenn da nicht diese Dinge wären, die Menschen wie mir das Wandern durch die bunten Herbstlandschaften erschweren würden. Da wären zum einen die unzähligen Menschen, die den Herbst ganz genauso wie ich am liebsten draußen in der Natur genießen. Kaum ist stabiles, gutes Wetter angesagt, strömen die Menschen in Scharen in Richtung der schönsten Ausflugsziele, um sich zu bewegen und die schönen Aussichten zu genießen. Manchmal, so hat man den Eindruck, bestehen diese Aussichten dann hauptsächlich aus in funktionale Kleidung gewandeten Zweibeinern, die sich die Wanderwege hinauf- und hinabschlängeln.

Und dann ist da noch dieser Faktor, der das ganze Wanderunterfangen zusätzlich erschwert: es wird auf einmal so früh dunkel! Spätestens nach der Zeitumstellung ist der Tag im gefühlten Nu wieder zu Ende. Ein Graus für Langschläfer wie mich, die gerne erst gegen Mittag am gewählten Wanderort aufschlagen, wenn alle anderen schon längst auf den Hütten angekommen sind und ihre Brotzeit machen, denn ab Mittag sind im Herbst nur noch kurze Runden möglich, bis zur letzten Talfahrt schafft man es womöglich auch nicht mehr rauf zur Seilbahn und überhaupt hat im dümmsten Fall auch schon die für die kulinarische Belohnung nach oder während der Tour ausgewählte Hütte bis zur Ankunft schon den Ausschank geschlossen – oder man wäre noch rechtzeitig, um etwas zu essen, hat aber keine Ruhe dafür, weil man ja vor Einbruch der Dunkelheit auch irgendwie wieder vom Berg herunter muss.

Die spektakulärsten Sonnenuntergänge im Herbst muss man nicht vom Berg aus beobachten – die sieht man auch im Tal (wie hier bei Reit im Winkl)

Für alle, die wie ich lieber einmal mehr den Snooze-Knopf drücken als sich in aller Herrgottsfrühe aus dem Bett zu quälen, aber trotzdem nicht auf schöne Herbstausflüge verzichten wollen, habe ich ein paar Tipps und Gedanken gesammelt:

Urlaub in den Bergen machen

Wer kann, sollte sich am besten für ein paar Tage direkt in der Nähe des favorisierten Wandergebiets einquartieren – so spart man sich die lästige, und oft äußerst zeitraubende Anfahrt und kann sich auf das konzentrieren, was am meisten Spaß macht: das Wandern!

Weiterer Pluspunkt: Wenn man mehrere Tage in einer Region verbringt, wagt man sich eher von den allseits bekannten und beliebten Pfaden weg und lernst so lohnenswerte und weniger überlaufene Routen kennen, die man sich dann auch für Tagesausflüge merken kann.

Im Herbst heißt es auch: auf die Witterung achten! Oft kann man tagsüber noch im T-Shirt laufen, gegen Abend kühlt es jedoch schnell ab, da macht es sich gut, ein Fleece oder ähnliches dabei zu haben.

Langschläferziele auswählen

Kurze Touren müssen nicht langweilig sein. Es gibt ganze Bücher, die mit Inspirationen für Langschläfertouren (http://bruckmann.de/suchergebnis.cfm?quicksearch=langschl%C3%A4fer&x=0&y=0 ) gefüllt sind. Neben der Dauer der Tour sollte man bei der Auswahl auch auf die Anfahrt achten: empfehlenswert sind beispielsweise Ziele, die recht nah bei den Autobahnzubringern liegen, damit man nicht noch ewig über Land fahren muss.

Alles so schön bunt hier: Mika genießt den Herbst weniger wegen der vielen Farben als wegen der angenehmen Temperaturen.

Spontan sein und asynchron fahren

Wer einen Arbeitsgeber hat, der auch mal kurzfristig eingereichte Urlaubstage erlaubt, sollte unbedingt ein Auge auf die Wettervorhersage halten und sich mal einen spontanen Wandertag unter der Woche gönnen. Der große Vorteil neben den vermutlich deutlich leereren Wanderwegen: die Anfahrt dürfte deutlich schneller vonstattengehen, wenn man sich nicht gleichzeitig mit allen anderen Ausflugswilligen über A8, A95 oder A96 quält.

Wundervolle Wolkenformationen, Regen, Sonne und ein bisschen Magie – schon ist er da, der herbstliche Regenbogen (hier über dem Achensee in Tirol)

Es müssen nicht immer die Berge sein

Man muss nicht immer 100+ km fahren und zig Höhenmeter abreißen, um beeindruckende Naturschauspiele zu sehen. Auch in der näheren Umgebung finden sich Touren mit spektakulären Aussichten – sei es im Isartal, rund um Aying oder bei Fürstenfeldbruck, mal mit Blick auf die Alpen, mal ganz mit Blick auf die direkte Umgebung.

