Christi Himmelfahrt, vielen besser bekannt als Vatertag, und schönes Wetter: eine der Gelegenheiten, bei denen man sich als ruhesuchender Hundemensch gerne mal fragt, wieso man überhaupt die Stadt verlässt angesichts von (gerne auch mal mehr, mal weniger alkoholisierten) Ausflüglermassen. Dementsprechend skeptisch starteten wir zu unserer Tour – aber unsere Befürchtungen bewahrheiteten sich zum Glück nicht!

Aber von vorne: Am Vatertag sind wir gegen Mittag in Richtung Starnberg aufgebrochen. Unser Ziel: Manthal, ein kleiner Ortsteil der Gemeinde Berg. In der Nähe der Gaststätte Manthaler suchen wir uns einen Parkplatz und los geht’s! Etwas verwirrt von den Radlern, die hier die (ansonsten wenig befahrene) Straße ‚unsicher machen‘, laufen wir schnell in den Wald rein – und damit gleich mal in die falsche Richtung… Zum Glück kam uns bald jemand entgegen und konnte uns auf den richtigen Weg lotsen.

Bei strahlendem Wetter ging es auf Tour rund ums Manthal
Bei strahlendem Wetter ging es auf Tour rund ums Manthal
Hoch über dem Starnberger See drehen sie ihre Runden, die Windräder
Hoch über dem Starnberger See drehen sie ihre Runden, die Windräder

Also zurück zur Straße und erst noch ein Stück die Harkirchner Straße weiter laufen, dann geht’s auf dem Bachjägerweg weiter (hier wäre auch eine letztlich sinnvollere Parkmöglichkeit, die ich euch auch in die Karte eingezeichnet habe). Hier gibt’s gleich mal einen kleinen Tümpel, an dem sich unsere vierbeinigen Jungs gleich mal eine Abkühlung gönnen – sollen sie auch haben, ist ja schließlich Herrentag 😉 !

Etwas weiter unten plätschert rechts von uns der Lüßbach vor sich hin, der drittgrößte Zufluss in den Starnberger See: An der nächsten Kreuzung biegen wir rechts ab, überqueren selbigen und halten uns dann auf dem Manthalhammerweg, der halblinks weiterführt und uns, den Bachlauf begleitend, langsam ‚in höhere Lagen‘ führt. Ab hier treffen wir auf dem ganzen restlichen Weg kaum noch Leute – eine wirklich angenehme Überraschung für uns!

Unser Weg mündet an einer T-Kreuzung, an der wir rechts abbiegen und ein kurzes Stück auf der Kempfenhauser Straße laufen. Es geht aber gleich wieder links, ein kurzes Stück am Feld entlang und weiter in Richtung Waldrand.

Dabei schrauben wir uns ganz sanft nach und nach höher und haben schon bald einen wunderbaren Ausblick auf die umliegenden Ortschaften Farchach und Aufkirchen. Im Hintergrund sieht man die Silhouetten des Karwendels über der sanft-hügeligen Landschaft hervorblitzen – eine wunderbare Gelegenheit für eine Rast, die wir auch gleich nutzen.

Nachdem wir uns am Panorama sattgesehen und die Hunde ihre Knabber aufgefuttert haben, raffen wir uns wieder auf und halten uns einfach weiter am Waldrand, wobei wir einmal rechts abbiegen, dann wieder links. Wir haben dann einen Schlenker über Farchach und Mörlbach eingelegt, den ich euch aber nicht empfehlen kann: man muss an einigen Stellen an bzw. auf der (Land-)Straße laufen und es gibt wirklich nichts zu sehen, was diese weniger schöne Laufsituation rechtfertigen würde. Am besten lauft ihr also einfach weiter am Waldrand entlang bis zum nördlichen Ortsrand von Mörlbach (als Alternativroute grün auf der Karte eingezeichnet).

