Wer schon länger hier oder auf der Isarhunde-Facebookseite mitliest, weiß vermutlich schon, dass Mika und ich uns gerne am Apportieren versuchen. Na gut, eigentlich versuche ich mich am gezielten Werfen, sinnvollen Verstecken und passgenauem Auslegen sowie daran, verständliche Kommandos zu geben, während Mika sich in Langmut übt und mir fast immer nach bestem Wissen und Gewissen die sogenannten Dummies, gefüllte Segeltuch-‚Säckchen‘, zuträgt. Da hat es gut gepasst, dass ich das „Futterdummy Segeltuch“ von Treusinn ausprobieren durfte.

 

Mika trägt das Treusinn-Dummy wie ein Profi <3
Mika trägt das Treusinn-Dummy wie ein Profi <3

Besagtes Dummy gehört zu der Gattung der Futterdummys: Diese können meist und auch in diesem Fall mit einem Reißverschluss geöffnet und dann nach Belieben mit Leckerschmecker für den Vierbeiner befüllt werden. Futterdummys eignen sich vor allem, wenn man das Apportieren erst aufbaut und der Hund entweder eine besondere Motivation braucht, um das Dummy überhaupt interessant zu finden (so war das zum Beispiel ‚damals‘ bei Mika), und / oder er erst noch davon überzeugt werden muss, dass Kooperation mit dem Halter sich lohnt: das enthaltene Futter gibt’s nämlich erst, wenn das Dummy bei Frauchen oder Herrchen gelandet ist und der Mensch den Reißverschluss öffnet… Zu erklären, wie man das Ganze genau aufbaut, würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen, aber wichtigstes Gebot dabei ist, dass der Hund nicht mit dem Dummy abhauen und sich selbst daraus bedienen können sollte!

Das Dummy im Test

Wie man sich denken kann, sollten Futterdummys:

  • stabil sein, damit Hund nicht „versehentlich“ gleich ein Loch reintackert, aus dem dann gaaaaaanz zufällig die Leckerlis purzeln
  • sich leicht reinigen lassen, da vor allem das Innenleben zum Beispiel bei Befüllung mit feuchten Leckerlis oder durch das ausgiebige Ausschlabbern mit der Hundezunge durchaus in Mitleidenschaft gezogen wird

Das Futterdummy von Treusinn macht auf mich auf jeden Fall einen stabilen Eindruck: es besteht aus recyceltem Segeltuch, ein Material, das zwar dünn und leicht ist, aber dafür sehr reißfest – klar, so ein Segel muss ja auch ganz schön was aushalten! Da Mika aber nicht so der Beißer ist beim Apportieren, kann ich nicht sagen, wie viel Zahneinsatz das Dummy wirklich aushält. Klar ist: ein Dummy ist weder ein Zergel noch ein Kauspielzeug, sondern soll vom Hund „mit weichem Maul“ getragen werden – und das geht mit diesem Dummy wunderbar.

Das Dummy ist auch auf Entfernung gut zu sehen - das macht es dem Hund leichter
Das Dummy ist auch auf Entfernung gut zu sehen – das macht es dem Hund leichter

Auch die Reinigung fällt durch das Segeltuch leicht: man kann ihn einfach auswischen, das Segeltuch saugt sich auch bei feuchtem Futter nicht voll und kann einfach ausgewischt werden. Das ist auch praktisch bei Schlechtwetter-Einsätzen, da das Dummy fix wieder trocken ist!

Mika und ich nehmen schon seit Jahren keine Futterdummys mehr zum Training – das ginge sozusagen gegen unsere ‚Fehlfarbenretriever‘-Ehre ;-). Daher habe ich das Treusinn-Dummy beim Test-Einsatz einfach mit etwas Papier gefüttert. Da Mika wirklich ungern feste Dummys in Standardgröße trägt (wir nehmen daher normalerweise kleinere Dummys), war das für ihn perfekt: das Futterdummy ist zwar in etwa so groß wie ein normales 500g-Dummy, aber dafür so wenig gefüllt ganz weich und natürlich ganz leicht, sodass Mika es wunderbar tragen konnte. Der große Nachteil: trotz der Wurfschlaufe aus Tau, die am Dummy befestigt ist, kann man es aufgrund des geringen Gewichts sehr schlecht werfen – es segelt dann eher so dahin…

Lässt sich gut tragen: das Segeltuch-Dummy von Treusinn
Lässt sich gut tragen: das Segeltuch-Dummy von Treusinn gepaart mit den Segelohren von Mika

Kurz aufgelistet – die Pros und Cons:

Pro

  • sehr leicht (insbesondere, wenn man das Wurfseil abmacht) und klein ‚zusammenfaltbar‘: praktisch zum Mitnehmen
  • Reißverschluss über die ganze Länge: lässt sich leicht befüllen, der Hund kann gut daraus fressen und die große Öffnung erleichtert die Säuberung nach Benutzung
  • pflegeleichtes, stabiles Material
  • schnelltrocknend
  • mit Wurfschlaufe
  • nachhaltige und soziale Fertigung

Contra

  • (je nach Füllung) sehr leicht: ungünstig zum Werfen
  • Farbe: da das Dummy weiß ist, ist es auch auf Distanz in der Wiese gut zu sehen, was beim Dummytraining nicht unbedingt erwünscht ist – bei Markierungen kann das eine gute Hilfestellung für den Hund sein, für Suchen ist es nicht geeignet
  • Kosten: es gibt natürlich deutlich günstigere Futterdummys, die allerdings dann nicht (s.o.) nachhaltig und sozial gefertigt werden

Fazit

Wenn man sicher ist, dass der eigene Vierbeiner gerne mit dem Futterbeutel arbeitet, lohnt es sich sicher ein hochwertiges Exemplar zu erstehen, das man gut mitnehmen kann und an dem man lange Freude hat – denn schließlich ist das Schöne am Dummytraining, dass man es fast immer und überall machen kann. Das Segeltuch-Dummy von Treusinn kann so ein treuer Begleiter für das Beschäftigungs-Training zwischendurch werden!

Da Mika zwar brav Dummys bringt, sie aber nicht gut hält, ist der süße Nico für's Foto eingesprungen
Da Mika zwar brav Dummys bringt, sie aber nicht gut hält, ist der süße Nico für’s Foto eingesprungen

 


Vielen Dank an Treusinn, die mir das Dummy kosten- und bedingungslos zum Testen zu Verfügung gestellt haben!

Hallo, mein Name ist Alexandra. Vor sechs Jahren zog Mika, ein ungarischer Mischling, aus dem Münchner Tierheim zu mir in die Stadtwohnung. Seitdem machen wir auf sechs Beinen die Stadt und das Umland unsicher. Als Hundenärrin möchte ich auf Isarhunde.de andere Münchner Hundehalter über die "Hundeszene" der Stadt auf dem Laufenden halten, von Erlebnissen berichten und tierische Fundstücke vorstellen.

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