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Kategorie: Touren in der Stadt

Isarhunderunde 5: Aubinger Lohe

Isarhunderunde 5: Aubinger Lohe

[ 0 ] 9. Mai 2010

Für diese Tour verschlägt es uns in den westlichsten Zipfel Münchens: Das Waldgebiet liegt nordwestlich des Stadtteils Aubing in direkter Nähe der S-Bahn-Station Lochhausen (S 3). Womit wir auch schon bei einem der großen Vorteile dieser Runde wären: Dort angekommen muss man nämlich keine großen Strecken mehr an der Straße zurücklegen, sondern kann schon bald das Kommando „Leinen los!” erteilen.

Wir verlassen die S-Bahn-Unterführung nach links, überqueren die Straße über den Zebrastreifen – und schon kann es losgehen! Beim kleinen Weiher halten wir uns links und folgen erst mal dem Bachlauf. Rechter Hand steht im Sommer der Mais mannshoch; natürlich sollen die Hunde hier nicht über die Felder streifen, sondern auf auf dem Pfad bleiben.

Mit einem Anstieg beginnt der Weg durch die Aubinger Lohe

Nach der zweiten Querung des Bachs über kleine Brücken hinweg geht der Weg bergauf hinein ins Waldgebiet. Die Aubinger Lohe ist ein Landschaftsschutzgebiet. Hunde dürfen frei laufen, sollen zum Schutz des Wildes aber auf den Wegen bleiben und nicht durchs Unterholz streifen (worauf man aber auch generell achten sollte – nicht zuletzt, damit Bello nicht auf Nimmerwiedersehen einer besonders interessanten Fährte nachgeht).

An der Weggabelung halten wir uns rechts. Jetzt geht es erst mal wieder bergab. Generell sind in der Aubinger Lohe einige Steigungen zu überwinden. Der Höhenunterschied kann (laut meiner GPS-Aufzeichnung) bis zu 50 Meter betragen. Nicht zuletzt findet sich in der Aubinger Lohe einer der tollsten Rodelhügel Münchens…

Wir schlagen erst einmal einen Bogen und umrunden den großen Weiher, der Heimat für eine ganze Reihe Vögel und Amphibien (ja, wir haben hier auch schon eine Ringelnatter munter durchs Wasser schwimmen sehen) bietet.

Mika meint: Man sollte seine Umgebung stets genau untersuchen - so auch die Wiese rund um den Weiher in der Aubinger Lohe

Naturbegeisterte können in der Aubinger Lohe übrigens auch einem Waldlehrpfad folgen. Beim Weiher findet man schon mal Auskunft zu heimischen Singvögeln:

Wer mehr über die Flora und Fauna in der Aubinger Lohe erfahren will, sollte einen Blick auf die Infoschilder werfen

Begegnungen mit anderen Tieren sind in der Aubinger Lohe also durchaus wahrscheinlich – insbesondere, wenn sie vier Hufe, Mähne, Schweif und Nüstern haben! Tatsächlich trifft man sehr häufig Freizeitreiter in der Aubinger Lohe. Sollte euer Hund Probleme mit den etwas anderen felligen Vierbeinern haben, empfiehlt es sich, ihn an der Leine zu halten. Ein häufigeres Problem sind aber eher die Hinterlassenschaften der Pferde: So ein Pferdeapfel lädt den ein oder anderen Hund eben doch mal zu ausgiebigem Wälzen oder einem herzhaften Haps ein. Da solltet ihr die Augen offen halten, um unangenehme Begegnungen der geruchlichen Art zu verhindern…

Freizeitreiter trifft man in der Aubinger Lohe häufig

Neben Pferden sind in der Aubinger Lohe viele (Nordic) Walker und Jogger unterwegs. Interessanterweise trifft man seltener auf andere Hunde. Hundebegegnungen finden meist auf der großen Wiese zu Füßen des Teufelsbergs statt, an auf die wir nach Umrundung des Weihers stoßen. Hier ist bei schönem Wetter auch ein guter Platz, um Sonne zu tanken.

Wir halten uns leicht rechts und gelangen nun in den Waldteil der Lohe. Ab hier ist der Weg meist halbschattig bis schattig – ideale Bedingungen für Spaziergänge an warmen Tagen! Die Hauptwege im Waldgebiet sind sehr gut ausgebaut, die kleineren Nebenpfade können nach einer Regenphase ganz schön matschig sein: Wenn es dann bergab geht, wird der Weg schon mal zu einer Rutschpartie. Je nach Wetterlage sollte man seine Route also anpassen; in dem knapp 2 km² großen Gebiet finden sich genügend Variationsmöglichkeiten.

