24. Juli 2011
Was wäre, wenn wir uns einfach zusammen mit unseren Hunden auf den Weg machen könnten, um das Geheimnis der intensiven Mensch-Tierbeziehung zu lüften, die einigen Auserwählten vorbehalten zu sein scheint? Reine Illusion? Nicht ganz! Die moderne Hirnforschung hat in jüngster Zeit die neurobiologischen Grundlagen des Einfühlens in andere, der Intuition bis hin zum Resonanzerleben entdeckt und erforscht. Wir wissen heute, dass Resonanzerfahrungen nicht nur zwischen Menschen, sondern auch zwischen Menschen und Tieren möglich sind, und wie sie zustande kommen. Diese und weitere brandneue Erkenntnisse der Neurobiologie, der Bindungs- und der Stressforschung, sowie der sich gerade radikal verändernden Tierforschung können wir für die Arbeit und das Leben mit Hunden und anderen Tieren nutzbar machen.
Ablauf:
Am Samstag werden wir uns mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen befassen und der Frage nachgehen, wie wir diese nutzen können, um tiergerechte Trainingstechniken auszuwählen. Darüber hinaus lernt ihr Möglichkeiten kennen, wie ihr eure Fähigkeiten als professioneller oder aber als Trainer eures eigenen Hundes weiter verfeinern könnt. Ihr dürft euren Hund gerne mitbringen, wenn ihr von auswärts kommt, die Anwesenheit der Hunde ist am ersten Seminartag jedoch nicht erforderlich. Am Samstag Abend gibt es als besonderes Schmankerl für alle, die Interesse daran haben, eine kurze Einführung in die Kunst des Jonglierens und andere Geschicklichkeitskünste.
Am Sonntag erprobt und übt ihr die vorgestellten Trainingstechniken und Trainingsinstrumente (Fähigkeiten des Trainers) in der Praxis anhand von kleinen Übungen und Circus-Tricks mit dem Hund.
Aus dem Seminarprogramm:
- Das Geheimnis der Spiegelnervenzellen. Die Rolle der Intuition im Tiertraining und wie man sie trainiert.
- Der „Zauberknopf im Hundehirn“. Warum wir unsere Hunde gar nicht motivieren müssen, sondern das Selbstbelohnungs- und Motivationssystem des – Hundes nutzen können.
- Neues aus der Bindungsforschung und bindungsfördernde Trainingsarbeit
- Unterschiedliche Formen des Lernens und ihre praktische Umsetzung
- Die Stressimpfung – warum und wie lustvoll-fröhliches Hundetraining der Stressanfälligkeit und Ängstlichkeit von Hunden vorbeugen, bzw. diese reduzieren kann und vieles mehr.
Ganzheitliches Training betrachtet den Menschen und das Tier als Teile eines Systems, die miteinander in Wechselwirkung stehen. Es will dabei keine weitere Methode des Hundetrainings sein, sondern ein offener Ansatz, der sich ständig weiterentwickeln kann und soll. So finden durchaus bewährte Trainingstechniken, vor allem solche aus dem Clickertraining, der Einsatz der Körpersprache usw. Anwendung.
Seminarleitung:
Elisabeth Beck aus Brück bei Berlin ist Human- und Tierpsychologin, Musikerin, Buchautorin – und vor allem Circus-Pädagogin. In Berlin leitet sie Circuskurse für Kinder und gibt Jonglierworkshops für Erwachsene. Seit mehreren Jahren widmet sie sich als Tierlehrerin intensiv dem Tricktraining – nicht nur mit Hunden, sondern auch mit verschiedensten anderen Tierarten. Als Minipig-Expertin engagiert sich Elisabeth Beck beispielsweise für artgerechte Haltung, gewaltfreie Erziehung und mentale Stimulation von Minischweinen als Haustieren. Zu Ihren cleveren Vierbeinern zählen zwei Hunde (Deli und Sunny), ein ungeheuer engagiertes und kreatives Clicker-Schweinchen mit Namen Piccolino, zwei Waschbären (Monty und Paulchen) sowie die zwei Parmakänguruhs Benny und Flo.
Bitte mitbringen:
- Clicker
- viele kleine weiche Belohnungsleckerchen
- eine Decke
- bequeme, sportliche Kleidung
- und gute Laune