Isarhunderunde 12: Rund um den Großen Ostersee

Wer bei einem Ausflug mit Hund auf Action und Abenteuer setzt, ist bei dieser Wanderung – oder vielleicht eher: bei diesem ausgedehnten Spaziergang – sicher nicht richtig. Wer es aber nicht auf Höhen- oder Streckenmeter abgesehen hat und einfach die Seele baumeln lassen und die Natur genießen möchte, der ist im Osterseengebiet gut aufgehoben: Südlich des Starnberger Sees erstreckt sich das aus vielen einzelnen, kleinen und großen Seen bestehende Naturschutzgebiet auf einer Fläche von 1.083 Hektar.

2006 erhielten die Osterseen (benannt nach dem größten See des Gebiets, dem Großen Ostersee) das Gütesiegel „Bayerns schönste Geotope“, da sind die Erwartungen natürlich entsprechend hoch. Und tatsächlich: Es erwartet Mensch und Hund eine wunderschöne Seenlandschaft, eingebettet in die sanften Hügel des Pfaffenwinkels und mit einem tollen Blick in die bayerischen Voralpen.

Blick in Richtung Iffeldorf
Blick in Richtung Iffeldorf

An einem schönen, nicht zu heißen Tag in den Pfingstferien starten wir zu einer Spätnachmittagsrunde am Parkplatz beim Campingplatz am Fohnsee (Parkgebühr: 1,50 Euro). Man erreicht die Gegend aber auch gut vom Bahnhof Iffeldorf aus: per Regionalbahn ab München Hauptbahnhof fährt man dorthin etwa eine Dreiviertelstunde. Gleich am Parkplatz findet man eine Wandertafel und natürlich jede Menge Hinweise zum richtigen Verhalten im Naturschutzgebiet: So müssen etwa Wanderer auf den Wegen bleiben, Baden ist nur an ein paar ausgewiesenen Stellen erlaubt und selbstverständlich gehören Hunde an die Leine. Interessanterweise gilt das Badeverbot für Hunde jedoch nur in der (Zweibeiner-)Badesaison, also von Mai bis September.

Türkisblaues Wasser im Fohnsee
Türkisblaues Wasser im Fohnsee

Wir entscheiden uns für den Ostersee-Rundweg (Nr. 7) und folgen dem Weg in nördlicher Richtung durch den Campingplatzbereich am Fohnsee. Kurz darauf überqueren wir den Zufluss zwischen Fohnsee und Eishaussee über eine schmale Holzbrücke, die nicht die einzige auf unserem Weg bleiben wird. Weiter geht’s parallel zum Fohnseeufer über wurzeldurchzogene Waldwege.

Es dauert nicht lange und wir erreichen den Hauptweg, der um den Großen Ostersee herumführt. Hier zweigen wir links in Richtung Süden ab, um den mit 117 Hektar Fläche und bis zu 30 Metern Tiefe größten der Seen im Uhrzeigersinn zu umrunden. Vorbei geht es an einer der beiden Badestellen am großen Ostersee und schon kurze Zeit später finden wir eines der Highlights im Seengebiet: die Blaue Gumpe. Aus diesem Quelltrichter, den man durch das klare Wasser sehr gut erkennen kann, tritt kalkreiches Grundwasser hervor. Um das dadurch entstehende Wasser-Farbenspiel mit eigenen Augen zu begutachten, lohnt sich der winzige Abstecher auf den kleinen Steg, der eigens errichtet wurde, um einen direkten Blick auf die Gumpe werfen zu können.

Wir umrunden das Südufer und spazieren weiter, vorbei am Gut Schwaig, wo das Pferdeaufkommen durchaus einmal höher sein kann, in Richtung der Privatklinik Lauterbacher Mühle im Norden. Die „gmahde Wiesn“, die wir passieren, scheint in den Spätnachmittagsstunden mit dem ein oder anderen Schmankerl für Greifvögel aufzuwarten. Leider konnte ich den fedrigen Gesellen bei seinem Beutezug nicht gut erwischen, aber es könnte vielleicht ein Schwarzmilan sein. Vogelkenner vor: Wer weiß, um welche Art es sich handelt, bitte gerne einen Kommentar hinterlassen :-).