Um das Herbstwetter zu genießen, muss man nicht immer weit fahren – auch München und die direkte Umgebung bieten tolle Natur!

Routen mit einfachem Abstieg suchen

Natürlich möchte man möglichst bei Tageslicht wandern. Im Herbst dauert die Dämmerung aber verhältnismäßig lange. Sicherlich keine perfekten Sichtbedingungen für technisch schwierige Abstiege, aber ein Forstweg dürfte in der Dämmerung oder Dunkelheit, eventuell mit Unterstützung einer Stirnlampe, kein größeres Problem sein. Wenn man also gezielt Ausschau hält nach Touren mit leicht zu bewältigendem Abstieg, verlängert sich automatisch die Zeit, die man potenziell für seine Wanderung zu Verfügung hat.

Hinweis: In der Dämmerung und Dunkelheit ist mit deutlich mehr Wildaktivität zu rechnen. Das bedeutet zum einen, dass euer Hund auf den Wegen bleiben bzw. an der Leine geführt werden sollte. Außerdem solltet auch ihr als Zweibeiner Rücksicht nehmen und euch möglichst leise verhalten.

„Der Herbst steht auf der Leiter / und malt die Blätter an“, wusste schon Peter Hacks. Hier bei der Markbachjochkapelle.

Rosinen rauspicken

Seilbahnwandern geht gegen die Bergsteigerehre? Dann bleibt für die höheren Lagen nur: zeitig raus aus den Federn. Wer es mit der Ehre nicht so eng sieht, kann auch einige schöne Panorama-/Höhenwege mit Hilfe von Bergbahnen erwandern. Wichtig ist dabei nur: unbedingt vorher checken, ob die Bahn noch fährt (im November sind beispielsweise viele Bahnen in Revision) und zu welchen Uhrzeiten – im Zweifel kurz zum Hörer greifen und telefonisch anfragen!

Sich überwinden

Einfach mal den Wecker richtig früh stellen und die Überwindung beim Aufstehen mit einem grandiosen Sonnenaufgang in aufsteigenden Nebelschwaden vor Bergkulisse belohnen – ist natürlich auch eine Möglichkeit!

Isarhunderunde 20: Strecke machen rund ums Manthal

Unser "Umweg" über Farchach und Mörlbach führt uns noch über Feldwege...

Christi Himmelfahrt, vielen besser bekannt als Vatertag, und schönes Wetter: eine der Gelegenheiten, bei denen man sich als ruhesuchender Hundemensch gerne mal fragt, wieso man überhaupt die Stadt verlässt angesichts von (gerne auch mal mehr, mal weniger alkoholisierten) Ausflüglermassen. Dementsprechend skeptisch starteten wir zu unserer Tour – aber unsere Befürchtungen bewahrheiteten sich zum Glück nicht!

Aber von vorne: Am Vatertag sind wir gegen Mittag in Richtung Starnberg aufgebrochen. Unser Ziel: Manthal, ein kleiner Ortsteil der Gemeinde Berg. In der Nähe der Gaststätte Manthaler suchen wir uns einen Parkplatz und los geht’s! Etwas verwirrt von den Radlern, die hier die (ansonsten wenig befahrene) Straße ‚unsicher machen‘, laufen wir schnell in den Wald rein – und damit gleich mal in die falsche Richtung… Zum Glück kam uns bald jemand entgegen und konnte uns auf den richtigen Weg lotsen.

Bei strahlendem Wetter ging es auf Tour rund ums Manthal
Bei strahlendem Wetter ging es auf Tour rund ums Manthal
Hoch über dem Starnberger See drehen sie ihre Runden, die Windräder
Hoch über dem Starnberger See drehen sie ihre Runden, die Windräder

Also zurück zur Straße und erst noch ein Stück die Harkirchner Straße weiter laufen, dann geht’s auf dem Bachjägerweg weiter (hier wäre auch eine letztlich sinnvollere Parkmöglichkeit, die ich euch auch in die Karte eingezeichnet habe). Hier gibt’s gleich mal einen kleinen Tümpel, an dem sich unsere vierbeinigen Jungs gleich mal eine Abkühlung gönnen – sollen sie auch haben, ist ja schließlich Herrentag 😉 !

Etwas weiter unten plätschert rechts von uns der Lüßbach vor sich hin, der drittgrößte Zufluss in den Starnberger See: An der nächsten Kreuzung biegen wir rechts ab, überqueren selbigen und halten uns dann auf dem Manthalhammerweg, der halblinks weiterführt und uns, den Bachlauf begleitend, langsam ‚in höhere Lagen‘ führt. Ab hier treffen wir auf dem ganzen restlichen Weg kaum noch Leute – eine wirklich angenehme Überraschung für uns!

Unser Weg mündet an einer T-Kreuzung, an der wir rechts abbiegen und ein kurzes Stück auf der Kempfenhauser Straße laufen. Es geht aber gleich wieder links, ein kurzes Stück am Feld entlang und weiter in Richtung Waldrand.

