Über den Umgang mit aggressiven Hunden
| Mai ’11 |
| 21 |
| 09:30 |
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| 09:00 |
Kaum ein anderes Thema wird so häufig und emotional diskutiert wie das Aggressionsverhalten des Hundes. Es werden Rasselisten erstellt, Verordnungen erlassen, „Wesensüberprüfungen“ an den Haaren herbeigezogen und Ruck-Zuck-Trainingsmethoden vorgestellt, mit denen man aggressive Hunde „wieder in den Griff kriegen“ soll. An ihre Stelle sollten sinnvolle Präventivmaßnahmen sowie eine bessere Schulung der Hundeführer und moderne Trainingsprogramme stehen, die vor allen Dingen an den Ursachen des Problems arbeiten, anstatt nur seine Symptome zu bekämpfen.
Die Wege zu einem „aggressiven“ Hund sind vielfältig, wobei grundsätzlich die Frage zu stellen ist, ab wann man von einem aggressiven Hund sprechen sollte. Oft genug werden erste Warnsignale übersehen oder missverstanden. Doch was passiert, wenn der Hund erst einmal zugebissen hat, niemanden mehr an sich heran lässt oder das weitere Zusammenleben mit ihm unmöglich erscheint? Für viele Hunde bedeutet das, dass sie den Rest ihres Lebens weggeschlossen werden. In etlichen Fällen droht die Einschläferung. Ist dies wirklich der letzte Ausweg?!
Die Referentin Mirjam Cordt ist Fachbuchautorin und ausgebildete Hundetrainerin mit mehreren Abschlüssen. Stete Weiterbildung durch den Besuch von Seminaren und Workshops ist ihr sehr wichtig. Sie betont jedoch, dass die beste Ausbildung das Leben mit Hunden und die tägliche praktische Arbeit mit den unterschiedlichsten Hundepersönlichkeiten und deren individuellen Verhaltensweisen ist – bessere Lehrmeister gibt es nicht!
Mirjam Cordt ist Gründerin von DOG-InForm, einer Hundeschule mit verhaltenstherapeutischer Praxis und einer Hundepension südlich von Mainz. Sie ist seit vielen Jahren im Tierschutz tätig und hat sich auf die Arbeit mit aggressiven Hunden und Herdenschutzhunden spezialisiert. Ihre Familie wird bereichert durch eine große Hundegruppe bestehend aus Herdenschutzhunden und Hunde anderer Rassen aus dem Tierschutz.
Dieses Seminar zeigt Wege, aber auch Grenzen im Umgang mit aggressiven Hunden. Es handelt sich um ein Theorieseminar, d.h.es wird nicht mit Hunden gearbeitet, da dies den Rahmen eines Seminars sprengen würde. Wir bitten davon Abstand zu nehmen, aggressive Hunde zum Seminar mitzubringen. Zahlreiche Filmsequenzen sorgen dennoch für genügend Anschauungsmaterial!
Grundlagen für das Training mit aggressiven Hunden
- Verschiedene Arten der Aggression
- Rassebedingtes Aggressionspotential
- Ausdrucksverhalten beim Hund….wie geht der Hund mit Konflikten um
- Stress bei Hunden
- Führung durch den Menschen
- Grundformen des Lernens
Therapieplan
- Vertrauensaufbau
- Setzen von Assoziationen
- Aufbau von Alternativverhalten
- Bedeutung der Futterbelohnung
- Bedeutung von Ritualen
- Sicherheit geht vor
- Frustrationsgrenze erhöhen








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