28. August 2010
“Mantrailing” setzt sich aus den Worten “Man = Mensch” und “to trail = verfolgen” zusammen: Eine artgerechte Beschäftigung für Hunde, die mit ihren um die 220 Millionen Riechzellen echte Profischnüffler sind.
Beim Mantrailing geht es darum, die Spur eines Menschen aufzunehmen und ihn zu suchen. Jeder Mensch hinterlässt bei jedem Schritt eine individuelle Duftspur aus Hautpartikeln und Schweiß. Der Hund lernt, sich über ein von diesem Menschen getragenes Kleidungsstück den Geruch einzuprägen, die Spur aufzunehmen und sicher zu verfolgen. Und das auf jedem Untergrund, ob Wald, Feld oder ganz normale Wege. Daher ist Mantrailing auch gut in den Alltag zu integrieren, denn man braucht nicht zwingend eine Wiese oder ein Feld, sondern kann den Hund auch ohne großen Aufwand zum Beispiel in Wohngebieten suchen lassen.
Mantrailing eignet sich auch für Hunde, die (noch) nicht frei laufen können, denn der Hund bleibt bei der Arbeit immer an einer 5 bis 7 Meter langen Suchleine. Auch ängstliche Hunde können trailen und bekommen durch die Erfolge Sicherheit und Selbstbewusstsein. Selbst junge Hunde (ab 4 Monaten) können teilnehmen, denn Trailen ist eine sinnvolle Aufgabe und fördert die Bindung zum Menschen.
Christiane Ostermeier, Hundetrainerin, Beaglebesitzerin und langjährig erfahrene Mantrail-Trainerin, veranstaltet für alle interessierten Mensch-Hund-Teams in der Mensch-mit-Hund-Schule einen Schnuppertag, an dem die Grundlagen des Mantrailing gelehrt werden. Danach habt ihr ein gutes Rüstzeug, um selber erste Trails zu Hause zu machen.
Bitte mitbringen:
- 3-4 Stück getragene Kleidung in einem sauberen Müllbeutel (30l),
- super Futter für den Hund (Dosenfutter, Würstel, also echte Jackpots, Trockenfutter oder kleine, trockene Leckerli),
- Wasser für den Hund,
- Brustgeschirr,
- Halstuch für den Hund (das Anlegen des Halstuchs signalisiert dem Hund zukünftig, dass es jetzt losgeht),
- eine kurze Leine (2 Meter) und
- eine 5-7 Meter lange, griffige Leine (Kordeln sind nur bei sehr kleinen Hunden geeignet).