Dabei schrauben wir uns ganz sanft nach und nach höher und haben schon bald einen wunderbaren Ausblick auf die umliegenden Ortschaften Farchach und Aufkirchen. Im Hintergrund sieht man die Silhouetten des Karwendels über der sanft-hügeligen Landschaft hervorblitzen – eine wunderbare Gelegenheit für eine Rast, die wir auch gleich nutzen.

Nachdem wir uns am Panorama sattgesehen und die Hunde ihre Knabber aufgefuttert haben, raffen wir uns wieder auf und halten uns einfach weiter am Waldrand, wobei wir einmal rechts abbiegen, dann wieder links. Wir haben dann einen Schlenker über Farchach und Mörlbach eingelegt, den ich euch aber nicht empfehlen kann: man muss an einigen Stellen an bzw. auf der (Land-)Straße laufen und es gibt wirklich nichts zu sehen, was diese weniger schöne Laufsituation rechtfertigen würde. Am besten lauft ihr also einfach weiter am Waldrand entlang bis zum nördlichen Ortsrand von Mörlbach (als Alternativroute grün auf der Karte eingezeichnet).

Unser "Umweg" über Farchach und Mörlbach führt uns noch über Feldwege...
Unser „Umweg“ über Farchach und Mörlbach führt uns noch über Feldwege…
...und entlang von Rapsfeldern
…und entlang von Rapsfeldern

Dort an der kleinen Kreuzung mit der begrünten Mittelinsel (inklusive Sitzbank, falls ihr – wie wir – noch mal eine kleine Getränkepause einlegen wollt 😉 ) biegt ihr dann links ab auf die Forststraße. Kurz darauf trefft ihr, wenn ihr Glück habt, auch schon die etwas exotischeren Einwohner dieser Voralpenidylle: nämlich die Isartal Alpakas! Die putzigen Südamerikaner standen ganz friedlich und neugierig schauend nebst einigen Pferden auf der Weide – immer wieder ein witziger Anblick, den man in Bayern mittlerweile durchaus öfter sieht.

Die Isartal-Alpakas
Die Isartal-Alpakas

Kurze Zeit später führt uns unser Weg wieder in den Wald – was uns und den Hunden an diesem sonnig-warmen Tag äußerst willkommen ist. Wir folgen hier einfach weiter der Forststraße, indem wir uns an den Kreuzungen immer halblinks halten. Durch die Regenfällen in den vorangegangenen Tagen sind hier immer mal wieder größere Pfützen zu finden, aus denen die Hunde ein bisschen Wasser schlabbern können. Davon abgesehen ist die Runde bis auf den Anfang am Lüßbach eher wasserarm – also packt lieber ein bisschen was zu Trinken mit ein für eure Fellnasen!

In einem Bogen geht es schließlich auf die Neufahrner Straße wieder in Richtung Harkirchen und nach Manthal. Dort können die Vierbeiner noch mal eine Runde in den Lüßbach hüpfen und die Zweibeiner bei einem kühlen Getränk im Biergarten des Manthaler die Runde gemütlich ausklingen lassen – zumindest wenn die Hunde nichts gegen freilaufende Hühner in der direkten Nachbarschaft einzuwenden haben 😉 .

Zum Abschluss der Wanderung wird noch ein kräftiger Schluck aus dem Lüßbach getankt
Zum Abschluss der Wanderung wird noch ein kräftiger Schluck aus dem Lüßbach getankt
Zum Abschluss der Wanderung wird noch ein kräftiger Schluck aus dem Lüßbach getankt
Zum Abschluss der Wanderung wird noch ein kräftiger Schluck aus dem Lüßbach getankt

Insgesamt haben wir auf der Tour gut 13km zurückgelegt und waren etwa 3,5 Stunden unterwegs. Ohne den Bogen durch die beiden Ortschaften spart man natürlich etwas Strecke und kann dafür bei Bedarf zum Beispiel noch etwas länger durch den Wald streifen. Unterwegs ist natürlich mit Wild, aber auch mit Reitern zu rechnen. Die Wege an sich sind völlig problemlos zu begehen. Die Runde ist zwar nicht direkt spektakulär oder abenteuerlich, aber die Aussicht in Richtung Alpen ist wirklich schön und der Erfahrung an diesem vorsommerlichen Feiertag nach zu urteilen ist die Strecke nicht überlaufen. Nach dazu ist man schnell dort, sodass man hier auch einfach mal eine ausgedehnte Spazierrunde unter der Woche drehen kann.

Isarhunderunde 19: Alpenpanorama auf dem Zwiesel

Mika genießt den Ausblick am Zwiesel.

