Kinesiologie für Mensch und Tier

Gastartikel von Tamara Holy, Kraftquelle – Kinesiologie für Mensch und Tier

Als ich 2004 mit der Ausbildung zur Kinesiologin begonnen habe, wollte ich in erster Linie meine Kinder bei ihren Schulschwierigkeiten unterstützen. Im Laufe der Zeit habe ich dann festgestellt: „Hoppla, da passiert ja auch bei mir ganz viel!“ Seither bin ich von der Methode nach wie vor hellauf begeistert.

Als ich dann auch noch erfahren habe, dass es eine Tierkinesiologie gibt, war es um mich geschehen. Ich schloss also auch noch die Ausbildung zur Tierkinesiologin ab.
Seit 2006 betreibe ich nun meine Praxis für Mensch und Tier in Unterschleißheim bei München.

Was ist Kinesiologie

Ihr fragt euch nun sicher, ja was ist denn das und was kann ich damit erreichen?
In den 60er Jahren fand der amerikanische Chiropraktiker George Goodheart heraus, dass sich physische und psychische Vorgänge im Menschen auch im Funktionszustand der Muskeln spiegelten. Ebenso stellte er einen Zusammenhang von Muskeln zu den einzelnen Organen über die Meridiane her. Meridiane sind Energieleitbahnen im Körper. Sind diese irgendwo unterbrochen oder geschwächt, kann die Lebensenergie nicht mehr optimal fließen und beeinflusst somit unseren ganzen Körper. Goodheart benutzte Reflex- und Akupunkturpunkte, um die Blockaden im Energiehaushalt zu balancieren.

Um diese Defizite im Körper aufzuspüren, entwickelte er den sogenannten Muskeltest. Denn ein schwacher Muskel zeigte ihm, wo energetisch etwas nicht im Fluss war.

Tierkinesiologie kann helfen, Stress zu reduzieren und zu einem harmonischeren Miteinander zu finden. Foto: Thomas Redenz
Tierkinesiologie kann helfen, Stress zu reduzieren und zu einem harmonischeren Miteinander zu finden. Foto: Thomas Redenz

Dieser Muskeltest, als Biofeedback vom Körper, wird in den verschiedensten Kinesiologierichtungen verwendet, um Ungleichgewichte oder Blockaden zu erkennen.

Im Laufe der Zeit entwickelten sich daraus verschiedene Konzepte, wie Touch for Health, Brain-Gym oder Three in One Concepts, um nur einige zu nennen.

Stress

Wie kann es nun zu Energieungleichgewichten kommen?
Durch Stress!

Doch was ist Stress eigentlich? Stress ist ursprünglich ein Begriff aus der Materialforschung, welcher besagt, wie viel Anspannung nötig ist, um Glas oder Metall zu verzerren/verformen. In der Medizin wurde der Begriff 1950 eingeführt, als Bezeichnung für die Belastungen, Anstrengungen und Ärgernisse, denen Lebewesen täglich ausgesetzt sind.

Heutzutage nehmen wir das Wort „Stress“ recht schnell in den Mund. Doch Stress ist nicht gleich Stress. Manchmal braucht es einen gewissen Druck, damit wir in Bewegung bleiben und vorankommen. Dabei fühlen wir uns ganz wohl. Das ist dann der sogenannte Eu-Stress. Wenn jedoch eine Belastung von uns so wahrgenommen wird dass wir sie als bedrohlich empfinden und fürchten, sie mit unseren Mitteln nicht bewältigen zu können, sprechen wir von Di-Stress.

Und dabei sind wir schon tief im Thema. Denn jeder von uns bewertet solche Situationen anders. Somit hat auch jeder ein anderes Stresslevel.

Wenn nun der Stress bzw. die damit verbundene Hormonausschüttung im Körper nicht abgebaut werden kann, führt dies langfristig zu körperlichen und emotionalen Beschwerden. Mit der Kinesiologie arbeite ich vor allem am emotionalen Stress, welcher sich hinter den Themen versteckt.

Tierkinesiologie

Da dies ja ein Hundeblog ist, möchte ich die Arbeit gerne anhand der Tierkinesiologie erläutern.

Auch unsere Tiere können durchaus unter Stress leiden. Es gibt viele Auslöser, welche wir als Menschen oft nicht als solche erkennen. Denn für uns sind diese ja nicht „stressig“. Doch sollten wir uns immer vor Augen halten, dass alles, was unsere tierischen Begleiter ängstigt oder verunsichert, zu negativen Emotionen führt.

Wenn dieser Stress nicht abgebaut werden kann, kommt es zum Dauerstress und dementsprechend zu körperlichen Symptomen.

