TierBlogger Adventskalender Türchen 1: Mit dem Hund durch die Jahreszeiten

Es ist wieder soweit: die stade Zeit hat begonnen! Und damit ist auch der Startschuss zum diesjährigen TierBlogger-Adventskalender gefallen: Dazu haben sich wieder Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengefunden, um Tierfreunden mit informativen Artikeln und tollen Verlosungen das Warten auf das Christkind ein wenig zu verkürzen.

Doch nicht nur Weihnachten rückt gerade unaufhaltsam näher, sondern auch der Winteranfang und kurz darauf der Jahreswechsel. Für viele die Zeit zurückzublicken und natürlich auch Pläne für das kommende Jahr zu schmieden. Wir starten daher im ersten Türchen des TierBlogger Adventskalenders mit ein paar Inspirationen, wie ihr mit eurem Hund die Jahreszeiten verbringen könnt.

Winter

Natürlich kennen und lieben wir sie alle: die Wintertage, an denen die Sonne von Abertausenden von Schneekristallen gespiegelt über die idyllische Landschaft scheint, an denen der Atem gefriert und man mit einer Thermoskanne Tee bewaffnet durch den Wald spaziert, die Hände tief in den Taschen vergraben, während der Vierbeiner munter umherlaufend seine Spuren durch die noch unberührte Schneedecke zieht…

Die Realität sieht im Winter aber leider oft anders aus: Die Tage sind kurz und kalt, das Wetter oft trübe, gerade im Dezember gibt es eine Menge für die Feiertage vorzubereiten, der Hund mag seinen Wintermantel nicht, friert aber ohne ganz furchtbar, im dümmsten Fall hat man sich zu allem Unglück auch noch eine Erkältung zugezogen… Kurzum: Es kann durchaus passieren, dass die Gassirunde im Winter hin und wieder kürzer ausfällt. Da sollte man sich auf jeden Fall ein Indoor-Alternativprogramm zurechtlegen, um den Vierbeiner auch bei weniger Bewegung beschäftigen zu können.

Traum-Wintertage wie diesen hier gibt es leider viel zu selten.
Traum-Wintertage wie diesen hier gibt es leider viel zu selten.

Schnüffel mal wieder

Gerade im Winter liegen die verschiedensten Gerüche in der Luft: Zimt, Anis, der Duft von frischen Tannennadeln, Plätzchen oder Mandarinen… Es gibt vieles zu erschnüffeln, natürlich auch für den Vierbeiner! Wie wäre es da zum Beispiel mal mit einem Schnüffelparcours im Wohnzimmer? Nehmt einfach verschiedene (natürliche) Duftstoffe, die euer Hund vielleicht sogar noch nicht kennt. Ihr könnt sie beispielsweise in Dosen oder kleine Schüsseln füllen und mit Alufolie abdecken, in die ihr dann noch ein paar kleine Löcher schneidet, oder ein Küchenhandtuch mit einem Haushaltsgummi über die Öffnung spannen.

Die Behälter verteilt ihr mit einigem Abstand voneinander im Raum. Dann könnt ihr euren Hund an die lange Leine nehmen und mit ihm gemeinsam auf Schnüffel- und Erkundungstour gehen. Lasst euch dabei Zeit und achtet darauf, welche Gerüche euer Hund besonders interessant findet – denn diese könnt ihr vielleicht später einmal zum Training von Geruchsunterscheidung verwenden, als besondere Zutat von Hundeleckerli (bitte dabei aber nicht vergessen, dass einige Dinge für Menschen lecker, für Hunde aber Gift sind – Stichwort: Schokolade) einsetzen oder als olfaktorisches Entspannungssignal aufbauen!

Klingt langweilig? Für uns Menschen vielleicht – schließlich bleibt uns der größte Teil der Welt der Gerüche, wie Hunde sie wahrnehmen, leider verschlossen. Das sogenannte Riechhirn des Hundes, das sich ausschließlich dieser Welt widmet, ist etwa zehnmal so groß wie das entsprechende Hirnareal beim Menschen. Dazu verfügen Hunde über 125 bis etwa 220 Millionen Geruchsrezeptoren – der Mensch hingegen hat nur magere 5 Millionen. Dementsprechend beschäftigt ist das Hundehirn auch, wenn es die für ihn so wichtigen Düfte wahrnimmt und analysiert. Gerade jüngere Hunde lernen bei einem kleinen Schnüffelparcours viel Neues kennen, das Gehirn verarbeitet die Informationen – und das verbraucht natürlich eine Menge Energie! Und aufgeregte Hunde können durch solche ganz bewusst ruhig gehaltenen Aktivitäten auch lernen einmal herunterzufahren. In der reinen Erkundungsvariante sollte deshalb auch auf Leckerlis oder Spielzeug zur Motivation verzichtet werden – das Entdecken der (neuen) Gerüche sollte selbstbelohnend sein.

Frühling

Der Frühling ist die Zeit des Aufbruchs: alles regt sich und streckt sich der Sonne entgegen, die sich endlich wieder länger blicken lässt. Nach den (hoffentlich) gemütlichen Wintermonaten bricht jetzt nicht nur die Zeit des Fellwechsels an. Körper und Geist sehnen sich auch nach Licht, Luft, Bewegung und – Abwechslung!

Das Frühjahr ist die beste Zeit, um einfach mal Neues auszuprobieren. Und dabei im besten Falle vielleicht auch noch das ein oder andere Gramm Weihnachtsspeck loszuwerden, das sich gerne mal häuslich auf den Rippen von Zwei- und Vierbeinern einrichtet. Und während Herrchen und Frauchen möglicherweise schon mal auf die perfekte Badefigur hintrainieren, freut Bello sich einfach über mehr Bewegung und (wider-)erstarkende Muskeln – nicht zuletzt halten diese ja auch die Bewegungsabläufe rund und können etwa diverse Gelenkbeschwerden verhindern oder abmildern.

Während der eine noch frühjahrsmüde ist, arbeitet der nächste schon an der Sommerfigur.
Während der eine noch frühjahrsmüde ist, arbeitet der nächste schon an der Sommerfigur.

Komm in Bewegung

Das wichtigste ist, die körperliche Auslastung des Hundes passend zu seiner allgemeinen Konstitution zu wählen. Während jüngere, gesunde Hunde Spaß an rasanten Agility-Runden haben, ist für Senioren das gelenkschonende Degility sicher die bessere Wahl! Für viele Hundehalter die perfekte Lösung: einfach einen Sport gemeinsam mit ihrem Vierbeiner ausüben! Klassischerweise geht es hier um Ausdauer, etwa beim Joggen oder Fahrradfahren.