Die erste Bergtour des Jahres ist ja immer etwas speziell – umso mehr, wenn die Winterwanderpause gesundheitsbedingt etwas länger ausgefallen ist… Fast hätte ich mich ja auch darum drücken wollen, bergwärts zu gehen, aber Mika und ich stehen ein bisschen unter Zugzwang, da wir uns auf unseren anstehenden Wanderurlaub noch etwas vorbereiten müssen. Also habe ich mich an einem schönen Samstag im April zusammengerissen, den Rucksack gepackt, mir Mika geschnappt und wir sind los in Richtung Bad Tölz.

Wenn man beim Wandern ein bisschen seine Ruhe haben will, ist es natürlich ein gewisses ‚Risiko‘ in eine so nah gelegene und beliebte Gegend zu fahren. Doch während sich der dortige Blomberg dank seiner Seilbahn und der Rodelmöglichkeiten größter Bekannt- und Beliebtheit erfreut, ist sein sogar noch einen Ticken höherer Nachbar, der Zwieselberg, schon deutlich weniger überlaufen – und da wollten wir hin!

Unser Ausgangspunkt, die Waldherr-Alm, liegt auf der Ostseite des Berges. Von dort geht es erstmal – na klar – zu einem kurzen Bad in den Steinbach, der uns das erste Stück unseres Weges begleitet.

Durch den Wald und auf einem breiten Fahrweg, auf dem einen auch schon mal eine Kutsche entgegenkommen kann, geht es aufwärts. Mika hüpft immer mal wieder in den Bach, während ich mich an der Natur erfreue. Da wir erst am frühen Nachmittag nach oben starten, ist kaum noch jemand nach oben unterwegs, nur vereinzelte Absteiger kommen uns noch entgegen.

Nach einer Weile gelangen wir an eine Kreuzung, an der am rechten Abzweig schon eine kleine Brücke zu sehen ist: dort müssen wir rüber und ab da geht es auf einem schmaleren Wanderpfad weiter aufwärts. Achtung: Die Brücke ist ein Metallgitter-Modell – wenn der Hund nicht über offene Gitter gehen mag, kann er eventuell durch den Fluss ausweichen oder er muss getragen werden. Mika hatte hier zum Glück keine Probleme, die Brücke ist auch nur recht kurz.

Ab hier kann man sich praktisch gar nicht mehr verlaufen: der Pfad führt uns mit schlafwandlerischer Sicherheit Richtung Gipfel! Allerdings geht es jetzt, in einigen Serpentinen, ganz schön zügig bergan – für die erste Tour des Jahres schon ganz schön anstrengend. Immerhin hatte es einen Riesen-Vorteil diese Tour so früh im Jahr zu gehen: auf den Almen, die wir passieren, steht noch kein Vieh…! Je höher wir steigen, desto schöner wird schon der Blick zurück – das motiviert auf jeden Fall für den weiteren Aufstieg!

Zähne zusammenbeißen lohnt sich: nach dem flotten Aufstieg zeigt sich schon bald unser Ziel, der Gipfel des Zwieselbergs! Zu Mikas großem Glück finden wir hier oben auch noch einiges an Schnee – was kann es besseres geben? Und zu meinem großen Glück leuchtet uns die Sonne den Weg zum Ziel und lässt die Alpen rundherum erstrahlen!

An der Zwieselalm vorbei geht es nun noch zu einem letzten Aufstieg über den Bergrücken bis zum Gipfelkreuz. Der Ausblick, den man vom Zwiesel aus hat, ist einfach unglaublich toll: von dem 1348m hohen Berg sieht man bei gutem Wetter wunderbar auf das Isartal, die Benediktenwand, den Herzogstand und den Heimgarten sowie hinüber zur Dreitorspitze und zur Zugspitze – bestes Alpenpanorama für einen insgesamt recht kurzen Aufstieg also!

Bei einer Rast am Gipfel lässt sich die Aussicht am besten genießen. Da der Wind dort aber recht frisch wehte, machten wir uns bald wieder an den Abstieg. Wir steigen zur Südseite vom Gipfel hinab, erst weglos und recht steil über den Grashang, anschließend geht es weiter über einen von schneebedeckten Wiesen gesäumten Weg, den man schon vom Gipfel aus sehr gut erkennen kann.

Auf dem Weg geht es nun erst einmal gemütlich weiter, vorbei an der Gassenhofer Alm und nur leicht bergab zwischen Wiesen entlang. Nur eine kleine Schwierigkeit ist zu meistern, nämlich die Überquerung eines Viehgitters. Mika und ich sind einfach nebenan durch eine Lücke im Zaun gegangen, es kann aber durchaus sein, dass dieses geschlossen wird, wenn das Vieh auf der Alm steht. Ansonsten kann man hier noch mal richtig schön die Aussicht auf die rundum gelegene Bergwelt genießen.