Die Hauptwege sind gut ausgebaut und eignen sich auch prima für Radtouren

Wir drehen nur eine kleinere Runde durch den Wald. Wer länger wandern möchte, kann die Tour noch mit einem kulturgeschichtlichen Abstecher zur im Süden des Gebiets (nahe der S-Bahn-Linie S 4) gelegenen Keltenschanze verbinden.

Der Rückweg führt uns über den Gipfel des Teufelsberg. Von hier hat man eine herrliche Aussicht über den Weiher, die große Wiese und alles, was dort so kreucht und fleucht. Wenn dann noch eine der Bänke frei ist, ist dies ein idealer Platz, um die Abendsonne zu genießen. Anschließend wartet nur noch ein kurzer Abstieg und der kurze Weg entlang des Bachlaufs und schon ist man wieder an der S-Bahn-Station Lochhausen.

Die Aussicht vom Teufelsberg gefällt nicht nur Mika

Insgesamt hat unsere Tour eine Länge von etwa 5,5 Kilometern. Wir umgehen die Strecken mit steilen Anstiegen, lediglich die Abstiege sind an einigen Stellen je nach Wetterlage etwas heikel. Die Runde ist besonders an warmen Tagen durch den schattenspendenden Baumbestand empfehlenswert. Im Winter ist die Runde allerdings mit Vorsicht zu genießen: Die Wege sind nicht geräumt, sodass ein Spaziergang ganz schön abenteuerlich geraten kann.


Aubinger Lohe auf einer größeren Karte anzeigen

Isarhunderunde 4: Englischer Garten zwischen Münchner Freiheit und Studentenstadt

Isarhunderunde 4: Englischer Garten zwischen Münchner Freiheit und Studentenstadt

[ 0 ] 3. April 2010

Der Englische Garten: Hierhin verschlägt es früher oder später jeden Münchner, ob mit oder ohne Hund. Klar, eine der größten Parkanlagen der Welt (und noch dazu mitten in der Stadt und damit perfekt erreichbar) sollte man sich als „Sechsbeiner” nicht entgehen lassen! Es gibt jedoch einen Wermutstropfen: Hunde dürfen nämlich im Englischen Garten offiziell nicht von der Leine. Da der Münchner als solcher aber in vielerlei Hinsicht entspannt durch’s Leben geht (und vielleicht auch weil Zuwiderhandlung nicht mit Geldstrafen belegt ist), sieht man im gesamten Parkgebiet jede Menge Vierbeiner fröhlich und leinenlos über die Wiesen streifen.

Dabei zeichnet sich aber ein Trend ab: Während der Südteil des Englischen Gartens, beginnend mit dem Hofgarten, über die großen Wiesen bei der Uni bis zum Kleinhesseloher See, primär von Sonnenbadern, Fußballspielern, Jongleuren, Trommlern und Touristen bevölkert wird,  ziehen sich die Hundehalter mit ihren Vierbeinern in die nördlichen Gefilde zurück. Deshalb startet unsere Tour an der Münchner Freiheit (erreichbar mit U-Bahn U3 und U6, Tram 23 oder diversen Buslinien): Von dort geht es die Feilitzschstraße entlang, die am Kleinhesseloher See in den Englischen Garten mündet. Natürlich ist aber auch ein Start weiter südlich, etwa von der Haltestelle Universität oder Giselastraße (U3, U6), oder weiter nördlich, etwa von Haltestelle Nordfriedhof (U6), möglich.

An einem sonnigen Tag sind um den See viele Spaziergänger, auf dem See jede Menge Tret- und Ruderboote und im Biergarten eine Menge Brotzeitler. Mika lässt sich davon nicht irritieren und hüpft erst mal ins kühle Nass – sehr zur Freude der vorbeilaufenden Ausflügler. Gelegenheit zum Abkühlen finden „Seehunde” unterwegs immer wieder.

Abkühlung muss sein, da stören auch die Boote nicht - findet jedenfalls Mika

Der Weg führt nach links, sodass der See rechter Hand liegt. Kurz nach dem Bootsverleih biegen wir auch schon wieder links ab über die Brücke, die den durch den Mittleren Ring getrennten Süd- und Nordteil verbindet. Der Nordteil (auch unter dem Namen Hirschau bekannt) besticht durch seine weitläufigen Wiesen, die von Bächen durchzogen sind und immer wieder kleine und größere Waldgebiete. Vor allem aber bringt der Wechsel in den Nordteil eines mit sich: deutlich mehr Ruhe! Wir nutzen die Gelegenheit und legen an der erstbesten Wiese erst mal eine kleine Dummy-Session ein.

