Mit dem Hund im Hüttenurlaub

Gerade sind wir aus unserem Urlaub zurückgekommen: Wie schon im letzten Jahr, hat es uns auch dieses mal nach Tirol verschlagen. Und wieder haben wir uns für einen Hüttenurlaub entschieden. Doch während wir letztes Jahr noch im Tal wohnten, hatten wir dieses mal „höhere Ziele“.

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Unsere Hütte lag auf etwa 1770 m und eröffnete uns einen grandiosen Blick auf das Inntal, den wir während unseres Urlaubs zu jeder Tages- und Nachtzeit und bei jeder Wetterlage genießen konnten.

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Und das ist ja überhaupt das Schönste an einem Hüttenurlaub: Man muss abends nicht mehr runter ins Tal und steht morgens schon mit „Höhenluft“ auf! Beste Voraussetzungen also für ausgiebige Wanderungen und gemütliche Kamin-Kuschel-Abende!

Falls ihr auch auf den Geschmack gekommen seid und selber mal einen Hüttenurlaub mit eurem Hund verbringen möchtet, habe ich euch ein paar Tipps und Infos zusammengestellt.

Die passende Hütte für jeden Geschmack

Es gibt zwar diverseste größere Ferienhausvermittler, die auch Chalets / Berghütten im Angebot und einen Suchfilter „Haustiere erlaubt“ haben, aber ich bevorzuge bei der Suche nach der passenden Hütte spezialisiertere Anbieter. Besonders angetan haben es mir Hüttenland, die neben einer tollen Hüttenauswahl auch viele Tipps rund um Aktivitäten im Hüttenurlaub bieten (und, nebenbei bemerkt, einen äußerst netten und schnellen Service bieten), sowie Hüttenpartner, bei denen man nach verschiedensten Kriterien wie Mindestseehöhe filtern kann. Ebenfalls einen Klick wert sind die Seiten von Huetten.com, Bergpfoten oder Almliesl.

Eine Hütte in Alleinlage: perfekt, wenn man mit Hund unterwegs ist
Eine Hütte in Alleinlage: perfekt, wenn man mit Hund unterwegs ist
Neben der passenden Größe und Preisklasse stehen für mich folgende Punkte auf der Kriterienliste bei der Auswahl:

  • Lage: Am liebsten, ganz klar, Alleinlage – viele Nachbarn (wie z.B. in einem Hüttendorf) habe ich ja schließlich sonst schon jeden Tag
  • Erreichbarkeit: Da man im Urlaub mit Hund doch das ein oder andere Zusatz-Gepäckstück dabei hat und diese vielleicht lieber nicht Hunderte Höhenmeter zur Unterkunft schleppen will, ist Erreichbarkeit der Hütte mit dem Auto ein großer Vorteil; manchmal gibt es auch einen Transfer vom Parkplatz im Tal zur Hütte mit dem meist bergtauglichen Wagen des Hüttenbesitzers, das ist dann ebenfalls eine Option
  • Ausstattung: Hier ist natürlich „jeder Jeck anders“ (wie der Rheinländer sagt), aber fließendes Wasser, Dusche und eine ‚richtige‘ Toilette gehören zu den Errungenschaften der Zivilisation, auf die ich persönlich nur ungern verzichte – zum Glück lassen sie sich ebenso wie Strom (z. B. aus Solaranlagen) hin und wieder auch noch in höheren Lagen finden; auch ein Kühlschrank ist (vor allem im Sommer) sinnvoll, ganz besonders für alle, die ihren Hund frisch / roh füttern

Das muss mit ins (Hunde-)Gepäck

Wer braucht schon eine Decke, wenn er in der Sonne auf der Wiese liegen kann?
Wer braucht schon eine Decke, wenn er in der Sonne auf der Wiese liegen kann?
Jeder Hund hat (wie Frauchen oder Herrchen) andere Ansprüche. Ein paar Dinge gehören aber sicherlich immer mit ins Gepäck:

  • Futter in ausreichender Menge
    Da man nicht von jeder Hütte „mal eben“ den nächsten Supermarkt erreichen kann (und die nächste erreichbare Einkaufsgelegenheit vielleicht nicht das passende Futter führt), lieber etwas zu viel als zu wenig mitnehmen!
  • Schlafplatz
    Eine Decke oder Kissen für den Hund, damit dieser auch seine wohlverdiente Ruhe findet (und damit eventuell in der Hütte vorhandene Teppiche oder Polstermöbel nicht über Gebühr strapaziert werden 😉 )
  • Näpfe
    Wasser- und Futternapf müssen natürlich mit!
  • Damit Hund im Hüttenurlaub nicht hungern muss: ausreichend Futter einpacken!
    Damit Hund im Hüttenurlaub nicht hungern muss: ausreichend Futter einpacken!
  • Medikamente und Erste Hilfe-Ausrüstung
    Auch hier gilt: Der nächste Tierarzt oder die nächste Apotheke ist im Zweifel erst einmal zu weit weg! Also auf jeden Fall einen ausreichenden Vorrat an Medikamenten, die regelmäßig gegeben werden müssen, einpacken. Mit einem zusätzlichen Erste Hilfe-Set für Hunde (gibt es fertig zu kaufen) ergänzt um ein paar Kleinigkeiten wie Desinfektionsspray und Wundsalbe ist man schon ganz gut ausgestattet. Achtet hier bei der Zusammenstellung auch darauf, für was euer Hund „anfällig“ ist (zum Beispiel wenn er zu spröden Ballen neigt, packt am besten eine Pfotensalbe ein).
  • Outdoor-Ausrüstung
    Diese ist abhängig von dem, was ihr so vorhabt, und natürlich von der zu erwartenden Witterung. In jedem Fall sinnvoll ist ein Handtuch für euren Hund, das nach einem Regen-Spaziergang dafür sorgt, dass der Hüttenboden einigermaßen trocken und sauber bleibt – und natürlich euer Hund sich wohlfühlt! Ein stabiles Geschirr und eine stabile Leine gehören zur Grundausstattung für Bergwanderungen. Je nach Gelände und Witterung können Pfotenschuhe einen guten Schutz bieten. Wasser und Napf für unterwegs sollten immer mit dabei sein, wenn ihr untertags länger unterwegs seid. Je nach Kälteempfindlichkeit eures Hundes solltet ihr (vor allem im Winter) auch an einen Mantel denken – auf dem Berg ist es ja meistens doch um einiges kühler als im Tal…
  • Kleine Helferlein und Krimskrams
    Immer dabei sind außerdem noch Zeckenzange, Taschenlampe bzw. Stirnlampe (sowie entsprechende Batterien), Kotbeutel (die lassen sich ja auch für alles mögliche andere verwenden), Handy mit Hunde-, Outdoor- und Wetter-Apps (z.B. Vetfinder, Outdooractive, Wetter.com), Bargeld, Kartenmaterial.
  • Ausweis
    Der EU-Heimtierausweis muss ins Gepäck, wenn’s ins Ausland geht. Und immer schön auf eine gültige Tollwut-Impfung achten!

So klappt’s in der Hütte und unterwegs

Immer schön auf den Wegen bleiben
Immer schön auf den Wegen bleiben
Eigentlich ist das Hütten- und Bergleben ganz einfach und braucht nicht viele Regeln, die über die normalen Verhaltensrichtlinien hinausgehen. Hier kommen ein paar Dinge, auf die ihr achten solltet:

  • Hütten sind oft schwer zugänglich und verfügen über begrenzte Ressourcen (z. B. Holz zum Heizen oder Wasser). Achte auf einen sparsamen Umgang damit.
  • Gehe sorgsam mit der Einrichtung um und achte auch darauf, dass dein Hund nicht das Stuhlbein mit einem Kauknochen verwechselt. Der Hüttenbesitzer und die nachfolgenden Hüttenurlauber werden es dir danken.
  • Vermeide Lärm, um die Tierwelt nicht zu stören.
  • Wenn dein Hund jagd, behalte ihn in wildreichen Gebieten an der Leine. Falls deine Hütte nicht auf einem eingezäunten Grundstück steht, achte auch darauf, dass dein Hund in der Nähe bleibt, wenn er draußen frei läuft.
  • Ob Nutz- oder Wildtiere: Lass ihnen den nötigen Raum!
    Ob Nutz- oder Wildtiere: Lass ihnen den nötigen Raum!
  • Bleibe auf den Wegen. Zum einen vermeidest du so Unfälle, zum anderen schonst du die Pflanzenwelt.
  • Hinterlasse keinen Müll in der Natur!
  • Grüße andere Wanderer freundlich und sorge dafür, dass sie gut an dir und deinem Hund vorbeigehen können.
  • Nimm Rücksicht auf die Wild- und Nutztiere: Halte Abstand!
  • Und das aller-, allerwichtigste: Genießt die Ruhe und Natur am Berg!

Zum Abschluss kommen hier noch ein paar Impressionen aus unserem Urlaub!

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2 Antworten auf „Mit dem Hund im Hüttenurlaub“

  1. Super Blogeintrag, der gerade jetzt zur Urlaubszeit zeigt, dass man durchaus gut mit dem Hund wegfahren kann und er eben nicht bei Bekannten oder in einer Hundepension abgegeben werden muss. Klasse! 🙂

    Für Deinen Mika und Dich alles Gute!!!

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