Bald nach der Gassenhofer Alm biegen wir in den Wald ein. Ab hier führt der Weg wirklich abwärts und wir müssen uns durch schmelzende Schneereste den steinigen Pfad hinab schlängeln – das dürfte etwas später im Jahr bzw. ohne Schnee einfacher sein, ging aber auch unter den gegebenen Umständen ohne größere Probleme.

Der restliche Weg zeigt sich dann aber wieder ganz zahm und erlaubt uns noch ein paar letzte Aussichten in die (Vor-)Alpenwelt.

Ein letzter wehmütiger Blick zurück – und schon sind wir wieder am Ausgangspunkt angekommen.

Ein letzter Blick zurück.
Ein letzter Blick zurück.

Die Tour auf den Zwiesel hat uns richtig gut gefallen, auch wenn sie für reichlich Muskelkater am nächsten Tag gesorgt hat. Insgesamt sind etwa 620 Höhenmeter im Auf- und Abstieg verteilt auf knapp 10km Strecke zu bewältigen (nicht wundern, dass in der Karte etwas mehr drin steht, mein GPS hatte ein paar Aussetzer und meinte, dass wir 720 Hm zurückgelegt hätten). Technisch ist die Wanderung nicht schwierig, ein bisschen Kondition für den recht stark anziehenden Aufstieg sollte man aber mitbringen. Wir waren inklusive Foto-, Ess- und Trinkpausen insgesamt 4 Stunden unterwegs, als Gehzeit sollte man etwa 3 – 3,5 Stunden einplanen.

Für uns hat es sich gelohnt, erst spät Richtung Gipfel aufzubrechen, da wir unterwegs so kaum Leute getroffen haben und auch am Gipfel kaum noch etwas los war. Es ist aber durchaus möglich, dass zum Sommer hin auch Nachmittags dort mehr Betrieb herrscht.

Auf dieser Runde gibt es unterwegs keine Einkehrmöglichkeit, man kann aber bestens nach der Tour in der Waldherralm einkehren. Alternativ kann man natürlich vom Gipfel des Zwieselbergs einen Abstecher zum Blomberg mit dem Blomberghaus unternehmen.

Wasser für den Hund findet sich nur im unteren Bereich der Wanderung, für die Gipfelrast solltet ihr also auf jeden Fall etwas Trinkbares für euren Hund mit einpacken.

Leckerchen der Woche 3/2016

    Mich hat eine fiese Erkältung niedergestreckt und bin deshalb gerade mehr oder weniger ans Sofa gefesselt… Kranksein hat den Vorteil, dass man mal ein bisschen „freie Zeit“ hat. Und wenn man dann lieber darüber nachdenkt, was in der letzten Zeit so an schönen Dingen und Begebenheiten das Leben gekreuzt hat, statt darüber, wie uuuuuunglaublich mies so eine Erkältung ist, dann ist diese „freie Zeit“ doch hervorragend genutzt! In diesem Sinne gibt es nach längerer Pause heute mal wieder ein paar Leckerchen 🙂

    leckerchen-der-woche

    Licht- und Schattenspiele: Dass die Tage jetzt deutlich länger sind, hat neben dem Fakt als solchen noch den entscheidenden Vorteil, dass die Sonne in wunderbarem Abendlicht noch schön in die Wohnung scheint. Und ich freue mich über die hübschen Licht- und Schattenspiele, die sie durch die Vorhänge auf meine Wände zaubert 🙂

    So hübsch, was die Sonne da für Muster an die Wand zaubert!
    So hübsch, was die Sonne da für Muster an die Wand zaubert!

    Ausflug machen: Man muss gar nicht weit fahren, um es schön zu haben rund um München. Wir waren mal wieder an der Würm spazieren und es hat uns wunderbar gefallen!

    Mika bei der Rast auf unserer Würm-Tour
    Mika bei der Rast auf unserer Würm-Tour

    Alles ist beleuchtet: Auch in der Wohnung geht es (mit Krabbelkindschrittchen 😉 ) voran und so zog kürzlich eine hübsche neue, alte Lampe ein, die ich sehr mag!

    Neue, alte Lampe
    Neue, alte Lampe

    Neue Bekanntschaften: Zum ersten Treffen von Münchner Tierblogs durfte ich nicht nur vorab die liebe Sarah von Hirtengold endlich mal persönlich kennenlernen, sondern auch Julia und ihre bezaubernde Lola von miDoggy, Nicole und Sebastian von Revvet und Myriam von Schlimmer Kater. Und auch Claudia von Wufflog war mit von der Partie. Ein schöner, entspannter Abend, der nach Wiederholung ruft!

    An dieser Stelle auch noch einmal vielen herzlichen Dank an alle, die etwas zur Goodie Bag beigesteuert haben: Hirtengold, Hundling, Traumhaus – orthopädische Hundebetten und MagicBrush!