Mika darf sich in der ruhigen Hirschau erst mal mit dem Dummy austoben

Weiter geht es durch den Park. Hier gilt: „Viele Wege führen zum Ziel”, ein verzweigtes Wegenetz schlängelt sich durch die Hirschau. Wir versuchen auf unserem Weg Richtung Norden auf den Fußgängerwegen zu bleiben, um nicht zu vielen Radlern ins Gehege zu kommen. Mika genießt vor allem seine Badeausflüge in die diversen Bachläufe.

Wenn kein See in der Nähe ist, tut es auch ein Bach: Wasserbegeisterte Hunde haben im Englischen Garten ihre helle Freude

Je weiter wir in den Nordteil vordringen, desto großflächiger werden die Wiesen und desto mehr Hundebesitzer treffen wir. Einem gepflegten Über-die-Wiese-toben zum krönenden Gassi-Abschluss steht also nichts im Weg.

Besonders viele Hunde und ihre Besitzer trifft man im Bereich Nordfriedhof / Mini-Hofbräuhaus und bei der StuSta / Aumeister

Auch Herrchen und Frauchen haben sich natürlich nach so einem Spaziergang eine Erfrischung verdient. Und wer sie sich nicht bei einem Sprung in den Schwabinger Bach holen will, auf den wartet am Ende der Strecke der Biergarten Aumeister, der vor allem für Hundehalter ein beliebter Treff- und Anlaufpunkt ist.

Erschöpfte Gassigeher können sich am Ende der Tour im Aumeister eine wohlverdiente kulinarische Belohnung holen

Von dort aus ist es dann nur noch ein Katzen-, pardon: Hundesprung bis zur U-Bahn-Haltestelle Studentenstadt, wo die Linie U6 wieder Richtung Innenstadt fährt.

Die Strecke ist prinzipiell für jeden geeignet, die Wege sind gut ausgebaut und haben kaum Steigungen. Unsere Tour ist knapp 7 Kilometer lang, lässt sich aber nach Belieben verkürzen oder verlängern. Hundehalter sollten im Englischen Garten ganz besonders auf ein harmonisches Miteinander ihren (hundelosen) Mitmenschen achten, damit auch in Zukunft freilaufende Hunde wohlwollend „ignoriert” werden :-) .


Englischer Garten von Münchner Freiheit bis StuSta auf einer größeren Karte anzeigen

Isarhunderunde 3: Isarauen zwischen Reichenbachbrücke und Thalkirchen

Isarhunderunde 3: Isarauen zwischen Reichenbachbrücke und Thalkirchen

[ 0 ] 9. Februar 2010

Definitiv eine unserer Lieblingsrunden, ganz besonders im Winter: Im Grünen, aber absolut zentral gelegen locken die Isarauen auch in der Innenstadt täglich zu kurzen oder langen Spaziergängen, Bade- und Bräunungsausflügen oder eben auf die obligatorische Gassitour.

Los geht’s ab der U-Bahn-Station Fraunhoferstraße (Linien U1 und U2, Tram 27). Nur ein kurzes Stück an der Straße entlang, schon erreicht man die Reichenbachbrücke. Für uns gehört dort ein Stopp an Münchens einzigem 24-Stunden-Kiosk beinahe schon zum guten Ton: Hier gibt es dann je nach Jahreszeit dann erstmal ein Heiß- oder Kaltgetränk für den Zweibeiner – und bei Bedarf auch Futter für den Vierbeiner!

Isarhunderunde 2: An der Schlossmauer

Isarhunderunde 2: An der Schlossmauer

[ 1 ] 12. Juli 2009

Nicht immer ist ausreichend Zeit, um „Hund und Kegel” zu packen und vor die Tore der Stadt zu fahren, um sich auf große Wanderung zu begeben. Der Stadthund als solcher soll aber natürlich trotzdem nicht auf seinen Auslauf verzichten müssen. Zum Glück finden sich in München viele Hundeauslaufgebiete ohne lange Anfahrt.

Eines unserer Lieblingsziele in der Stadt ist nach wie vor das Gebiet „An der Schlossmauer”: Die Rede ist dabei von der „anderen Seite” des Nymphenburger Schlossparks. Im Gegensatz zum gepflegten Schlosspark, in dem die Vierbeiner an der Leine bleiben müssen, finden Gassigeher hier ein verhältnimäßig wildwüchsiges Wiesengebiet – da verschwindet im Sommer selbst unser Großer komplett in all den Grasbüscheln!

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Wir haben in diesem Bild zwei Hunde versteckt. Kannst du sie finden?

Das Schlossmauer-Gebiet ist sehr gut mit der S-Bahn zu erreichen: Einfach bis Haltestelle Laim fahren (alle S-Bahn-Linien außer S7), links durch die Unterführung bis zur nächsten Kreuzung, dort wieder links abbiegen und dann geht es erst mal geradeaus. Hier sollten die Hunde noch an der Leine bleiben: Man geht durch das neu entstandene Wohngebiet mit Spielplätzen, dann weiter geradeaus, sodass die Schlossmauer rechter Hand liegt. Hier ist auch die Straße noch nah, wenn auch wenig befahren.

