Im Spätsommer – oder Frühherbst – wandert es sich ja bekanntlich am schönsten. Und umso schöner, wenn a) Feiertag und b) allerbestes Strahlewetter ist. Also ging’s am Tag der Deutschen Einheit in Richtung Ammergau, um mal wieder die Ammerschlucht zu erkunden.

Bestes Wanderwetter lockte uns in den Ammergau
Bestes Wanderwetter lockte uns in den Ammergau

Los geht’s beim Kraftwerk Kammerl, ganz in der Nähe des Wirtshaus Acheleschwaig in Saulgrub. Hier kann man das Auto abstellen und gleich an der Ammer loslaufen. Zuerst überqueren wir die Ammer und dann geht’s auch schon aufwärts – wegen einer Baustelle werden wir etwas außen am Kraftwerk entlanggeführt, aber es ist alles gut beschildert.

Gleich zu Anfang winken auch schon die ersten Herausforderungen, die ich noch gut von unserem ersten Ausflug hierher, der schon ein paar Jahre zurückliegt, in Erinnerung habe: Es gilt, zwei Gitterbrücken mit teils ziemlich großen Löchern zu überqueren. Challenge accepted! Die erste nehmen Mika und Nico, der uns mit seinem Frauchen begleitet, mit Bravours. Die zweite wurde Mika bei unserem früheren Besuch hinübergetragen – dieses Mal haben wir die beiden Hunde aber einfach durch den Bach, über den die Brücke führt, gelotst.

Einige abenteuerliche Stellen wollen unterwegs überwunden werden
Einige abenteuerliche Stellen wollen unterwegs überwunden werden

Und weiter geht es hinauf, bis man auf dem Plateau westlich oberhalb der Ammerschlucht angekommen ist. Nach dem schon etwas anstrengenden Anstieg führt der Weg nun erst mal gemütlich über Waldpfade und entlang Weideflächen. Als Orientierung dienen die Schilder in Richtung Schleierfälle.

Weiter geht es in Richtung Schleierfälle – und das bedeutet vor allem: wieder abwärts in die Ammerschlucht. wir lassen die Schleierfälle selber aus, dafür dürfen sich die Hunde eine kleine Plantschpause in der Ammer genehmigen. Im Bereich um die Schleierfälle ist einiges los, was sich vor allem am jetzt wieder folgenden Aufstieg über einen Treppensteig bemerkbar macht: viel Gegenverkehr, alle bemüht, auf den unregelmäßigen Holzstufen nicht auszurutschen. Aber ich bin nicht traurig um die Gelegenheiten, beim Aufstieg ein paar kurze Pausen einzulegen, um die entgegenkommenden Leute durchzulassen.

Wir halten uns weiter in Richtung Soyer Mühle / Bad Bayersoyen. Zwei Auf- und Abstiege sind natürlich noch nicht genug, also geht es wieder hinab ins Tal, dieses Mal folgt man aber dem Flusslauf ein wenig länger als an den Schleierfällen. Zeit für die Fellnasen, ein kurzes Bad einzulegen.

Jetzt ist es nicht mehr weit bis zur Soyer Mühle, an der wir über eine Holzbrücke die Ammer wieder überqueren. Viel zu sehen gibt es unterwegs auf jeden Fall!

Immer schön der Reihe nach: unterwegs Richtung Soyer Mühle
Immer schön der Reihe nach: unterwegs Richtung Soyer Mühle
Zwar nicht die Schleierfälle, aber auch nett anzusehen
Zwar nicht die Schleierfälle, aber auch nett anzusehen

Es folgt ein letzter Aufstieg aus der Ammerschlucht, dieses Mal zum Ostufer, der uns auf die ‚Sonnenseite‘ dieser Wanderung bringt. Führte der erst Teil hauptsächlich durch Wald, laufen wir nun erst einmal durch Weideland – da war kräftig Sonne tanken angesagt!