    Goodie Bag beim Treffen Münchner Tierblogs
    Goodie Bag beim Treffen Münchner Tierblogs

    Einblicke gewinnen: Kürzlich waren wir zu Besuch in der Produktion von Terra Canis. Spannend, wie das so abläuft, welche Schritte nötig sind von der ersten Rezeptur bis zum fertigen Produkt. Wir durften ganz ungeniert Fragen stellen, schnuppern, uns in Ruhe umschauen.

    Bei der Terra Cabis-Führung
    Bei der Terra Cabis-Führung

    Neue Orte erkunden: Mit Freunden unterwegs im Forstenrieder Park und zum Forsthaus Kasten, das gerade die Winterpause beendet hat. Dort war ich vorher noch nie (was auch schon fast ein bisschen peinlich ist, wenn man schon so lange mit Hund in München unterwegs ist), aber es war sicher nicht unser letzter Besuch!

    Mika im Forstenrieder Park
    Mika im Forstenrieder Park

    Snoopymania: Jetzt kommt ja gaaaaaanz sicher bald der Frühling. Höchste Zeit also, mir etwas für den derzeit noch kahlen Balkon einfallen zu lassen. Da kam mir die Snoopy-Sonnenliege von Butler’s gerade recht…

    Jippie, ein Snoopy-Liegestuhl ist eingezogen
    Jippie, ein Snoopy-Liegestuhl ist eingezogen

    Und weil Snoopy einfach super ist, gab’s auch noch eine schnieke Snoopy-Brotdose dazu. Darin lassen sich natürlich auch hervorragend Leckerlis aufbewahren… 😉

    Mika und die Snoopy-Brotdose
    Mika und die Snoopy-Brotdose

    Ostervorboten: Ein Osterpäckchen aus der Heimat hat mich erreicht und drin war neben gaaaaanz viel Leckerem für Mika und für mich auch noch dieses hübsche Lämmlein, das jetzt auf der Fensterbank wacht 🙂

    Das Osterlämmchen
    Das Osterlämmchen

Isarhunderunde 17: Ammerrundweg

Mika wartet, dass es weitergeht

Im Spätsommer – oder Frühherbst – wandert es sich ja bekanntlich am schönsten. Und umso schöner, wenn a) Feiertag und b) allerbestes Strahlewetter ist. Also ging’s am Tag der Deutschen Einheit in Richtung Ammergau, um mal wieder die Ammerschlucht zu erkunden.

Bestes Wanderwetter lockte uns in den Ammergau
Bestes Wanderwetter lockte uns in den Ammergau

Los geht’s beim Kraftwerk Kammerl, ganz in der Nähe des Wirtshaus Acheleschwaig in Saulgrub. Hier kann man das Auto abstellen und gleich an der Ammer loslaufen. Zuerst überqueren wir die Ammer und dann geht’s auch schon aufwärts – wegen einer Baustelle werden wir etwas außen am Kraftwerk entlanggeführt, aber es ist alles gut beschildert.

Gleich zu Anfang winken auch schon die ersten Herausforderungen, die ich noch gut von unserem ersten Ausflug hierher, der schon ein paar Jahre zurückliegt, in Erinnerung habe: Es gilt, zwei Gitterbrücken mit teils ziemlich großen Löchern zu überqueren. Challenge accepted! Die erste nehmen Mika und Nico, der uns mit seinem Frauchen begleitet, mit Bravours. Die zweite wurde Mika bei unserem früheren Besuch hinübergetragen – dieses Mal haben wir die beiden Hunde aber einfach durch den Bach, über den die Brücke führt, gelotst.

Einige abenteuerliche Stellen wollen unterwegs überwunden werden
Einige abenteuerliche Stellen wollen unterwegs überwunden werden

Und weiter geht es hinauf, bis man auf dem Plateau westlich oberhalb der Ammerschlucht angekommen ist. Nach dem schon etwas anstrengenden Anstieg führt der Weg nun erst mal gemütlich über Waldpfade und entlang Weideflächen. Als Orientierung dienen die Schilder in Richtung Schleierfälle.

Weiter geht es in Richtung Schleierfälle – und das bedeutet vor allem: wieder abwärts in die Ammerschlucht. wir lassen die Schleierfälle selber aus, dafür dürfen sich die Hunde eine kleine Plantschpause in der Ammer genehmigen. Im Bereich um die Schleierfälle ist einiges los, was sich vor allem am jetzt wieder folgenden Aufstieg über einen Treppensteig bemerkbar macht: viel Gegenverkehr, alle bemüht, auf den unregelmäßigen Holzstufen nicht auszurutschen. Aber ich bin nicht traurig um die Gelegenheiten, beim Aufstieg ein paar kurze Pausen einzulegen, um die entgegenkommenden Leute durchzulassen.

Wir halten uns weiter in Richtung Soyer Mühle / Bad Bayersoyen. Zwei Auf- und Abstiege sind natürlich noch nicht genug, also geht es wieder hinab ins Tal, dieses Mal folgt man aber dem Flusslauf ein wenig länger als an den Schleierfällen. Zeit für die Fellnasen, ein kurzes Bad einzulegen.