Aber warum nicht einmal etwas ganz Neues ausprobieren? Wälzt einfach einmal das Angebot der Hundeschulen und -vereine in eurer Umgebung oder sucht in Hundeforen nach Gleichgesinnten oder bestehenden Trainingsgruppen. Denn auszuprobieren gibt es vieles! Wie wäre es zum Beispiel mit…

  • THS/Turnierhundsport: Im THS, der „Leichtathletik mit Hund“ können verschiedene Disziplinen bewältigt werden. Egal ob Geländelauf, Hindernislauf oder Combination Speed Cup – hier ist in jedem Fall Geschwindigkeit gefragt!
  • Scent Hurdle Racing/Hürdenrennen mit Geruchsunterscheidung: Das Scent Hurdle Racing ist eine Variante des bekannteren Hunde-Teamsports Flyball. Zwei Teams treten gegeneinander an, die Hunde müssen in diesem ‚Staffellauf‘ nicht nur jeweils 4 Hürden überwinden, sondern auch noch das richtige Apportel anhand des Geruchs identifizieren und ihrem Halter apportieren.
  • Rally-Obedience: Ein Parcours, ein ganzer bunter Blumenstrauß an Herausforderungen, die zu bewältigen sind – das ist Rally-Obedience! Hier kommt es nicht nur auf die schnelle, sondern vor allem auch auf die genaue Bewältigung der Übungen an. Von Abrufen über Slalomlaufen bis zu klassischen Sitz-Platz-Steh-Aufgaben ist hier alles dabei, was den vollen Einsatz von Körper und Geist fordert!
  • JAD-Dogs/Jump and Dance: JAD-Dogs kombiniert Dogdance, Longierarbeit und Agility zu einer neuen Disziplin. Hier wird auf Distanz im Longierkreis mit Bewegungswechseln und Geräten gearbeitet, außerdem dürfen Hund und Halter jede Menge Tricks zeigen.

Sommer

Gut vorgesorgt hat, wer bis zum Anbruch des Hochsommers seinen Körper in Form gebracht hat. Denn ab jetzt ist eher Chillen im Schatten als Schwitzen beim Sport angesagt, Hitze und physische Verausgabung sind nämlich nicht gerade die beste Kombination für den Körper. Aber immer nur unterm Sonnenschirm liegen ist auf Dauer natürlich auch langweilig. Zum Glück gibt es aber auch bei hohen Temperaturen noch genügend Möglichkeiten für gemeinsame Unternehmungen – man muss nur das ein oder andere Mal ein kleines Stückchen um die Ecke denken!

Es muss ja nicht immer gleich das Meer sein. Spiele am und im Wasser machen auch an Seen, Bächen oder dem Planschbecken im Garten Spaß.
Es muss ja nicht immer gleich das Meer sein. Spiele am und im Wasser machen auch an Seen, Bächen oder dem Planschbecken im Garten Spaß.

Bewahr einen kühlen Kopf

Die einfachste Variante, auch im Sommer zu genügend zu Bewegung zu kommen, ist selbige in die frühen Morgenstunden zu verlegen. Dann steht auch einer Runde Joggen zumeist nichts im Wege. Das A und O dabei ist natürlich, auf seinen vierbeinigen Begleiter zu achten und die Belastung auf dessen Fitness und Wärmetoleranz anzupassen.

Im Sommer außerdem für die meisten Hunde toll sind alle Arten von Wasserspielen! Euer Hund kann apportieren? Dann führt in doch mit passendem schwimmfähigen Spielzeug langsam an den Wasserapport heran: Dazu am Anfang auf jeden Fall stehende Gewässer aufsuchen, in Ufernähe arbeiten und in kleinen Schritten die Herausforderung steigern. Euer Hund liebt Leckerlis? Dann lasst ihn diese doch einfach mal aus einer Schüssel mit Wasser oder aus einem Planschbecken fischen. Viele Hunde lieben es auch ganz schlicht durch Wasser zu waten. Vielleicht gibt es bei euch in der Nähe ja einen kleinen Bachlauf, der einen feucht-fröhlichen Kneipp-Spaziergang erlaubt?

Wenn es doch einmal zu warm oder kein Wasser in der Nähe ist, könnt ihr eurem Hund mit einem gefrorenen Kong (oder ähnlichem befüllbaren Spielzeug) Beschäftigung und Abkühlung gleichzeitig bieten.

Übrigens: Es gibt auch mobile Hundeduschen, die zwischendurch für Abkühlung sorgen (oder natürlich den Hund von Dreck befreien 😉 ) können. Gerade für Hundehalter ohne Garten und ohne Bademöglichkeit in freier Natur kann das eine ‚coole‘ Alternative im Sommer sein.

Herbst

Die Tage werden schon wieder kürzer, aber dafür sinken die Temperaturen auf angenehme Grade und die sich langsam in den schönsten Schattierungen färbenden Blätter lassen auch bekannte Landschaften in völlig neuem Glanz erstrahlen. Der goldene Herbst lockt in jedem Fall nach draußen in die Natur, die man nun auf sechs Beinen ausgiebig erkunden kann.

Das Finderglück bei Suchspielen im Herbstlaub ist besonders groß.
Das Finderglück bei Suchspielen im Herbstlaub ist besonders groß.

Geh neue Wege

Herbstzeit ist Wanderzeit – keine andere Jahreszeit bietet so viele Gelegenheiten, den Rucksack zu packen und sich mit dem Hund auf Tour durch die nähere oder fernere Umgebung zu begeben. Es muss dabei nicht immer die Bergbesteigung oder Langstreckenwanderung sein, um Abwechslung zu haben. Auch rund um die Stamm-Gassistrecke lässt sich sicher einiges noch Unbekanntes entdecken: Biegt doch einfach einmal in eine andere Richtung ab und lernt so euer Umfeld neu oder besser kennen. Bei so einem Streifzug durch euren Ort solltet ihr Extra-Schnüffelzeit einplanen: die meisten Hunde mögen es, in unbekannten Umgebungen erst einmal ausgiebig ‚Hundezeitung zu lesen‘ und alles in ihrem eigenen Tempo zu erkunden.

Doch auch auf gewohnten Strecken gibt es im Herbst viel zu entdecken – verändern sich diese doch sozusagen auf natürliche Weise fast täglich! Da wären zum Beispiel die Laubhaufen am Wegesrand, die man perfekt für (Leckerli-)Suchspiele nutzen kann. Oder herabgefallene Kastanien, die man apportieren lassen kann. Oder die kleinen Pilzkolonien, die an schattigen Stellen im Wald gewachsen sind, und abgeschnüffelt werden können. Nicht zu vergessen das Fallobst, das sich jetzt auf der ein oder anderen Wiese oder am Wegesrand findet und vielen Hunden Freude bereitet – sei es als kleiner Snack zwischendurch oder als ‚Wurfgeschoss‘!