Ab dem Gelände der Privatklinik führt der Weg ein Stück weit über asphaltierte Straße, die jedoch wenig befahren ist. Dann zweigt der Wanderweg rechts von der Straße ab und man hat wieder Ruhe vor eventuellem Straßenlärm. Die Kulisse, die sich mit Blick Richtung Süden öffnet, ist wirklich sehenswert!

Kurz darauf führt uns der Weg ein Stück parallel der Bahnstrecke entlang: Hier bitte besonders aufpassen, da der Bahndamm nicht gesichert ist! Der Weg verläuft nun ein Stück entfernt vom Wasser und über unbewaldetes, landwirtschaftlich genutztes Gebiet. Zur linken Hand sieht man das Gut Aiderbichl Iffeldorf: Wer Lust und Zeit hat, kann einen Abstecher machen und den Gnadenhof besuchen. Hunde sind erlaubt, der Eintritt kostet 8 Euro für Erwachsene und 3,50 Euro für Kinder von 4–14 Jahre, geöffnet ist täglich von 9 bis 18 Uhr.

Weiter geht’s und wir erreichen die Badestelle am nördlichen Ostufer des Großen Ostersees. Hier fühlt man sich einfach wie in die Karibik versetzt. Da um die Uhrzeit keine Badegäste mehr vor Ort waren und auch die Vogelwelt sich eher an weniger frequentierten Stellen des Sees aufhielt, durfte Mika sich dann doch noch kurz im Wasser die Pfoten abkühlen – wunderbar!

So richtig schönes Südseefeeling stellte sich dann ein Stück weiter südwärts ein, wo ein Baum weit über den See ragt und man auf eine der zahlreichen Inseln blickt. Hier kann man’s aushalten!

Nun ist unsere Tour fast beendet: ein letzter Blick über den Fohnsee in Richtung Iffeldorf, wieder durch das Campingplatzgelände und wir sind am Ausgangspunkt angekommen. Hier lockt zum Abschluss das Fohnseestüberl mit seiner Terrasse zur Einkehr.

Ein letzter Blick über den Fohnsee
Ein letzter Blick über den Fohnsee

Die Tour ist für Jedermann und -hund leicht zu bewältigen: Die knapp 10 Kilometer legt man größtenteils auf breiten Wegen zurück, es sind nur leichte Höhenunterschiede zu überwinden. Das lässt sich in 3 Stunden ganz gemütlich machen. Die Runde kann natürlich auch verlängert werden, indem die Route beispielsweise um die südlichen Seen ausgedehnt wird. Weite Teile der Strecke führen in der Nähe des bewaldeten, schattigen Ufers entlang, sodass die Osterseen auch an wärmeren Tagen ein lohnendes Ausflugsziel sind.
Neben einigen Radlern und Joggern war bei unserem Besuch trotz Ferien nur wenig Betrieb auf den Wegen. An richtig sonnig-warmen Tagen ist zumindest an den Badestellen aber sicher mehr los.

Die Karte zur Tour:


Isarhunderunde Osterseen auf einer größeren Karte anzeigen

Urlaubsvorbereitung

Mika und ich fahren in den Urlaub. Kein großes Ding, sollte man meinen. Trotzdem beschäftigt mich unser Urlaub jetzt schon wochenlang. Mein Plan war eine Wander-/Trekkingreise zu unternehmen. Einige Voraussetzungen gab es: Nicht zu lang, nicht zu kurz; nicht zu weite Anreise; nicht zu schwierige Routen; Rundtour oder gesicherter Rücktransport vom letzten Etappenziel; Gepäcktransport; hundefreundliche Unterkünfte; keine Gruppenreise.