Jetzt ist es nicht mehr weit bis zur Soyer Mühle, an der wir über eine Holzbrücke die Ammer wieder überqueren. Viel zu sehen gibt es unterwegs auf jeden Fall!

Immer schön der Reihe nach: unterwegs Richtung Soyer Mühle
Immer schön der Reihe nach: unterwegs Richtung Soyer Mühle
Zwar nicht die Schleierfälle, aber auch nett anzusehen
Zwar nicht die Schleierfälle, aber auch nett anzusehen

Es folgt ein letzter Aufstieg aus der Ammerschlucht, dieses Mal zum Ostufer, der uns auf die ‚Sonnenseite‘ dieser Wanderung bringt. Führte der erst Teil hauptsächlich durch Wald, laufen wir nun erst einmal durch Weideland – da war kräftig Sonne tanken angesagt!

Der Weg ist nun bequem zu gehen und wiederum sehr gut ausgeschildert (Ammerrundweg). Bald kommen wir wieder näher an die Schlucht und können noch ein paar wunderbare Aussicht auf die Ammer erhaschen, die etwa 150 Höhenmeter unter uns liegt.

Endspurt Richtung Gasthof: Auf der Ostseite bleibt der Weg angenehm zu gehen, führt mal auf schattigeren Abschnitten, zum Großteil aber über Weideland, also schattenlos. Unterwegs begegnen wir noch dem ein oder anderen ‚Landbewohner‘, bevor wir uns auf der Terrasse des Wirtshauses Acheleschwaig (geöffnet: an Wochenenden, Feiertagen und montags) niederlassen und eine wohlverdiente Stärkung zu uns nehmen. Von dort aus ist es dann auch nicht mehr weit bis zum Parkplatz, von wo aus es im Ausflüglerrückreiseverkehr wieder in Richtung München geht.

Für die etwa 11 Kilometer Strecke haben wir gut 5 Stunden gebraucht – Pausen inbegriffen. Als reine Gehzeit würde ich etwa 3,5 Stunden schätzen. Auch wenn der Weg zu den Schleierfällen eine beliebte Familienwanderung ist: Etwas Trittsicherheit sollte Mensch und Hund schon mitbringen, da die Auf- und Abstiege recht ’steil‘ sind und je nach Witterung auch sehr rutschig sein können. Man kann die Tour natürlich auch in die andere Richtung laufen, hat dann aber das anstrengend Auf und Ab am Westufer als Schlussetappe vor sich.

Landschaftlich lohnt sich der Ausflug auf jeden Fall, es gibt vieles zu sehen und auch die Hunde hatten ihren Spaß. Nicht vergessen Wasser für die Hunde einzupacken: Leider geht man immer nur kurze Zeit direkt am Fluss entlang und gerade nach den Aufstiegen oder den schattenlosen Strecken am Ostufer könnten die Fellnasen Durst haben.

Isarhunderunde 15: Schöne Aussichten im Murnauer Moos

Sonne genießen - wer weiß, wann sie sich wieder zeigt

Nachdem der Frühling in diesem Jahr nochmal einen Rückzieher gemacht und uns mit Schnee und Sturm, schwupps, wieder in den Herbst/Winter katapultiert hat, sollte man erst recht jeden schönen Tag zwischendurch ausnutzen. Und so ging es am Karfreitag bei Sonne und angenehmen Temperaturen in Richtung Süden, um sechsbeinig das Murnauer Moos zu erkunden. Immerhin ist es das größte zusammenhängende naturnahe Moorgebiet in Mitteleuropa – und das ist doch einen Besuch wert!

Los geht’s am Wanderparkplatz (kostenpflichtig: 1 Euro für 4 Stunden, 2 Euro für den ganzen Tag) an der Ramsachstraße, der schon gut gefüllt. Wir folgen der Ramsach vorbei am Ramsachkircherl bis zur Gaststätte Ähndl. Der Biergarten ist voll besetzt und ich stelle mich schon mal darauf ein, unterwegs Unmengen an Wanderern zu begegnen.

Schon wechseln wir auf die andere Seite der Ramsach, die wir die nächsten Kilometer als ständige Begleiterin neben uns haben. Tatsächlich sind auf diesem Teilstück einige Spaziergänger, vereinzelt Fahrradfahrer und auch Reiter unterwegs, aber bald verläuft es sich und wir haben ein wenig Freiraum, der sich immer wieder mit spektakulären Blicken auf die noch schneebedeckten Berggipfel rundum füllt.

Los geht's auf der Moos-Runde
Los geht’s auf der Moos-Runde

Auf den Wegen lässt sich gut laufen und Mika genießt es, ab und an seine Schnauze in Ramsach oder Lindenbach zu stecken. Manchmal auch mehr als nur die Schnauze. Ja, dem Fellmonster war es schon fast ein bisschen zu warm… ;-). So vergeht der erste Teil der Runde schnell.

