Der Hundumblick: 6 Fragen an Simone von Punktesturm

Stadtköter, Landtöle, Fellnase von Welt, Stubenwauwau… Die Hundeszene ist groß und bunt, ganz besonders in den Weiten des WWW. Um ein bisschen über den Münchner Tellerrand zu schauen, stellen in der Reihe „Der Hundumblick“ Hundeblogger sich und ihre Stadt vor – da lohnt nicht nur ein virtueller Besuch!

Mit Simone mit Silva, Duna und Katze Bastit von Punktesturm blicken wir etwas weiter über den Tellerrand, genauer gesagt bis nach Norwegen! Dort lebt das bunt-gefleckte Rudel und erkundet das wunderschöne Land, das sicher auch zu den Wunsch-Reisezielen vieler Hundehalter gehört. Im Interview verrät uns Simone die Unterschiede zwischen dem Leben in der Stadt und dem Leben auf dem Land, den Vorteilen von Zäunen und den Nachteilen von Schafen.

Der Hundumllick: 6 Fragen an Simone von Punktesturm

1. Wer bist du, wer sind deine Vierbeiner und wo bloggst du? Stelle dich, deinen Hund und dein Blog vor.

Mein Name ist Simone und meine drei Fellnasen heißen Silva, Duna und Bastit. Ich bin vollberufstätig im Gesundheitssystem und 40 Jahre alt. Mein Dalmatinermädchen Silva ist 7 Jahre und sie kam direkt von der Züchterin mit einem Jahr und vier Monaten zu mir. Sie ist in den letzten Jahren eher ruhig geworden. Hat ihre bekannten Hunde, mit denen sie gerne spielt, und will sonst gerne in Ruhe gelassen werden. Silva ist verschmust und braucht ganz viel Nähe, zudem ist sie ein eher ängstlicher Hund. Mein zweiter Dalmatiner Duna ist drei Jahre und sie kam mit einem Jahr und fünf Monaten aus einem Verein für Hunde in Not zu mir. Sie ist in Spanien geboren, wurde dort auf den Straßen als Welpe gefunden und kam kurz danach nach Deutschland. Es wurde gesagt, sie wäre taub, was sich, als sie bei mir war, als falsch herausgestellt hat. Duna ist sehr verspielt und veschmust, sie glaubt sie wäre ein Schoßhund. Sie liebt es mit anderen Hunden zu spielen und wenn ich nicht Grenzen setzen würde, würde sie zu jedem Hund laufen und ihn begrüßen.

Die letzte im Bunde, aber eindeutig die Chefin ist Bastit, meine Hauskatze. Sie ist acht Jahre alt.

Wir drei leben in Norwegen, ungefähr 45 km von der Hauptstadt Oslo entfernt. Unser gemeinsamer Blog heißt Punktesturm und wir sind absolute Anfänger in dem Bereich.

Simone und ihre beiden Dalmatiner-Mächen Silva und Duna. Foto: Punkstesturm
Simone und ihre beiden Dalmatiner-Mädchen Duna und Silva. Foto: Punkstesturm

2. Stadt, Land, Hund: Lebst du städtisch oder ländlich mit deiner Fellnase? Würdest du das Umfeld gerne ändern oder passt es perfekt für dich und deine Hunde?

Vor gut drei Monaten sind wir aus der Stadt aufs Land gezogen und schon jetzt weiß ich, dass dies eine der besten Entscheidungen war, die ich treffen konnte. Schon lange wollte ich aus der Stadt raus und mein Traum war es ein kleines Haus mit großem Garten zu finden. Das Haus ist schön, der Garten klein, dafür habe ich keine Nachbarn und wohne mitten in Feldern an einem kleinen Wald.

Hier ist es ruhig und schon nach dieser kurzen Zeit merke ich, wie Silva und Duna es ebenso genießen. Hier können wir einfach die Haustür aufmachen und schon haben sie die Möglichkeit frei zu laufen und es gibt viele Wanderwege. Was zu meinem Glück noch fehlt, ist der Zaun um mein Grundstück, damit Duna nicht immer denkt sie könnte Runden alleine drehen. (lach)

Lakritzschnute Duna und Schokoschnute Silva genießen die Freiheiten des Landlebens. Foto: Punktesturm
Lakritzschnute Duna und Schokoschnute Silva genießen die Freiheiten des Landlebens. Foto: Punktesturm

3. Wie hundefreundlich ist der Ort, wo du lebst? Gibt es Auslaufmöglichkeiten, Trainingsmöglichkeiten / Vereine, Kotbeutelstationen? Sind die Leute aufgeschlossen gegenüber Hunden?