Nach einer Weile erreicht man die Kleingartensiedlung, an der auch die Mauer einen Bogen nach rechts schlägt. Wenn nötig, kann man hier an der Dog Station noch schnell den Kackerlsackerl-Vorrat aufstocken, dann folgt man weiter dem Weg an der Mauer entlang, bis man die Kleingartensiedlung hinter sich gelassen hat und durch eine Schranke das eigentliche Auslaufgebiet erreicht.

Über die Trampelpfade durchs Auslaufgebiet

Über die Trampelpfade durchs Auslaufgebiet

Wer möchte, kann jetzt weiter dem Hauptweg folgen, der zunächst weiter direkt an der Mauer entlang verläuft. Allerdings ist der Hauptweg im Allgemeinen den Radfahrern und Joggern vorbehalten, von denen immer einige dort unterwegs sind. Es ist beinahe ein stillschweigendes Abkommen, dass die Hundehalter mit ihren Vierbeinern die Nebenwege nutzen – also nichts wie ab ins Grüne!

Das gesamte Wiesengebiet ist mit Trampelpfaden durchzogen. So kann sich jeder seinen Lieblingsweg aussuchen, ob nun lieber mitten über die Grünfläche oder am Rand des kleinen Wäldchens entlang. Auch Rundwege lassen sich so interessanter gestalten. Welchen Weg man auch wählt: Immer wieder kann man durch die sogenannten „Ha-Has” oder „Ahas”, abgesenkte Stellen in der Schlossmauer, einen Blick in den Park erhaschen.

Blick in den Schlosspark

Blick in den Schlosspark

Unser Weg führt meistens quer über die Wiesen. Fast zu jeder Jahres- und Tageszeit trifft man hier andere Fellnasen und ihre Menschen. Sowohl Vier- als auch Zweibeiner sind hier in der Regel „gut erzogen”: Es wird gegrüßt und gerne mal geplauscht. Selbst mit den Langläufern, die hier im Winter gerne ihre Runden drehen, gab es noch keine Probleme.

Gepflegtes Beschnüffeln ist bei dieser Tour an der Tagesordnung

Gepflegtes Beschnüffeln ist bei dieser Tour an der Tagesordnung

Weiter geht es nach einer schnellen Querung des Hauptwegs nach rechts, dem Knick der Mauer folgend und hier nun wieder direkt neben ihr entlang. Zur linken verlaufen jetzt mit einigem Abstand Bahnschienen: Hunde, die sich gerne mal weiter entfernen, sollten also eventuell an die Leine genommen werden. Das kurze Wegstück führt an den Nymphenburger Kanal, der hier den Schlosspark verlässt.

Fellnasen mit Faible für Wasservögel gehören hier definitiv an die Leine: Enten und Schwäne sieht man hier eigentlich immer. Dafür kann hier schnell eine Runde Wasser getankt werden. Es geht ein Stück weit am Kanal entlang in Richtung der Bahnschienen, dann rechts über die Brücke auf die andere Seite.

Erpelversammlung auf dem Schlosskanal

Erpelversammlung auf dem Schlosskanal

Dort tauchen wir gleich schräg rechts in das kleine Waldstück ein und weiter geht es auf den Trampelpfaden durch die Wiesen. Auf dieser Seite des Kanals trifft man meist weniger Gassigeher, sodass man auch die ein oder andere Trainingseinheit oder Such- und Apportierspiele im hohen Gras in den Spaziergang einbauen kann. Schließlich muss man nicht unbedingt Kilometer fressen, um den Hund auszulasten!

Schnellen Schritts...

Schnellen Schritts...

... durch die Botanik.

... durch die Botanik.

Am Ende der Wiesenfläche stoßen wir wieder auf den Hauptweg, dem wir jetzt an der Mauer entlang weiter folgen, um zu unserem Endpunkt zu gelangen: der Tramhaltestelle Amalienburgstraße der Tram-Linie 17. In der Nähe sind mehrere Biergärten und Gaststätten, falls eine Stärkung nötig ist. Wer noch nicht genug hat, kann dem Weg an der Schlossmauer weiter folgen – oder beispielsweise noch eine Runde durch den Schlosspark oder den nahe gelegenen Botanischen Garten drehen!

Zum Abschluss hier noch eine Orientierungskarte zu unserer Tour. Die Strecke ist nicht besonders lang (ca. 4 km) und führt über ausschließlich ebenes Gelände, sollte also für jeden geeignet sein.