Isarhunderunde 14: Schneetour auf die Aidlinger Höhe

Nach unserer letzten Schneerunde sind wir so richtig auf den Geschmack gekommen und so haben wir wieder einmal die Thermoskanne Tee und die Kamera in den Rucksack geschmissen und uns mit Mika auf den Weg gemacht.

Dieses Mal ging es ins Blaue Land, das schon unzählige Künstler zu bedeutenden Werken inspiriert hat. Wir wollen hier aber weder malen, noch dichten, sondern ein paar Höhenmeter gutmachen und die Aussicht genießen. Von München aus geht es fix über die A95 zu unserem Ausgangsort Habach, das südlich des Starnberger Sees liegt. Wochentags fährt hierhin auch ein Bus (ab Penzberg aus), die Tour ist also auch mit den Öffentlichen machbar. An der Kirche St. Ulrich starten wir, gehen ein Stück durch das hübsche Dorf und unterqueren dann die B472.

St. Ulrich Habach
Wir starten an der Pfarrkirche St. Ulrich in Habach

Kaum auf der anderen Seite der Unterführung angelangt, erwartet uns ein wahres Winterwunderland: die sanften Hügel, die so typisch für den Pfaffenwinkel sind, schmiegen sich ganz in Weiß an unseren Weg, der zunächst parallel zur Straße verläuft.

Kurz später biegen wir auch schon links ab: Nun geht es aufwärts in den Wald, in dem die Eiskristalle mit der Sonne um die Wette glitzern. Magisch schön!
Der Wald scheint – den Spuren im Schnee nach zu urteilen – recht wildreich zu sein, also sollten jagdlich motivierte Hunde hier sicherheitshalber an der Leine zu bleiben.

Der Forstweg führt uns weiter hinauf durch den Schneewald. Zum Glück liegen keine Massen mehr, der Schnee ist schon gut geplättet und auch so ist der Anstieg stellenweise schon ein wenig anstrengend (ich gebe zu: zum Winterende hin ist es bei mir um die Kondition auch nicht besonders gut bestellt und schließlich muss man auch immer noch die schweeeeren Winterschuhe an den Füßen mitschleppen 😉 ). An der T-Kreuzung biegen wir rechts ab und steigen noch mal ein gutes Stück hinauf.

Schon ist der Rücken des Höhenzugs Aidlinger Höhe erreicht und es eröffnen sich wunderbare Aussichten in Richtung Alpen: Von hier oben, auf ca. 770m, hat man wunderbar Karwendel und Wetterstein im Blick, im Tal liegt der Riegsee. Leider zog, als wir endlich oben waren, schon der Hochnebel auf und hat uns die Sicht ein wenig versperrt. So erahnte man die Bergkulisse mehr, als dass man sie wirklich sah. Malerisch schön war es dennoch!

Wer es nicht wie wir macht und den Abzweig verpasst, biegt nun schon bald auf einem kleinen Pfad rechts ab, um den höchsten Punkt (791 m) zu erreichen und von dort die Aussicht richtig zu genießen. Da wir den Abzweig nicht gesehen haben, sind wir dem Weg weiter gefolgt und durch die Ausläufer des Orts Aidling auf die Höhe gegangen. Noch ein kleiner Anstieg, den wir uns durch eine Rast in der Sonne versüßt haben. Um auf den höchsten Punkt der Aidlinger Höhe zu gelangen, durchqueren wir Weideflächen: kein Problem im Winter, denn es sind weit und breit keine Kühe zu sehen. Im Sommer sollte man hier hingegen entsprechend Vorsicht walten lassen.

Unser Rückweg verläuft auf der Südseite der Aidlinger Höhe und führt uns in einem Bogen durch das Weideland zurück in den Wald. Irgendwann erreichen wir eine T-Kreuzung: Hier biegen wir rechts ab, wer noch verlängern möchte, kann auch noch nach links abbiegen und den Baumberg (807 m) erklimmen. Der Forstweg führt uns zur Höhlmühler Straße: Ab hier sollten die Hunde an die Leine, denn hier fahren auch wieder Autos. Bei unserer Wanderung haben wir allerdings nur exakt eines getroffen, das sehr langsam unterwegs war.

Hier begleitet fröhlich plätschernd der Lothdorfer Bach unseren Weg, der sich rechter Hand zu einem kleinen Teich staut, der in einer pittoresken kleinen Kaskade abfließt. Gut für eine kleine Vierbeiner-Trinkpause! Übrigens ziehen sich immer wieder kleine Bäche durch den Wald, sodass die Wasserversorgung kein Problem ist. Im Sommer kann das aber natürlich anders aussehen!