Wie ich geschrieben habe, können meine Hunde hier viel frei laufen. Was nur sehr wichtig ist. In Norwegen gibt es einen Allgemeinen Leinenzwang, der von Anfang Mai bis Ende August gilt. Zudem gibt es in den einzelnen Kommunen erweiterte Leinenpflicht z. B. wegen Schafen im Herbst. Hier laufen Schafe frei bis zum Oktober. In Oslo selbst gibt es mehrere Auslaufmöglichkeiten, die leider aber viel zu klein sind.
Deswegen müssen meine beiden Fellnasen von Mai bis September an die Leine. Hier in Vestby gibt es keine Trainingsmöglichkeiten und Hundevereine, aber direkt im Nachbarort ist dies möglich. Ich habe meine Hunde selbst trainiert, dies hat auch viel mit meinen Arbeitszeiten zu tun. Zudem habe ich mir Gedanken gemacht, was ich mit meinen Tieren machen möchte, und meine Antwort war: Hauptsächlich gehe ich Touren. Ich liebe es mit ihnen draußen zu sein. Wir spielen viel, draußen wie drinnen, und ich lese viel, was andere machen, und sehe, was mir davon gefällt, und probiere es aus.

Hier habe ich noch nie Kotbeutelstationen gesehen, hier gibt es aber auch keine Hundesteuer, also wer soll das bezahlen. (lach) Dafür gibt es horrende Strafen, wenn jemand erwischt wird und es liegen lässt. Was ich sehr gut finde.

Hier sind die Leute sehr aufgeschlossen, was Hunde angeht. In der Stadt war das leider anders, aber auch dort kommt es darauf an, wo man wohnt. Hier freuen sich meine entfernten Nachbarn, wenn sie mal Hunde sehen, das ist wie Kino, dann passiert mal was. (lach)

Sollte Frauchen Simone einmal keine Zeit haben, wissen ihre beiden Punkte-Damen sich auch selbst zu beschäftigen. Foto: Punktesturm
Sollte Frauchen Simone einmal keine Zeit haben, wissen ihre beiden Punkte-Damen sich auch selbst zu beschäftigen. Foto: Punktesturm

4. Das leidige Thema Leine: Herrscht in deinem Ort Leinenpflicht? Gibt es vielleicht ausgewiesene Hundefreilaufflächen? Oder haben Hunde den Luxus, größtenteils frei laufen zu dürfen?

(Die Frage habe ich bei Frage drei mitbeantwortet)

5. Zu Besuch in deiner Gegend: Was sollten Menschen mit Hund in deinem Ort oder deiner Umgebung unbedingt gesehen haben?

Hier gibt es so viele schöne Wander- / Touren-Möglichkeiten und wer hat nicht Lust nach Norwegen zu kommen. Ich fahre an meinen freien Tagen oft spontan mit meinen Hunden weg und wir finden immer etwas Neues zu entdecken. Zum Beispiel gibt es eine schöne alte Mühle in der Nähe von Degernes. Dort kann man grillen und laufen und es gibt viel Platz zum Spielen im Wasser für die Hunde. In Moss, einem Nachbarort, gibt es die Insel Jeløy. Dort gibt es viele schöne versteckte Strände und auch hier wunderschöne Tourwege. Ich selbst habe noch viele Pläne in Norwegen zu reisen!

Duna und Silva an der Stabkirche von Burgund. Foto: Punktesturm
Duna und Silva an der Stabkirche von Burgund. Foto: Punktesturm

6. Hast du eine Lieblings-Gassi-Route in deiner Umgebung und verrätst du sie uns?

Meine liebste Runde ist in Moss auf Jeløy. Die Insel ist eine Perle im Oslofjord. Ich bin so froh, dass es bis dort nur 15 Minuten Fahrzeit sind, weil ich die Touren dort vermisst habe, als ich nach Oslo gegangen bin. Oslo selbst hat auch viele tolle Wandermöglichkeiten. Im Sommer sind die Inseln im Fjord vor Oslo mein Geheimtipp.

Duna und Silva am Strand auf  der Insel Jeløy. Foto: Punktesturm
Duna und Silva am Strand auf der Insel Jeløy. Foto: Punktesturm

Die Reihe Der Hundumblick wird in unregelmäßigen Abständen weitergeführt, es warten viele spannende Blogs und Orte auf euch!

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