Der Weg ist nun bequem zu gehen und wiederum sehr gut ausgeschildert (Ammerrundweg). Bald kommen wir wieder näher an die Schlucht und können noch ein paar wunderbare Aussicht auf die Ammer erhaschen, die etwa 150 Höhenmeter unter uns liegt.

Endspurt Richtung Gasthof: Auf der Ostseite bleibt der Weg angenehm zu gehen, führt mal auf schattigeren Abschnitten, zum Großteil aber über Weideland, also schattenlos. Unterwegs begegnen wir noch dem ein oder anderen ‚Landbewohner‘, bevor wir uns auf der Terrasse des Wirtshauses Acheleschwaig (geöffnet: an Wochenenden, Feiertagen und montags) niederlassen und eine wohlverdiente Stärkung zu uns nehmen. Von dort aus ist es dann auch nicht mehr weit bis zum Parkplatz, von wo aus es im Ausflüglerrückreiseverkehr wieder in Richtung München geht.

Für die etwa 11 Kilometer Strecke haben wir gut 5 Stunden gebraucht – Pausen inbegriffen. Als reine Gehzeit würde ich etwa 3,5 Stunden schätzen. Auch wenn der Weg zu den Schleierfällen eine beliebte Familienwanderung ist: Etwas Trittsicherheit sollte Mensch und Hund schon mitbringen, da die Auf- und Abstiege recht ’steil‘ sind und je nach Witterung auch sehr rutschig sein können. Man kann die Tour natürlich auch in die andere Richtung laufen, hat dann aber das anstrengend Auf und Ab am Westufer als Schlussetappe vor sich.

Landschaftlich lohnt sich der Ausflug auf jeden Fall, es gibt vieles zu sehen und auch die Hunde hatten ihren Spaß. Nicht vergessen Wasser für die Hunde einzupacken: Leider geht man immer nur kurze Zeit direkt am Fluss entlang und gerade nach den Aufstiegen oder den schattenlosen Strecken am Ostufer könnten die Fellnasen Durst haben.

Hallo, mein Name ist Alexandra. Vor sechs Jahren zog Mika, ein ungarischer Mischling, aus dem Münchner Tierheim zu mir in die Stadtwohnung. Seitdem machen wir auf sechs Beinen die Stadt und das Umland unsicher. Als Hundenärrin möchte ich auf Isarhunde.de andere Münchner Hundehalter über die "Hundeszene" der Stadt auf dem Laufenden halten, von Erlebnissen berichten und tierische Fundstücke vorstellen.

5 Comments

  1. Chris Sagt Antworten

    Das sieht nach einer super Wanderung aus. Das auf und ab, naja, da gewöhnt man sich schon dran, aber dafür entschädigen doch die Aussichten allemal.

    Wuff-Wuff dein Chris

    • Alexandra Sagt Antworten

      Da hast du allerdings recht, lieber Chris, vor allem bei so schönem Wetter, wenn man die Berge dann auch richtig schön sehen kann :-)! An sich ist es mit dem Auf und Ab auch gar nicht schlimm, bloß wenn es geregnet hat vorher, kann es etwas rutschig werden ;-).

      Liebe Grüße
      Alexandra

  2. Deco & Pippa Sagt Antworten

    WIrklich eine rundum gelungene Runde 🙂 Mit wunderschönen Bildern… das Wetter strahlte ja total !
    Wuff, Deco & Pippa

    • Alexandra Sagt Antworten

      Oh ja, mit dem Wetter hatten wir wirklich so richtig Glück an dem Tag 🙂 – sind aber zugegebenermaßen auch so ein bisschen Schönwetterwanderer, Mika und ich 😉

      Liebe Grüße
      Alexandra

  3. Vanessa Sagt Antworten

    Wow. Das sind echt tolle Bilder und sieht nach einer der besten Wanderrouten aus die ich je gesehen habe. Da hat Hund und Mensch bestimmt viel zu entdecken. 5 Stunden ist auch eine gute Zeit für einen Samstag oder Sonntag. Da braucht man nicht mehr ins Fitnessstudio, aber das braucht man mit einem verspieltem Hund sowieso nicht 😉

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