Aber natürlich wollen die meisten nicht immer nur auf denselben Pfaden wandeln. Wer noch auf der Suche nach schönen neuen Wandertouren für ‚Sechsbeiner‘ ist, kann sich zum Beispiel bei Mein-Wanderhund.de, BergWauWau.de oder natürlich auch bei uns inspirieren lassen.

Verlosung

Damit ihr mit eurem Hund und/oder anderen Vierbeinern gut durch das Jahr 2017 kommt, verlose ich den Wandkalender „Dogs“ mit 12 Fotografien des renommierten Tierfotografen Andrew Grant (Format: 51 x 45 cm) aus dem Kunth Verlag. Alles, was ihr dafür tun müsst, ist mir bis zum 04.12.2016 in den Kommentaren verraten, welches eure tierische Lieblings-Jahreszeit ist.*
Viel Glück!

Das nächste Türchen wird sich übrigens morgen bei The Swiss Cats öffnen – schaut mal vorbei!


* Mitmachen könnt ihr, wenn ihr in Deutschland oder Österreich lebt. Über den Gewinner entscheidet das Los, Mehrfachteilnahmen gelten nicht. Die Teilnehmer erklären sich damit einverstanden, dass ihr Name (Vorname und Initital des Nachnamens) im Gewinnfall hier auf dem Blog und bei Facebook veröffentlicht wird. Der Gewinnner wird außerdem per E-Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.

Boli Munich – Made in Munich: Hunde-UnternehmerInnen aus München im Porträt

Made in Munich: Boli Munich

Münchens Wirtschaft verbindet man eher mit Laptop und Lederhosen als mit Leberwurstkeksen und Leinenmanufaktur. Doch auch die Tierbranche boomt in der bayerischen Landeshauptstadt und ihrem Umland – und bringt einige faszinierende Geschäftsideen, Produkte und Persönlichkeiten hervor. Grund genug, mal einen Blick auf Hundeunternehmen aus der Region und die Köpfe dahinter zu werfen.

Made in Munich: Boli Munich

 

1. Wer bist du und was ist dein Hundeunternehmen? Stell dich, deinen vierbeinigen Begleiter und deine Produkte oder deinen Service vor.

Mein Name ist Sidriti, kurz Sissi, und ich habe eine modische und sehr funktionale Softshelljacke für den modernen Hundehalter von heute entworfen. Inspiriert wurde ich von meinem, nun nicht mehr so kleinen Boli, einem Labrador-Mischling, daher auch der Name Boli Munich.

Sidriti und Boli von Boli Munich. Foto: Boli Munich
Sidriti und Boli von Boli Munich. Foto: Boli Munich

2. Wie bist du auf die tierische Geschäftsidee gekommen?

Die Jacke ist der klassische Fall, die Lösung für mein eigenes Problem zu finden. Zum einen habe ich den Bedarf gesehen, welchen Hundehalter – meiner Erfahrung nach – sehr oft haben: Immer vergisst man etwas für den Hund oder für einen selbst, wenn man endlich mit dem Hund eine schöne Runde laufen möchte. Leckerlies, Spielzeug, für eine plötzlich dunkel werdende Abendrunde das Licht, Wasser für beide, die Pfeife, dann natürlich die Schlüssel, Kopfhörer, Sonnenbrille, einen kleinen Snack usw. Und deshalb habe ich eine Jacke entworfen, die für all die erwähnten Dinge eine vorgesehene Tasche hat. Es gab schon Versuche auf dem Markt, dem Hundehalter das Leben einfacher zu machen, doch nichts in dem Maße, wie ich es jetzt getan habe.

Besonderen Wert legte ich allerdings auch auf das Design. Da ich aus der Modebranche komme, musste diese Jacke super modern, schön geschnitten und auch elegant aussehen. Neben den coolen Taschen-Gimmicks soll sie auch so hervorstechen. Als Stoff wählte ich Softshell, den man in der Regel während drei Jahreszeiten tragen kann und der auch sehr trendy ist. Das war quasi die Geburt meines Vorhabens.

Ohne es laut zu sagen, sogar ohne meinen Hund super zu tragen 😉

3. Wie sieht ein typischer Arbeitstag für dich und deinen Hund aus?

Wenn man so ein Geschäft in der Bekleidungsindustrie starten möchte, dann benötigt man für den Start schon eine Menge Exemplare, da die Produktion natürlich wirtschaftlich sein muss. Verschiedene Farben, Größen und Modelle fordern schon etwas Kapitaleinsatz.

Darum werde ich mit einer Crowdfunding-Kampagne bei Kickstarter beginnen, um mir so zum einen das erforderliche Geld zu besorgen, sprich die Produktion vorzufinanzieren, aber auch andererseits um wertvolles Feedback von Interessenten zu bekommen. Jetzt bin ich abgewichen 🙂 . Worauf ich eigentlich hinauswollte, ist der Punkt, dass ich oder wir noch kein wirkliches Tagesgeschäft oder typischen Arbeitstag haben und somit jeder Tag anders ist. Momentan müssen wir auf unser Produkt aufmerksam machen, darum wird viel Zeit in den sozialen Medien verbracht, PR Texte werden geschrieben und möglichst viele Meinungsbildner angefragt, die uns helfen können.
Was nutzt dir das beste Produkt, wenn keiner davon weiß…

Der Hund darf dabei nicht zu kurz kommen, und so sind wir jeden Tag noch lang genug draußen. Großer Pluspunkt ist dabei natürlich der direkte Kontakt mit unserer Zielgruppe, wobei einige Tipps sofort umgesetzt wurden. Klassische Win-Win-Situationen.

Teilweise ist es schon sehr, sehr anstrengend, aber ein Blick von Boli und ich weiß wieder, wofür es gut ist. Eine super Motivation.

Funktional und modern werden die Jacken von Boli Munich. Foto: Boli Munich
Funktional und modern werden die Jacken von Boli Munich. Foto: Boli Munich

4. Was macht München zu einem guten Standort für ein Hunde-Start-Up?

München ist eine super Stadt für Hunde. Ich wohne seit 2009 hier und muss sagen, dass in all den vorherigen Städten, den Hunden und Besitzern nicht annähernd so viel geboten wurde wie hier. Wundervolle Grünanlagen, immer nur wenige Minuten entfernt, die herrliche Isar besonders im Sommer und auch fast nur nette und tolerante Leute. Wirklich ein Traum, den man nicht mehr missen möchte.

