Stadtköter, Landtöle, Fellnase von Welt, Stubenwauwau… Die Hundeszene ist groß und bunt, ganz besonders in den Weiten des WWW. Um ein bisschen über den Münchner Tellerrand zu schauen, stellen in der Reihe „Der Hundumblick“ Hundeblogger sich und ihre Stadt vor – da lohnt nicht nur ein virtueller Besuch!

Im Hundebloghaus ist der Name Programm: Danni bloggt mit Leidenschaft über ihre zwei Setterjungs Flynn und Watson sowie über alles, was das Leben im Hundehaushalt schöner macht: Backen, Basteln, Bloggen – Danni zelebriert die Freude am Leben in allem, was sie tut. Im Interview spricht Danni über die Zerrissenheit zwischen Stadtsehnsucht und Landliebe, den puren Luxus für Hundemenschen und guten Gassirouten für’s Zeitmanagement.

Der HundumBlick mit Hundebloghaus
1. Wer bist du, wer sind deine Vierbeiner und wo bloggst du? Stelle dich, deinen Hund und dein Blog vor.

Im Hundebloghaus wohnen Danni (meines Zeichens nach Wassermann), sowie meine beiden Hunde, ihres Zeichens nach Irische Setter.

Das Haus steht (gerade noch so) in Bayern, in der Nähe von Aschaffenburg. Flynn (9) und Watson (10 Monate) sind meine zwei Mitbewohner. Ich blogge über spezielle und verrückte Hundeleckereien nebst Rezepten, verschönere euren Alltag mit selbstgemachten DIY´s für´s Hunde-zu-Hause und erzähle viel über Quatlity time mit dem Hund, lohnenswerte Mitmachaktionen oder ausgefallene Hundeaccessoires.

Danni und Watson vom Hundebloghaus. Foto: Katharina Pasternak / Leelah Loves
Danni und Watson vom Hundebloghaus. Foto: Katharina Pasternak / Leelah loves

2. Stadt, Land, Hund: Lebst du städtisch oder ländlich mit deiner Fellnase? Würdest du das Umfeld gerne ändern oder passt es perfekt für dich und deine Hunde?

Sehr gute Frage. Bin da oft sehr hin- und hergerissen. Wir wohnen total ländlich. Die nächste Großstadt ist glücklicherweise nur 15 km entfernt, aber als ich noch mitten in Wiesbaden, direkt neben dem Kurpark und angrenzenden Wanderwegen gewohnt habe, ging‘s mir und den Hunden auch famos. Manchmal nervt es, wenig Leute zu treffen, weil wir so abseits wohnen, aber da ich ein riesen Naturfan bin, überwiegt doch in den meisten Anfällen von Stadtsehnsucht gleich wieder der Gedanke an das Idyll hier.

3. Wie hundefreundlich ist der Ort, wo du lebst? Gibt es Auslaufmöglichkeiten, Trainingsmöglichkeiten / Vereine, Kotbeutelstationen? Sind die Leute aufgeschlossen gegenüber Hunden?

Da haben wir das Glück auf Erden – in allen Punkten die du ansprichst. Kürzlich habe ich erfahren, dass Deutschland mit das einzige Land auf der Welt ist, in dem Hunde größtenteils ohne Leine laufen dürfen. So auch hier bei uns im Ort. Hundekotbeutel gab es nach einer lang anhaltenden Initiative der ortsansässigen Hundebesitzer nach 3-jährigem Kampf. Also ebenfalls top… Aber der Luxus pur ist tatsächlich das Hundezentrum Aschaffenburg, das deutschlandweit bekannt ist. Es ist nämlich für uns mit dem Fahrrad zu erreichen und ich bin dort seit meinem ersten Setter vor 20 Jahren immer mal wieder zu Kursen oder Trainings.

Auslaufmöglichkeiten haben wir auch en masse, 2 Flüsse, ein See, Wiesen, Felder, Wälder. Eine Bekannte sagte kürzlich: „Leben wo andere Urlaub machen“. Es ist wirklich schön hier!

Flynn und Watson vom Hundebloghaus haben jede Menge Möglichkeiten sich auszutoben. Foto: Hundebloghaus
Flynn und Watson vom Hundebloghaus haben jede Menge Möglichkeiten sich auszutoben. Foto: Hundebloghaus

4. Das leidige Thema Leine: Herrscht in deinem Ort Leinenpflicht? Gibt es vielleicht ausgewiesene Hundefreilaufflächen? Oder haben Hunde den Luxus, größtenteils frei laufen zu dürfen?

Jubel, jubel, freu, freu – die dürften hier rennen bis der Arzt kommt ;-)! Freilauffläche gibt es auch eine, aber wie das leider oft der Fall ist, sind da eher nicht so doll sozialisierte Hunde nebst ihren schwierigen und pöbelnden Besitzern. Die meiden wir.

5. Zu Besuch in deiner Gegend: Was sollten Menschen mit Hund in deinem Ort oder deiner Umgebung unbedingt gesehen haben?

Die Fasanerie in Aschaffenburg und den Landschaftspark Schönbusch. Wenn man vorab schon ‘ne längere Zeit zum Planen hat, sollte auch einer der vielen Kurse beim Hundezentrum Aschaffenburg auf der To-Do-Liste stehen.

Flynn, der "Senior" im Hundebloghaus. Foto: Hundebloghaus
Flynn, der „Senior“ im Hundebloghaus. Foto: Hundebloghaus

6. Hast du eine Lieblings-Gassi-Route in deiner Umgebung und verrätst du sie uns?

Ui, da gibt es einige. Aber am liebsten mag ich glaub ich die sogenannte Oberwiese. Hier geht ein Rundweg an der Gersprenz (der kleinere und wildwasserähnliche Fluss) entlang und führt über einen verschlungenen Waldpfad zurück zum Ausgangspunkt. Da man den zeitlich von 30min. – 1,5 h ausdehnen kann, bietet er nicht nur für das Auge was, sondern auch für das Zeitmanagement.

Watson, der "Junior" im Hundebloghaus. Foto: Hundebloghaus
Watson, der „Junior“ im Hundebloghaus. Foto: Hundebloghaus

Die Reihe Der Hundumblick wird in unregelmäßigen Abständen weitergeführt, es warten viele spannende Blogs und Orte auf euch!

Hallo, mein Name ist Alexandra. Vor sechs Jahren zog Mika, ein ungarischer Mischling, aus dem Münchner Tierheim zu mir in die Stadtwohnung. Seitdem machen wir auf sechs Beinen die Stadt und das Umland unsicher. Als Hundenärrin möchte ich auf Isarhunde.de andere Münchner Hundehalter über die "Hundeszene" der Stadt auf dem Laufenden halten, von Erlebnissen berichten und tierische Fundstücke vorstellen.

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