Beim Tier kann sich diese Dauerbelastung unter anderem äußern in:

  • Aggressivität gegen sich selbst oder andere
  • Zittern, Unruhe, Nervosität
  • Wundlecken und Benagen
  • vermehrte Lautäußerungen
  • Zerstörung von Gegenständen
  • Angstbeißen
  • Unsauberkeit
  • verändertes Sozialverhalten
  • vermehrtes Angst- und Fluchtverhalten
  • verändertes Fressverhalten
  • Magen-Darmprobleme
  • Hautprobleme
  • gestörtes/verändertes Schlafverhalten
  • Verstecken, Zurückziehen
  • meiden bestimmter Orte, Personen
  • Erbrechen
  • Hecheln
  • Speicheln
  • feuchte Pfoten

Wenn eines oder mehrere Symptome über das normale Maß hinausgehen, kann man davon ausgehen, dass das Tier unter Stress leidet.

Das Ziel meiner Arbeit ist nun, herauszufinden, was emotional beim Tier zu Grunde liegt, und das energetische Gleichgewicht wieder herzustellen.

Was ist eine Balance?

Bei der Tierkinesiologie wird der Kontakt zum Tier über eine Surrogatperson hergestellt. Foto: Thomas Redenz
Bei der Tierkinesiologie wird der Kontakt zum Tier über eine Surrogatperson hergestellt. Foto: Thomas Redenz

Meine Antworten erhalte ich durch den kinesiologischen Muskeltest. Das heißt, ich teste über den Besitzer bzw. die Bezugsperson, da mir der Hund seine Pfote ja nicht so lange zur Verfügung stellt. Hierzu wird der Körperkontakt zum Tier bei der Surrogatperson eingespeichert und der Mensch dient als energetisches Verlängerungskabel.

Das Tier kann dadurch genau sein Thema aufzeigen, welches wir mit Hilfe des „Emotionsrades nach EBCA“ austesten. Dort finden sich Begriffe und Erläuterungen, die wir Satz für Satz oder Wort für Wort erfragen.

So geht es durch die ganze Balance. Auch die Balanceübungen sucht sich das Tier selbst aus. Dies funktioniert durch die energetische Verbindung. Da ich ständig in Berührung mit der Surrogatperson bin, stehe ich auch mit dem Tier in Verbindung. So sieht es in meinem dargebotenen „Bauchladen“, was ich zu bieten habe, und kann es sich gezielt holen.

Am Ende der Balance wird noch eine Unterstützungsaufgabe ausgewählt, welche mindestens 3 Wochen täglich durchzuführen ist. Dies ist sehr wichtig, damit sich das neue Muster auch manifestieren kann. Ansonsten wäre es so, als ob man zu seinem Tier sagt: „Jetzt weiß ich was dir fehlt, doch nun komm selbst klar damit.“ Und das möchte ja wohl keiner!

Es ist also eine ganzheitliche Methode zur Verbesserung des Wohlbefindens und der Kommunikation miteinander. Denn wir kommunizieren ständig mit unserem Tier. Meistens jedoch auf unbewusster und körperlicher Ebene.

Balanceübungen

Es gibt ganz verschiedene Balanceübungen. Dies können Atemübungen sein, Ausgleichen von Meridianen oder Akupressurpunkten, um nur ein paar zu nennen. Auch kann sich das Tier Übungen für den Menschen aussuchen, was sehr effektiv ist, wenn es etwas übernommen hat oder das Thema mit früheren Verbindungen zu tun hat. Zum Beispiel bei Tieren, welche aus dem Tierschutz kommen oder die ich nicht von klein auf kenne.

Durch eine Balance kann man sich besser in sein Tier einfühlen. Stressoren werden dadurch leichter erkannt und man kann anders als bisher damit umgehen. Das Miteinander von Mensch und Tier wird dadurch eingestimmter, respektvoller und harmonischer.

Zur Person

Tamara Holy mit Dora. Foto: Stefanie Szillat
Tamara Holy mit Dora. Foto: Stefanie Szillat

Mein Name ist Tamara Holy. ich bin verheiratet und habe zwei erwachsene Töchter.
Seit unsere Labradordame Dora 2014 von uns gegangen ist, haben wir momentan keinen Vierbeiner an unserer Seite. Es lässt sich beruflich zur Zeit nicht vereinbaren. Doch es ist fest eingeplant, unser Leben durch einen Hund wieder bereichern zu lassen :).

Meine Ausbildung zur Kinesiologin habe ich bei verschiedenen Lehrern in Deutschland und Österreich erhalten. Zur Tierkinesiologien ließ ich mich in Österreich ausbilden. Insgesamt habe ich inzwischen ca. 900 Stunden Ausbildung genießen dürfen.

Die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson für Mensch und Tier sowie Shiatsu für Hunde runden mein Angebot ab.

Weitere Infos: Kraftquelle – Kinesiologie für Mensch und Tier

2 Antworten auf „Kinesiologie für Mensch und Tier“

    1. Ich find’s auch total spannend, habe es mit Mika noch nicht ausprobiert, aber selber mal im Zusammenhang mit der Physio quasi kinesiologisch ausgetestet, wie die Behandlung weitergehen soll – hat für mich gut funktioniert :-).

      Liebe Grüße
      Alexandra

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