Warum ein guter Standort? Nun ja, da es hier nun mal überdurchschnittlich viele Hundehalter gibt, kann man sehr gutes und auch bayerisch-ehrliches Feedback bekommen und man hat auch selbstverständlich eine sehr große, interessante und potente Käuferschicht direkt vor Ort. Aber da ich mit meinem „Unternehmen“ erst jetzt starte, kann ich noch keine großen Erfahrungen weitergeben. Werde aber in Zukunft gern Auskunft geben.

Die Boli Munich wird es in einer Version für Herren und in einer taillierteren Version für Damen geben. Foto: Boli Munich
Die Boli Munich wird es in einer Version für Herren und in einer taillierteren Version für Damen geben. Foto: Boli Munich

5. Wo trifft man dich und deinen Hund, wenn ihr gerade nicht am Schreibtisch sitzt?

Am liebsten fahre ich wenige Stationen mit der Bahn bis zur Fraunhofer Str. und gehe mit Boli flussaufwärts. Da der Kleine allerdings ziemlich neugierig ist und wirklich jedem Hallo sagen möchte, kann es im Sommer bei viel Betrieb schon nervig werden. Darum könnte der Stop auch Thalkirchen heißen. Außerdem sehr gern im nördlichen Englischen Garten.

Wenn es mal schnell gehen soll, Olympiapark oder Luitpoldpark. Dort findet Boli in der Regel immer Spielkameraden.

Mit Boli unterwegs in München. Foto: Boli Munich
Mit Boli unterwegs in München. Foto: Boli Munich

6. Und zum Abschluss: Hast du einen Tipp für alle, die sich gerne in der Hundebranche selbständig machen wollen?

Wie gesagt, ich bin selbst Neuling. Aber die Liebe zum Tier und zur Mode gab mir quasi den Weg vor. Abgedroschener Spruch, aber mach einfach, was dir Spaß macht, der Erfolg kommt irgendwann von selbst. Und was gibt es schöneres, als während eines herrlichen Spaziergangs mit seinem Hund andere Leute für sein Produkt zu begeistern.

Die besten Ideen entstammen tatsächlich aus eigenen Problemen. Und glaubt mir, diese Probleme haben viele andere auch, das habe ich selbst festgestellt.

Getestet: Das Segeltuch-Futterdummy von Treusinn

Mika trägt das Treusinn-Dummy wie ein Profi

Wer schon länger hier oder auf der Isarhunde-Facebookseite mitliest, weiß vermutlich schon, dass Mika und ich uns gerne am Apportieren versuchen. Na gut, eigentlich versuche ich mich am gezielten Werfen, sinnvollen Verstecken und passgenauem Auslegen sowie daran, verständliche Kommandos zu geben, während Mika sich in Langmut übt und mir fast immer nach bestem Wissen und Gewissen die sogenannten Dummies, gefüllte Segeltuch-‚Säckchen‘, zuträgt. Da hat es gut gepasst, dass ich das „Futterdummy Segeltuch“ von Treusinn ausprobieren durfte.

 

Mika trägt das Treusinn-Dummy wie ein Profi <3
Mika trägt das Treusinn-Dummy wie ein Profi <3

Besagtes Dummy gehört zu der Gattung der Futterdummys: Diese können meist und auch in diesem Fall mit einem Reißverschluss geöffnet und dann nach Belieben mit Leckerschmecker für den Vierbeiner befüllt werden. Futterdummys eignen sich vor allem, wenn man das Apportieren erst aufbaut und der Hund entweder eine besondere Motivation braucht, um das Dummy überhaupt interessant zu finden (so war das zum Beispiel ‚damals‘ bei Mika), und / oder er erst noch davon überzeugt werden muss, dass Kooperation mit dem Halter sich lohnt: das enthaltene Futter gibt’s nämlich erst, wenn das Dummy bei Frauchen oder Herrchen gelandet ist und der Mensch den Reißverschluss öffnet… Zu erklären, wie man das Ganze genau aufbaut, würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen, aber wichtigstes Gebot dabei ist, dass der Hund nicht mit dem Dummy abhauen und sich selbst daraus bedienen können sollte!

Das Dummy im Test

Wie man sich denken kann, sollten Futterdummys:

  • stabil sein, damit Hund nicht „versehentlich“ gleich ein Loch reintackert, aus dem dann gaaaaaanz zufällig die Leckerlis purzeln
  • sich leicht reinigen lassen, da vor allem das Innenleben zum Beispiel bei Befüllung mit feuchten Leckerlis oder durch das ausgiebige Ausschlabbern mit der Hundezunge durchaus in Mitleidenschaft gezogen wird

Das Futterdummy von Treusinn macht auf mich auf jeden Fall einen stabilen Eindruck: es besteht aus recyceltem Segeltuch, ein Material, das zwar dünn und leicht ist, aber dafür sehr reißfest – klar, so ein Segel muss ja auch ganz schön was aushalten! Da Mika aber nicht so der Beißer ist beim Apportieren, kann ich nicht sagen, wie viel Zahneinsatz das Dummy wirklich aushält. Klar ist: ein Dummy ist weder ein Zergel noch ein Kauspielzeug, sondern soll vom Hund „mit weichem Maul“ getragen werden – und das geht mit diesem Dummy wunderbar.

Das Dummy ist auch auf Entfernung gut zu sehen - das macht es dem Hund leichter
Das Dummy ist auch auf Entfernung gut zu sehen – das macht es dem Hund leichter

Auch die Reinigung fällt durch das Segeltuch leicht: man kann ihn einfach auswischen, das Segeltuch saugt sich auch bei feuchtem Futter nicht voll und kann einfach ausgewischt werden. Das ist auch praktisch bei Schlechtwetter-Einsätzen, da das Dummy fix wieder trocken ist!

Mika und ich nehmen schon seit Jahren keine Futterdummys mehr zum Training – das ginge sozusagen gegen unsere ‚Fehlfarbenretriever‘-Ehre ;-). Daher habe ich das Treusinn-Dummy beim Test-Einsatz einfach mit etwas Papier gefüttert. Da Mika wirklich ungern feste Dummys in Standardgröße trägt (wir nehmen daher normalerweise kleinere Dummys), war das für ihn perfekt: das Futterdummy ist zwar in etwa so groß wie ein normales 500g-Dummy, aber dafür so wenig gefüllt ganz weich und natürlich ganz leicht, sodass Mika es wunderbar tragen konnte. Der große Nachteil: trotz der Wurfschlaufe aus Tau, die am Dummy befestigt ist, kann man es aufgrund des geringen Gewichts sehr schlecht werfen – es segelt dann eher so dahin…

Lässt sich gut tragen: das Segeltuch-Dummy von Treusinn
Lässt sich gut tragen: das Segeltuch-Dummy von Treusinn gepaart mit den Segelohren von Mika

Kurz aufgelistet – die Pros und Cons:

