Welttierschutztag 2015: Kampf gegen illegalen Welpenhandel

Der 4. Oktober, der Tag des Heiligen Franziskus von Assisi, wird international von Tierschützern als „Welttierschutztag“ begangen. In diesem Jahr soll am Welttierschutztag insbesondere auf den illegalen Welpenhandel und das damit verbundene Tierleid aufmerksam gemacht werden.

Der Deutsche Tierschutzbund fordert ein strikteres Vorgehen gegen den illegalen Welpenhandel. Um größere Aufmerksamkeit für dieses wichtige Thema zu schaffen, nimmt ab heute auch ein mit dem Kampagnenmotiv bedruckter LKW seine Fahrt auf. Bundesweit nutzen viele der über 750 Mitgliedsvereine des Deutschen Tierschutzbundes und ihre angeschlossenen Tierheime den Welttierschutztag, um mit kleineren Aktionen und Infoständen über den illegalen Welpenhandel aufzuklären.

Kampagne gegen den illegalen Welpenhandel. Bild: Deutscher Tierschutzbund
Kampagne gegen den illegalen Welpenhandel. Bild: Deutscher Tierschutzbund

Die meist aus osteuropäischen Ländern stammenden Tiere leben in reizarmen Verschlägen und werden zu früh von ihren Müttern getrennt, die ihr Dasein als „Gebärmaschinen“ fristen müssen. Eingepfercht und oft ohne Wasser werden die Welpen zum Verkauf u.a. auch nach Deutschland gebracht. Meist sind die Tiere krank, notwendige Impfungen fehlen. Viele Tiere überleben die Strapazen nicht oder zeigen spätere Verhaltensauffälligkeiten.

Der illegale Welpenhandel stellt auch die Tierheime vor – nicht zuletzt finanzielle – Probleme: Fast wöchentlich wird in Deutschland ein Fahrzeug voll wehrloser Welpen entdeckt. Allein 2014 wurden mehr als 650 Welpen in den Tierheimen „aufgepäppelt“. Die Dunkelziffer ist jedoch deutlich höher. Die Betreuung und medizinische Versorgung der Hunde, aber auch Katzen, die Veterinäramt, Zoll oder Polizei beschlagnahmen, übernehmen in der Regel die örtlichen Tierheime. Diese bleiben häufig auf den Kosten sitzen, da die Händler schnell auf ihr Eigentum verzichten und die zuständigen Behörden nur selten vollständig die anfallenden Kosten übernehmen. Um der finanziellen Belastung der Tierheime entgegenzuwirken, fordert der Deutsche Tierschutzbund, dass die Kostenübernahme durch die Behörden bei einer Beschlagnahmung zugunsten der Tierheime eindeutig gesetzlich geregelt wird. Außerdem setzt sich der Tierschutzbund für striktere Kontrollen und härtere Strafen für die Verantwortlichen des illegalen Welpenhandels ein.

Der Tierschutzbund appelliert aber auch an zukünftige Hundehalter:

Fallen Sie nicht auf dubiose Kleinanzeigen oder Internetangebote herein. Denn die vermeintlichen Schnäppchen sind nicht nur auf Kosten der jungen Hunde erkauft, sondern auch äußerst kurzsichtig: Entgegen den Versprechungen der Händler sind die Welpen nicht geimpft. Es fehlen Begleitpapiere wie der Heimtierausweis und auch die Kennzeichnung oder Tätowierung.

Dem schließe ich mich an: Bitte achtet darauf, woher euer zukünftiger vierbeiniger Mitbewohner kommt. Unterstützt nicht die Tierleid-‚Industrie‘, die sich um den illegalen Handel mit Welpen etabliert hat, nur um ein vermeintliches Schnäppchen zu machen, denn dieses Schnäppchen geht in jedem Fall auf Kosten der Tiere. Es gibt so viele gute Alternativen – ein Hund aus dem Tierheim, ein Welpe von einem seriösen Züchter. Hört euch um, macht euch schlau – zum Wohle der Hunde und damit ihr eine lange, gesunde, glückliche Zeit miteinander verbringen könnt!

Hier findet ihr ein Faltblatt über „Das Geschäft mit dem Hundeleid“, in dem noch mal viele Informationen gebündelt sind, auf was ihr beim Hundekauf achten solltet, damit ihr nicht auf dubiose Händler hereinfallt.

Eine Antwort auf „Welttierschutztag 2015: Kampf gegen illegalen Welpenhandel“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.