Unser "Umweg" über Farchach und Mörlbach führt uns noch über Feldwege...
Unser „Umweg“ über Farchach und Mörlbach führt uns noch über Feldwege…
...und entlang von Rapsfeldern
…und entlang von Rapsfeldern

Dort an der kleinen Kreuzung mit der begrünten Mittelinsel (inklusive Sitzbank, falls ihr – wie wir – noch mal eine kleine Getränkepause einlegen wollt 😉 ) biegt ihr dann links ab auf die Forststraße. Kurz darauf trefft ihr, wenn ihr Glück habt, auch schon die etwas exotischeren Einwohner dieser Voralpenidylle: nämlich die Isartal Alpakas! Die putzigen Südamerikaner standen ganz friedlich und neugierig schauend nebst einigen Pferden auf der Weide – immer wieder ein witziger Anblick, den man in Bayern mittlerweile durchaus öfter sieht.

Die Isartal-Alpakas
Die Isartal-Alpakas

Kurze Zeit später führt uns unser Weg wieder in den Wald – was uns und den Hunden an diesem sonnig-warmen Tag äußerst willkommen ist. Wir folgen hier einfach weiter der Forststraße, indem wir uns an den Kreuzungen immer halblinks halten. Durch die Regenfällen in den vorangegangenen Tagen sind hier immer mal wieder größere Pfützen zu finden, aus denen die Hunde ein bisschen Wasser schlabbern können. Davon abgesehen ist die Runde bis auf den Anfang am Lüßbach eher wasserarm – also packt lieber ein bisschen was zu Trinken mit ein für eure Fellnasen!

In einem Bogen geht es schließlich auf die Neufahrner Straße wieder in Richtung Harkirchen und nach Manthal. Dort können die Vierbeiner noch mal eine Runde in den Lüßbach hüpfen und die Zweibeiner bei einem kühlen Getränk im Biergarten des Manthaler die Runde gemütlich ausklingen lassen – zumindest wenn die Hunde nichts gegen freilaufende Hühner in der direkten Nachbarschaft einzuwenden haben 😉 .

Zum Abschluss der Wanderung wird noch ein kräftiger Schluck aus dem Lüßbach getankt
Zum Abschluss der Wanderung wird noch ein kräftiger Schluck aus dem Lüßbach getankt
Zum Abschluss der Wanderung wird noch ein kräftiger Schluck aus dem Lüßbach getankt
Zum Abschluss der Wanderung wird noch ein kräftiger Schluck aus dem Lüßbach getankt

Insgesamt haben wir auf der Tour gut 13km zurückgelegt und waren etwa 3,5 Stunden unterwegs. Ohne den Bogen durch die beiden Ortschaften spart man natürlich etwas Strecke und kann dafür bei Bedarf zum Beispiel noch etwas länger durch den Wald streifen. Unterwegs ist natürlich mit Wild, aber auch mit Reitern zu rechnen. Die Wege an sich sind völlig problemlos zu begehen. Die Runde ist zwar nicht direkt spektakulär oder abenteuerlich, aber die Aussicht in Richtung Alpen ist wirklich schön und der Erfahrung an diesem vorsommerlichen Feiertag nach zu urteilen ist die Strecke nicht überlaufen. Nach dazu ist man schnell dort, sodass man hier auch einfach mal eine ausgedehnte Spazierrunde unter der Woche drehen kann.

Hallo, mein Name ist Alexandra. Vor sechs Jahren zog Mika, ein ungarischer Mischling, aus dem Münchner Tierheim zu mir in die Stadtwohnung. Seitdem machen wir auf sechs Beinen die Stadt und das Umland unsicher. Als Hundenärrin möchte ich auf Isarhunde.de andere Münchner Hundehalter über die "Hundeszene" der Stadt auf dem Laufenden halten, von Erlebnissen berichten und tierische Fundstücke vorstellen.

2 Comments

  1. Victor Sagt Antworten

    Ein wirklich toller Wanderweg. Ich bin momentan auf der Suche nach einem Urlaubsziel für Silvester mit den Hunde und Recherche für meinen neuen Blogbeitrag darüber. Bin zufällig über google hierher gekommen. Suchen auch etwas ruhigeres / abgelegeneres wo nicht geböllert wird. Tolle Fotos die du da gemacht hast. Viele Grüße Victor

  2. Eileen Sagt Antworten

    Hallo, ich mache hier in der Gegend gerade Urlaub und kenne mich nicht wirklich aus. Deshalb waren deine Routen sehr hilfreich. Wir sind schon einige deiner hier aufgelisteten Runden gegangen und wir sind sehr begeistert!
    Weiter so bitte 😉 Liebste Grüße Eileen

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