Pro

  • sehr leicht (insbesondere, wenn man das Wurfseil abmacht) und klein ‚zusammenfaltbar‘: praktisch zum Mitnehmen
  • Reißverschluss über die ganze Länge: lässt sich leicht befüllen, der Hund kann gut daraus fressen und die große Öffnung erleichtert die Säuberung nach Benutzung
  • pflegeleichtes, stabiles Material
  • schnelltrocknend
  • mit Wurfschlaufe
  • nachhaltige und soziale Fertigung

Contra

  • (je nach Füllung) sehr leicht: ungünstig zum Werfen
  • Farbe: da das Dummy weiß ist, ist es auch auf Distanz in der Wiese gut zu sehen, was beim Dummytraining nicht unbedingt erwünscht ist – bei Markierungen kann das eine gute Hilfestellung für den Hund sein, für Suchen ist es nicht geeignet
  • Kosten: es gibt natürlich deutlich günstigere Futterdummys, die allerdings dann nicht (s.o.) nachhaltig und sozial gefertigt werden

Fazit

Wenn man sicher ist, dass der eigene Vierbeiner gerne mit dem Futterbeutel arbeitet, lohnt es sich sicher ein hochwertiges Exemplar zu erstehen, das man gut mitnehmen kann und an dem man lange Freude hat – denn schließlich ist das Schöne am Dummytraining, dass man es fast immer und überall machen kann. Das Segeltuch-Dummy von Treusinn kann so ein treuer Begleiter für das Beschäftigungs-Training zwischendurch werden!

Da Mika zwar brav Dummys bringt, sie aber nicht gut hält, ist der süße Nico für's Foto eingesprungen
Da Mika zwar brav Dummys bringt, sie aber nicht gut hält, ist der süße Nico für’s Foto eingesprungen

 


Vielen Dank an Treusinn, die mir das Dummy kosten- und bedingungslos zum Testen zu Verfügung gestellt haben!

Wildsterne – Made in Munich: Hunde-UnternehmerInnen aus München im Porträt

Wildsterne - Made in Munich

Münchens Wirtschaft verbindet man eher mit Laptop und Lederhosen als mit Leberwurstkeksen und Leinenmanufaktur. Doch auch die Tierbranche boomt in der bayerischen Landeshauptstadt und ihrem Umland – und bringt einige faszinierende Geschäftsideen, Produkte und Persönlichkeiten hervor. Grund genug, mal einen Blick auf Hundeunternehmen aus der Region und die Köpfe dahinter zu werfen.

Wildsterne - Made in Munich 

Matina Morber und ihre Weiße Schäferhündin Kio. Foto: privat
Matina Morber und ihre Weiße Schäferhündin Kio. Foto: privat
1. Wer bist du und was ist dein Hundeunternehmen? Stell dich, deinen vierbeinigen Begleiter und deine Produkte oder deinen Service vor.

Ich bin Tierärztin und seit 2013 bei Wildsterne für alle veterinärmedizinischen Bereich verantwortlich – angefangen von der Kundenberatung bis hin zur Produktentwicklung und Qualitätskontrolle.

Wir sind ein junges Unternehmen mit Sitz in München und haben uns zum Ziel gemacht, Hunden ein gesundes Futter zu bieten, das optimal auf die individuellen Bedürfnisse eines jeden einzelnen Tieres abgestimmt ist. Bekannt wurde Wildsterne daher auch für das erste, wirklich individuelle Hundefutter auf dem Markt, bei dem nicht nur die Zutaten selbst zusammengestellt werden können, sondern auch die Nährstoffe genau auf die Bedürfnisse des Hundes abgestimmt sind. Unser neustes Produkt ist Wildsterne Breed Selection – ein getreidefreies Hundefutter für bestimmte Rassehunde. Daneben umfasst unser Sortiment ergänzende Produkte wie Leckerchen, Kauartikel und Bio-Nassfutter.

2. Wie bist du auf die tierische Geschäftsidee gekommen?

Die Idee für unser Konzept stammt eigentlich gar nicht direkt von uns, sondern von den vielen Hundebesitzern, die sich immer wieder die Frage stellen: „Welches Hundefutter soll ich nur kaufen?“. Und ja – diese Frage ist auch gar nicht so leicht zu beantworten bei der enormen Auswahl auf dem Markt. Also machten wir uns daran, das erste, wirklich individuelle Hundefutter auf dem Markt zu entwickeln. Unter www.wildsterne.de kann jeder Besitzer aus verschiedenen Zutaten auswählen und so sein eigenes Futter zusammenstellen. Der von unseren Tierärzten entwickelte Futteralgorithmus errechnet dann automatisch aus allen Zutaten die optimale Rezeptur für jeden einzelnen Hund. Und damit der Hund auch wirklich genau die Nährstoffe bekommt, die er benötigt, werden Alter, Ernährungszustand, Gewicht und Aktivitätsniveau des Hundes einbezogen.

Der Futter Mixer von Wildsterne. Bild: Wildsterne
Der Futter Mixer von Wildsterne. Bild: Wildsterne

Mit der Zeit kamen zusätzliche Produkte in unser Sortiment, doch unseren Mixer konnten wir leider nicht so weiter entwickeln, wie wir wollten. Viele Rohstoffe, die wir gerne zur Optimierung unseres Futters anbieten wollten, ließen sich – meist aus technologischen Gründen – gar nicht im Futter-Mixer verwenden. Auch wollten unsere Kunden das Wildsterne-Futter gerne im Laden um die Ecke oder in anderen Online-Shops kaufen, was aber bei unseren Futter-Mixen einfach nicht möglich ist.

Also stellten wir uns die Frage: Wäre es nicht viel besser, für die einzelnen Hunde ein wirklich neues Futter zu entwickeln, statt nur die verschiedenen Basisfutter mit Extras zu ergänzen? Gedacht, getan. Die neue Idee gefiel uns gut und wir entwickelten ein einzigartiges neues Hundefutter exakt nach unseren Vorstellungen. Seit Anfang 2016 ist nun Wildsterne Breed Selection auf dem Markt – ein Trockenfutter, das optimal auf die einzelnen Rassen abgestimmt ist, mit hochwertigen Zutaten, funktionalen Inhaltsstoffen, ohne Getreide, mit nur einer tierischen Proteinquelle, reich an Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren und regional produziert. Breed Selection überzeugt uns wirklich – und unsere Kunden auch.