Und immer wieder wird der Blick wie magisch Richtung Süden zur wunderschönen Bergkulisse gezogen.

Über eine Brücke biegt unser Weg nach rechts ab und führt uns jetzt leicht aufwärts in den Wald. Der Schattenabschnitt kommt wie gerufen!

Wir folgen der Ausschilderung weiter auf der „Murnauer Moosrunde“ (nicht der Strecke für Radler) und gelangen kurz darauf auch schon zum Highlight der Strecke: dem Bohlenweg durch das Hoch-Moor Lange Filz! Hier ist die Vegetation ganz anders als in der (zumindest zu dieser Jahreszeit) karg wirkenden Senke, durch die uns der erste Teil des Wegs geführt hat: fast ein bisschen verwunschen gibt sie auch immer wieder den Blick frei auf die Berge – einfach schön!

Gleich am Bohlenweg und ziemlich genau auf halber Strecke der Tour findet sich auch eine kleine Schutzhütte, wo man prima Brotzeit machen kann. Wer dort ist, sollte auch mal einen Blick ins Hüttenbuch werfen und sich auch darin verewigen: Es ist immer wieder schön, wie viel Herzblut manch Wanderer dort hineinsteckt.

Das Hüttenbuch in der Schutzhütte - die Hälfte des Weges ist nun geschafft
Das Hüttenbuch in der Schutzhütte – die Hälfte des Weges ist nun geschafft

Noch ein Stück weiter geht es durch das verwunschene Moor und über die Bretter, die hier nicht unbedingt die Welt, aber doch trockene Füße bedeuten.

Sonne genießen - wer weiß, wann sie sich wieder zeigt
Sonne genießen – wer weiß, wann sie sich wieder zeigt

Nachdem wir sicher über die Holzbohlen balanciert sind, folgt noch ein kurzes Stück Waldweg und schon sind wir wieder in der Zivilisation: Die Örtchen Westried und Moosrain sind nett anzusehen, jedoch müssen wir hier an, teilweise auch auf der Straße entlanglaufen. Gut, dass es bald wieder in den Wald geht: Wir schlagen uns ein Stückchen hochwärts, wieder begleitet von einem kleinen Bach. Der Weg verläuft nun auf einer Anhöhe, die uns freie Sicht über das Moos und in Richtung Alpen gewährt. Einen Wermutstropfen gibt es jedoch: Er verläuft direkt an ungesicherten Bahnschienen, die wir später noch zweimal überqueren müssen. Auch wenn hier nicht dauernd Züge durchrasen, empfiehlt es sich, den Hund sicherheitshalber angeleint zu lassen.

Unser Weg schlängelt sich langsam, aber sicher wieder hinab in die Senke. Wer noch einen kleinen Abstecher machen will, kann sich rechts über eine Brücke wieder auf den Hinweg begeben und noch ein bisschen an der Ramsach entlang spazieren. Ansonsten geht es auf direktem Weg auf der Ramsachstraße wieder zurück in Richtung Ähndl und Parkplatz.

Die Moosrunde erstreckt sich auf gute 12 Kilometer mit nur wenigen Höhenmetern und ist sehr gut ausgeschildert. Unterwegs lässt sich auf Infotafeln immer wieder Wissenswertes über Flora, Fauna und Geologie der Gegend erfahren. Der erste Teil ist komplett flach und verläuft auf breiten, ausgebauten Wegen: Kein Problem, hier auch mit älteren oder kleineren Hunden, Kindern oder Kinderwagen zu wandern. Lediglich auf dem Bohlenweg könnte es mit einem Kinderwagen problematisch werden. Die Pausen herausgerechnet haben wir dafür knapp unter 3 Stunden für den Rundweg benötigt.

Zwar finden sich unterwegs sehr viele Wasserstellen, trotzdem würde ich die Runde für den Sommer nur sehr bedingt empfehlen: Weite Teile der Runde sind praktisch schattenlos, hinzu kommt der Teil durch die Ortschaften, der auf Asphalt verläuft. Das Murnauer Moos ist Landschaftsschutzgebiet, das heißt, der Hund muss auf den Wegen bleiben – gerade jetzt in der Brut- und Setzzeit sollte man darauf streng achten. An der Seite, wo wir das Lange Filz verlassen haben, stand ein Naturschutzgebiet-Schild: Das bedeutet natürlich Leinenpflicht. Jedoch habe ich auf der Seite, von der aus wir hineingegangen sind, keinen entsprechenden Hinweis gesehen. Der Bohlenweg mag den ein oder anderen Hund, der sich auch z.B. mit offenen Treppen, Brücken oder Gittern schwertut, verunsichern. Wer mit den kleinen Einschränkungen leben kann, wird auf dieser Runde durch wirklich sehenswerte Aussichten auf die Berge und eine interessante Pflanzenwelt belohnt!