Kaskade am Lothdorfer Bach
Kaskade am Lothdorfer Bach

Kurz darauf kommen wir auch schon am Forsthaus Höhlmühle vorbei, wo hungrige Wanderer sich verköstigen lassen können. Allerdings war das Forsthaus bei unserem Besuch geschlossen (noch bis 07.03.2015). Also geht es weiter auf der Höhlmühler Straße zurück in Richtung Habach. Wie schon erwähnt, sind uns keine weiteren Autos mehr begegnet, von daher war dieser Weg für uns unproblematisch. Wenn mehr los ist oder auch im Sommer, wenn es für die Hunde unangenehm ist auf Asphalt zu laufen, kann man auch über den nächsten Abzweig wieder links hinauf in Richtung Waldrand, dann später rechts hinab Richtung Habach zurückgehen. Wir bleiben auf der Straße und kommen kurz vor dem Ortseingang noch am Eichbichl-Stüberl vorbei, einer weiteren Einkehrmöglichkeit (die sogar geöffnet hatte).

Wieder geht es durch eine Unterführung unter der B472 hindurch, dann noch eine kurze Runde durch’s Dorf und schon sind wir wieder am Ausgangspunkt angelangt.

Die Runde führt uns auf insgesamt knapp 10 km durch die verwunschene Winterlandschaft. Die Wege sind breit und problemlos begehbar, auch mit jüngeren Kindern sicher gut machbar. Mit Kinderwagen ist es vermutlich an einigen Stellen etwas anstrengend, zumindest der Anstieg auf den höchsten Punkt dürfte schwierig werden. Man kann aber in der Gegend auch einfach Varianten finden, die machbar sind. Vom Startpunkt auf 649 m sind bis zum höchsten Punkt 142 Hm zu bewältigen. Inklusive Pause haben wir dafür knapp über 3 Stunden gebraucht.

8 Antworten auf „Isarhunderunde 14: Schneetour auf die Aidlinger Höhe“

  1. Ohje, du darfst nicht so viele tolle Touren vorstellen, da werd ich ja fast neidisch. Auf jeden Fall sieht es super aus und zehn Kilometer, das ist genau die richtige Länge für das Frauchen. Ich könnte ja mehr, aber man muss, zum Start in den Frühling und die neue Wandersaison, auf die schwache Konstitution des Frauchens Rücksicht nehmen.

    Wuff-Wuff dein Chris

    1. Hihi, bei uns ist es ganz genauso, der arme Mika muss immer Rücksicht auf meine Kondition nehmen, die doch das ein oder andere zu wünschen übrig lässt :D. Da hat die Tour tatsächlich gut gepasst, denn für den Wuff gab’s zur Überbrückung der Wartezeiten auf die Zweibeiner einiges zu gucken und zu schnüffeln ;).

  2. Wow was für eine tolle Schneewanderung, durch die traumhaften Bilder & die Erzählungen fühlt man sich fast quasi so, auch dabei gewesen zu sein.

    Ein wunderbarerer Beitrag, vielen Dank dafür.

    Herzliche Grüße Heike & Rocco der Abenteuerheld

  3. Mal ganz ab vom Beitrag, der mich – immer noch mit Grippe das Sofa hütend – ganz kribbelig auf eine Schneewanderung werden lässt: wie/womit bindest du denn die Fotos in deine Beiträge ein? Das finde ich eine sehr tolle Darstellungs form. 🙂

    1. Ui, da wünsche ich dir erst einmal gute, baldige Besserung!

      Das mit den Bildern ist eigentlich ganz einfach :)! Und zwar braucht man das „Jetpack“-Plugin, denn dieses erweitert die WordPress-Galerie-Funktion um weitere Darstellungsformen, unter anderem eben auch diejenige, die hier im Einsatz ist. Also, Plugin installieren, dort in den Einstellungen „Gekachelte Galerien“ aktivieren. Dann kann man die Bilder ganz normal über den WordPress-Upload zum Artikel hochladen, Galerie erstellen und dann im Dropdown die gewünschte Darstellung auswählen :). Ich hoffe, das hilft dir schon weiter?

      1. Ja, das hilft mir sehr, vielen Dank!. 🙂 Jetpack läuft natürlich eh. Aber noch aus der Zeit als WordPress selbst keine vernünftige Galerie mit im Gepäck hatte, nutze ich NextGen Gallery und drücke mich schon länger vor dem Wechsel zur wordpresseigenen Galerie. Somit habe ich also noch ein weiteres Argument, den Wechsel im Zuge des neuen Layouts in Angriff zu nehmen. 🙂

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