3. Wie sieht ein typischer Arbeitstag für dich und deinen Hund aus?

Auf jeden Fall anders, als bei klinisch arbeitenden Tierärzten in der Tierarztpraxis! Unter der Woche stehe ich früh auf und fahre zusammen mit meiner weißen Schäferhündin Kio ins Büro. Kio freut sich jeden Tag richtig ins Büro zu kommen, denn dort trifft sie ihren Freund Hugo, den Australian Shepherd Rüden einer Kollegin. Ich kümmere mich dann im Büro um die Kundenbetreuung und um die vielen Projekte, die anstehen. Ohne Multi-Tasking geht dabei gar nichts, denn die Kundenbetreuung ist uns sehr wichtig. Da kommt dann gerne auch mal ein längeres Telefonat zur Beratung eines Kunden dazwischen, während ich gerade total in meine Exceltabellen vertieft bin oder über neuen Studien brüte. Ein sehr wichtiger Bestandteil meiner Arbeit bei Wildsterne ist also die tierärztliche Beratung zu Produkteigenschaften, Futterumstellung oder zur Hundeernährung – insbesondere wenn es um Hunde mit Übergewicht oder mit Vorerkrankungen geht. Und mir macht natürlich auch gerade die Beratung großen Spaß, denn so bin ich auch ein bisschen „am Tier“.

Die Hauptaufgabe ist jedoch die Produktentwicklung und die Betreuung des gesamten Sortiments. Bei der Entwicklung der einzelnen Rezepturen beschäftige ich mich natürlich mit unzähligen Studien. Gerade zu den verschiedenen Rassen gibt es mehr wissenschaftliche Untersuchungen, als man denkt. Erst vor kurzen publizierten Raffan et al. eine Studie über die genetische Veranlagung zu Übergewicht und mangelndem Sättigungsgefühl von Labrador Retrievern. Auch gibt es zu allen funktionalen Inhaltsstoffen, die wir verwenden, viele Studien. Wir möchten wirklich wissenschaftlich fundierte Produkte entwickeln, und da bringt es nichts, wenn z.B. Glykosaminoglykane zur Unterstützung der Gelenkfunktion im Futter enthalten sind, die Menge aber nicht für einen wirklich positiven Effekt auf die Gesundheit ausreicht. Daher möchten wir, dass in unserem Hundefutter genau das drin ist, was sich in Studien auch als positiv erwiesen hat. Nur so können wir alle zu 100% hinter unseren Produkten stehen.

Matina sorgt bei Wildsterne dafür, dass es den Hunden nicht nur schmeckt, sondern sie auch optimal versorgt werden. Foto: Wildsterne
Matina sorgt bei Wildsterne dafür, dass es den Hunden nicht nur schmeckt, sondern sie auch optimal versorgt werden. Foto: Wildsterne

4. Was macht München zu einem guten Standort für ein Hunde-Start-Up?

Ich selbst bin gebürtige Münchnerin und liebe München und die Isar. Für mich gäbe es keinen besseren Standort für unser Hunde-Start-Up! München ist ja auch allgemein eine enorm hundefreundliche Stadt. Wenn man durch den Englischen Garten spazieren geht oder an der Isar sitzt – da ist eigentlich jeder Hund gut erzogen und darf frei laufen. In München gibt es sogar einen extrem hundefreundlichen Biergarten, wo Hunde explizit erwünscht sind und ebenfalls alle frei laufen dürfen. So etwas kenne ich von anderen Städten gar nicht. Insgesamt merkt man da schon, wie wichtig den Münchnern ein artgerechtes Hundeleben ist. Und zur artgerechten Hundehaltung gehört natürlich auch ein hohes Bewusstsein für Gesundheit und Fütterung des Hundes.

5. Wo trifft man dich und deinen Hund, wenn ihr gerade nicht am Schreibtisch sitzt?

Fast egal bei welchem Wetter – an der Isar! Im Sommer kann man da wunderbar zusammen mit dem Hund schwimmen und auch im Winter lockt mich die Isar zu ausgedehnten Spaziergängen. Ansonsten gehe ich allgemein gerne in die Natur, bin sehr gerne beim Zelten oder natürlich in den Bergen.

6. Und zum Abschluss: Hast du einen Tipp für alle, die sich gerne in der Hundebranche selbständig machen wollen?

When it doesn’t feel right, go left!

Wildsterne-Futter im Napf. Foto: Wildsterne
Wildsterne-Futter im Napf. Foto: Wildsterne

Aufgestöbert: FOODPRINT | [Anzeige]

Die neue Futtermarke FOODPRINT

Woher stammt eigentlich unser Essen? Diese Frage stellen sich immer mehr ernährungsbewusste Menschen und legen Wert darauf, nachvollziehen zu können, woher die Nahrungsmittel kommen, die täglich auf ihren Tellern landen. Verschiedene Gütesiegel und Zertifizierungen wie etwa das Marine Stewardship Council (MSC)-Siegel bei Fisch geben dem aufgeklärten Kunden dabei Orientierung im Lebensmittel-Dschungel der Supermärkte. Doch wie sieht es eigentlich bei Hundenahrung aus?

Auch bei Hundehaltern nimmt der Qualitätsanspruch in Bezug auf die Ernährung ihrer Haustiere zu. Im Bio-Bereich gibt es da natürlich die EG-Öko-Verordnung, die eingehalten werden muss. Dabei muss auch angegeben werden, ob die Bestandteile aus EU- oder Nicht-EU-Ländern stammen – Genaueres erfährt man in der Regel nicht. Und wie ist es mit konventionellem Futter? Da haben die Futtermittelhersteller sicher noch Nachholbedarf! Vorreiter am Markt ist die neue Premium-Tiernahrung von FOODPRINT, das sich nicht nur einen hohen Qualitätsstandard auf die Fahne geschrieben hat, sondern diesen auch für den Verbraucher transparent nachweisen will.

Die neue Futtermarke FOODPRINT
Die neue Futtermarke FOODPRINT

Das FOODPRINT-Nassfutter wird unter Verwendung von Rohstoffen in 100% Lebensmittelqualität hergestellt. Fleisch, Obst und Gemüse stammen aus Deutschland, Fisch wird aus MSC-zertifizierter, nachhaltiger Fischerei aus dem Nordatlantik bezogen. Die Umsetzung dieses Anspruchs wird dabei laufend durch das unabhängige ifp Institut für Produktqualität in Berlin überprüft. Jede Dose wird dann mit dem ifp-Prüfsiegel sowie dem Prüfdatum ausgezeichnet.

Doch FOODPRINT geht noch einen Schritt weiter und bietet den Hundehaltern die Möglichkeit, sich noch detaillierter darüber zu informieren, was eigentlich in der Dose steckt – und woher es kommt! Auf jeder Dose findet sich nämlich ein QR-Code, der beim Scan zur Website www.petfood-check.com führt. Hier kann man dann wiederum einen individuellen Buchstaben-/Zifferncode eingeben, der jeweils auf dem Dosenboden steht, und weitere Informationen über die Herkunft bzw. den Verarbeitungsort der Rohstoffe dieser speziellen Dose beziehen.

FOODPRINT im Napf - hier "Huhn mit Apfel und Steckrübe"
FOODPRINT im Napf – hier „Huhn mit Apfel und Steckrübe“

Im Detail findet man Angaben zu:

  • Herkunft bei Obst und Gemüse: Zutaten nachverfolgbar zum Bauern bzw. zur Erzeugergemeinschaft.
  • Verarbeitungsort bei Fleisch und Fisch: Zutaten nachverfolgbar bis zum Schlachthof / Zerlegebetrieb
  • Verarbeitungsort bei Mineralstoffen, Ölen und Zusatztoffen: Zutaten nachverfolgbar bis zum verarbeitenden Betrieb

Was kann FOODPRINT noch? Das Futter wird in Deutschland hergestellt und ist 100% getreidefrei. Bei der Nachverfolgung der Rohstoffe wird auch die Zusammensetzung des Futters übersichtlich aufgeschlüsselt, hier zu sehen am Beispiel einer Dose „Rind mit Kürbis und Zucchini“:

Aufschlüsselung der Zutaten, Analytischen Bestandteile und Zusatzstoffe einer Dose FOODPRINT
Aufschlüsselung der Zutaten, Analytischen Bestandteile und Zusatzstoffe einer Dose FOODPRINT

Auch die im Screenshot zu sehenden „Zusatzstoffe“ bei den Zutaten werden auf der Petfood-Check-Website von FOODPRINT noch weiter aufgeschlüsselt, wenn man dort mit der Maus über den Text fährt.

Folgende Sorten sind derzeit erhältlich, alle haben einen Fleischanteil von 70 %:

  • Rind mit Kürbis und Zucchini
  • Huhn mit Apfel und Steckrübe
  • Pute mit Rote Beete und Sellerie
  • Huhn mit Rind mit Kartoffeln und Karotten
  • Pute mit Kalb mit Karotten und Rotkohl
  • Rind mit Hering mit Kartoffeln und Spinat

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Ein spannendes Konzept, das hoffentlich auch den allgemeinen Trend zu mehr Qualität in der Hundeernährung weiter vorantreibt – und geschmeckt hat es Mika offensichtlich auch:

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Gut zu Fuß (und zu Pfote)

Etwa 1.500 Schritte legt ein ein durchschnittlicher Büroangestellter, der mit dem Auto zur Arbeit fährt und ansonsten eher zur Gattung Couch-Potato zählt, pro Tag zurück. Klingt viel? Ist aber weit entfernt von den 10.000 Schritten, die in der Regel für ein gesünderes Leben empfohlen werden. Da dürfte der durchschnittliche Hundemensch schon deutlich näher dran sein. Und unsere Hunde übertreffen dieses Ziel sicher locker (wobei sich die Frage stellt: wird da jede Pfote gezählt, um auf 10.000 Schritte zu kommen…? 😉 ).

So weit uns die Füße tragen…

Ob nun mehr oder weniger als 10.000 Schritte täglich – fest steht, dass uns unsere Füße und Pfoten Tag für Tag durchs Leben und damit ganz schön viel Verantwortung tragen. Ganz besonders natürlich, wenn man (wie wir gerade) zum Beispiel auf große Wanderschaft gehen will. Damit man sich dann auch sicher darauf verlassen kann, per pedes am Ziel anzukommen, sollte man den Füßen und Pfoten natürlich besondere Aufmerksamkeit schenken. Ein paar Tipps dazu haben wir für euch zusammengestellt!

Gut zu Fuß (und zu Pfote)

Vierbein

Krallenpflege

Krallenpflege ist immer wichtig, aber natürlich ganz besonders vor längeren Wanderungen: Die Krallen sollten nicht zu lang sein, zum einen damit der Hund besseren Halt auch auf glatteren Untergründen hat, zum anderen damit die Krallen nicht schmerzhaft ins Krallenbett drücken, und zu guter Letzt um das Risiko von splitternden und brechenden Krallen zu verringern. Hunde, die längere Zeit mit zu langen Krallen herumlaufen, können im schlimmsten Falle Haltungs- und Gelenkschäden davontragen, da sie automatisch eine Schonhaltung annehmen, um dem Druck auszuweichen.

Nicht jedem Hund müssen die Krallen gekürzt werden, wenn der Hund öfter auf harten Untergründen läuft oder etwas viel buddelt, kann es gut sein, dass sie sich von alleine in der richtigen Länge halten. Ob die Krallen zu lang

Sollte es aber doch nötig sein, die Krallen zu kürzen, muss man dabei vorsichtig vorgehen, um nicht versehentlich den durchbluteten, von Nerven durchzogenen Teil der Kralle zu verletzen. Ausführliche Anleitungen zu verschiedenen Methoden dazu finden sich hier. Wer sich unsicher ist, kann die Krallen natürlich auch von einem Profi kürzen lassen!

Wenn die Krallen die richtige Länge haben, kann man außerdem noch für etwas mehr Geschmeidigkeit sorgen, indem man sie ‚einfettet‘, zum Beispiel mit ein wenig Kokosöl (wichtig ist, ein Öl/Fett zu nehmen, was auch im Magen des Hundes landen darf, da es natürlich leicht abgeschleckt werden kann). Zur generellen Stärkung der Krallen bietet sich Biotin oder Kieselerde als Nahrungsergänzung an.

Hundepfoten Krallenpflege

Ballenpflege

Die Ballenzwischenräume unserer Vierbeiner sind oft im wahrsten Sinne des Wortes eine haarige Angelegenheit: Gerade im Winter knubbelt sich da im Fell schnell so einiges zusammen. Deshalb und auch um (bei langhaarigen Hunden) die Krallenlänge besser erkennen zu können, kann es sinnvoll sein, das Fell zwischen den Ballen zu kürzen. Mika ist da zum Glück sehr pflegeleicht, er kommt immer ohne Schneeböppel an den Pfoten durch den Winter… 😉

Nach einer Wanderung sollte man auf jeden Fall die Ballen und -zwischenräume einmal inspizieren, um sicherzustellen, dass sich der Hund keinen Fremdkörper eingetreten hat – selbst eine einzelne Tannennadel kann da nämlich schon fies pieksen.

Um die Ballen elastisch zu halten und Rissbildung vorzubeugen, kann man die Pfoten außerdem mit speziellen Pflegeprodukten (Balsam, Creme, Öl/Fett, …) behandeln oder auch hier etwas Kokosöl verwenden. Das ist besonders im Winter sinnvoll, wenn zusätzlich zu Kälte und Eis auch noch Streusalz die Hundepfote angreift – und natürlich immer dann, wenn man mal wieder auf etwas herausfordernden Untergründen unterwegs ist… ;-).

Wir nehmen unterwegs gerne einen Pfotenpflege-Fettstift von Lunderland mit, um im Falle des Falles auch zwischendurch eine Pflegeschicht auflegen zu können. Für Zuhause probieren wir es seit neuestem mit dem Pfotenschutz-Spray von Anibio – Mika ist allerdings generell von Sprays gar nicht begeistert. Bewährt haben sich auch einfache Ringelblumencreme aus der Drogerie sowie Vaseline/Melkfett oder Hirschtalg.

Pfotenschutz

In besonders herausforderndem Gelände oder für Hunde mit besonders empfindlichen Pfoten sowie bei kleineren Verletzungen an den Ballen empfehlen sich Pfotenschuhe. Diese gibt es in verschiedensten Ausführungen, von einfachen „Gummiüberziehern“ bis hin zu wasserabweisenden Softshell-Modellen mit Profilsohle. Für Wanderungen kann ein rutschfestes Profil definitiv nicht schaden, außerdem sollten die Schuhe natürlich rutschfest sitzen. Wichtig ist, dass ihr das Anziehen der Schuhe sowie das Laufen damit vorher übt, damit euer Hund nicht wie auf rohen Eiern läuft.

Herausfordernder Untergrund

Zweibein

Fußpflege (und kleine Helferlein)

Wie beim Vierbeiner sind hier natürlich auch sorgsam gestutzte Nägel höchstes Gebot – Nägel aber keinesfalls rund schneiden, damit sie nicht einwachsen! Um Blasenbildung vorzubeugen, solltet ihr für trockene Füße sorgen. Für mich wirkt Babypuder da Wunder, wenn es warm ist – eine sinnvolle Alternative zum Fußdeo, wenn ihr mich fragt.

Abends dürfen die Füße dann gerne ein belebendes Fußbad genießen, mit Hirschtalg- oder einer ähnlichen Creme gepflegt und hochgelagert werden. Ich persönlich schwöre außerdem auf Venen-Aktiv-Cremes mit Rosskastanie – man kommt sich zwar beim Kauf im Drogeriemarkt unendlich alt vor, dafür hilft es einfach super gegen schwere Beine nach einem langen Wandertag (oder auch wenn es einfach nur heiß ist 😉 ).

Sollten sich doch einmal Blasen bilden, haben sich für mich Blasenpflaster von Markenanbietern bisher als deutlich besser als ihre günstigeren Alternativen herausgestellt. Auf jeden Fall sollte man nicht zu lange warten mit dem Blasenpflaster, sondern dieses am besten schon drauf machen, wenn man bemerkt, dass es an einer Stelle besonders reibt.

Gegen verspannte Fußsohlen hilft eine ausgiebige Fußmassage – am besten natürlich vom jeweiligen Lieblingsmenschen, aber wenn der- oder diejenige nicht verfügbar ist, ist ein Blackball oder eine kleine Blackroll eine super Alternative: einfach mit der Fußsohle unter konstantem Druck darüber rollen, das freut die Faszien. (Und sowieso ist Blackroll oder -ball kein schlechter Begleiter auf Wanderreisen, da man damit ja auch noch andere Körperpartien bearbeiten kann. Hier findet ihr einige Übungen.).

Socken

Die Wanderschuhe können noch so gut, die Füße noch so gepflegt sein: wenn die Socken nichts taugen, hilft das alles nichts. Richtige Wandersocken sind zwar nicht günstig, die Investition lohnt sich aber in der Regel: Vernünftige Wandersocken sorgen im Idealfall nicht nur für ein gutes Fußklima, sondern haben keine oder zumindest nur flache Nähte. Außerdem sind sie an den nötigen Stellen extra gepolstert, um die Gefahr von Druckstellen zu minimieren.

Wandersocken und Wanderschuhe7

Wichtig: Die Socken sollten eng anliegen, damit sie keine Falten werfen – sonst sind Blasen quasi vorprogrammiert! Gute Wandersocken sind daher auch daran zu erkennen, dass es pro Paar einen linken und einen rechten Socken gibt: die Socken sind entsprechend unterschiedlich geschnitten, was für einen idealen Sitz am Fuß sorgt. Da ich persönlich sowieso einen kleinen Sockenfetisch habe, nicht nur wenn es ums Wandern geht, besitze ich auch verschiedene Wandersocken, die ich je nach Außentemperatur und Schuhen, die ich trage, einsetze. Gerade im Sommer wird mir nämlich schnell zu warm, wenn ich in Merino-Socken unterwegs bin (ja, das Phänomen „kalte Füße = frierende Frau“ scheint auch umgekehrt zu gelten… 😉 ). Bei Material und Dicke macht also Versuch kluch. Einige Hersteller zeichnen auch aus, für welche Temperaturen ihre Wandersocken gedacht sind.

Schuhe

Das A und O für längere Strecken zu Fuß: der richtige Schuh! Welcher das ist, hängt natürlich ganz vom Einsatzort und -zweck sowie vom Fuß ab! Bei Wanderungen in bergigem Gelände sollte die Sohle stabil sein und der Schaft wirklich Halt geben, damit man nicht umknicken kann. Und natürlich sollten sie so gut wie möglich passen. Da ein guter Wanderschuh eine Investition ist, an der man im besten Fall ein paar Jahre seine Freude haben soll, kann ich nur empfehlen sich in einem Fachgeschäft beraten zu lassen, wo man die Schuhe idealerweise in einem kleinen Parcours mit unterschiedlichen Untergründen gleich probelaufen kann.

Dass die Schuhe vor einer größeren Wanderung erst einmal eingelaufen werden sollten, damit sie sich an den Fuß anpassen, versteht sich von selbst. Um lange etwas von euren Wanderschuhen zu haben, solltet ihr sie außerdem pflegen: wie das genau abläuft, hängt natürlich vom Material ab (Leder oder Kunstfaser), generell sollte man aber gleich im Anschluss an eine Wanderung den Dreck mit Bürste und / oder Wasser entfernen und die Schuhe gut trocknen und auslüften lassen. Zum Trocknen empfiehlt es sich, die Einlegesohle, die eigentlich immer herausnehmbar ist, einfach hochkant in den Schaft zu stellen, damit der Schuh wirklich komplett durchtrocknen kann.

Nasse Wanderschuhe

Kommt gut an

Schon Goethe wusste: „Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.“ Ich liebe dieses langsame Reisen und um es genießen zu können, versuche ich bestmöglich auf Mikas und mein Hand- ähhh… Fußwerkszeug zu achten. Habt ihr noch Tipps, wie man als Zwei- oder Vierbeiner gut zu Fuß unterwegs ist? Dann immer her damit – man lernt schließlich nie aus 🙂

Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen. - Goethe