Es hat schon eine ganze Weile gedauert, ein passendes Angebot rauszufischen: Das Gute ist, dass man mittlerweile bei vielen Reiseveranstaltern, die Wanderreisen organisieren, auch mit Hund willkommen ist – und zwar nicht nur bei Veranstaltern, die auf Reisen mit Hund spezialisiert sind. Die Kombination meiner Anforderungen erschwerte die Suche dann aber doch etwas. Letztendlich habe ich mich für eine Wanderung durch den Lungau via Eurohike entschieden, die einige schöne Touren im Angebot haben, die sich auch sechsfüßig erwandern lassen.

In weniger als einer Woche geht es los und ich bin schon ganz schön aufgeregt: Durch den Gepäcktransport und die Unterkunft in Hotels/Gasthöfen statt Pensionen reduziert sich zwar der Planungsaufwand für das Packen ganz erheblich, dennoch habe ich das Gefühl, dass man mit Hund doch noch an einiges mehr denken muss als wenn man ohne Vierbeiner reist.

Das fängt schon beim Futter an: Ein 30kg-Hund frisst eben doch einiges weg in 8 Tagen und unendlich schwer darf unser Packstück für den Transport auch nicht werden. Hinzu kommt, dass Mika normalerweise gebarft wird…
Als Alternative zu seiner normalen Kost habe ich mich jetzt für ein Flockenfutter mit Trockenfleisch entschieden. Zum meinem Glück ist Mika sehr unproblematisch, was Futter angeht, sodass er die nötige Umstellung für den Urlaub sicher „gut verdauen“ kann. Das Ganze will aber schon durchdacht, das Futter früh genug geordert und rationiert sein, um auch vor Reiseantritt schon umstellen zu können.

Was muss sonst noch mit in den Tagesrucksack oder ins Hauptgepäck? Der Heimtierausweis mit Nachweis des nötigen Impfschutzes. Dann wahrscheinlich am allerwichtigsten: ausreichend Wasser und ein Napf, um gut für eine Tageswanderung versorgt zu sein. Zur Grundausstattung gehört natürlich ein stabiles Geschirr und eine stabile Leine (ja, wir nehmen wirklich das Palisade Pack, allerdings wird Mika höchstwahrscheinlich darum herumkommen, sein Gepäck in den Packtaschen tragen zu müssen). Außerdem je nach Witterung: Regenmantel oder Kühlweste. Ein kleines Erste Hilfe-Set, ggf. ergänzt um Pfotenschutz für unwegsames Gelände bzw. sehr warme oder kalte Untergründe sowie Zeckenabwehrpräparat sowie Medikamente, die der Hund generell braucht. Kotbeutel. Liegematte/-decke. Handtuch (dann kann man dem Hund zumindest noch schnell die Pfoten abtrocknen, sollte man nass und/oder verschlammt am Quartier ankommen). Kotbeutel? Natürlich auch! Leckerli? Leckerli! Und da in Österreich Maulkorbpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln herrscht, sollte ein Maulkorb auch noch mit ins Gepäck – man weiß ja nie, ob man nicht doch eine Teilstrecke einmal abkürzen will oder muss.

Schwups, ist das Tagesgepäck schon ziemlich voll. Und da sind die Sachen, die ich selber benötige, noch gar nicht dabei… Vielleicht übertreibe ich ja auch? Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt, was wie schnell aus der Packliste rausfliegt, wenn ich den ersten Tag mit vollem Gepäck gelaufen bin…

Bericht und Bilder folgen! Bis dahin kommt hier noch ein kleiner Einblick in unsere Wander-Ausrüstung:

Wandertag

So war es auf der Interzoo 2014

Mein erster Besuch auf der Interzoo, der weltgrößten Fachmesse der internationalen Heimtierbranche: 1.720 Anbieter aus 63 Ländern, verteilt auf 9 Hallen , warteten darauf, besucht zu werden. Das lässt sich in einem Tag natürlich kaum schaffen, selbst dann nicht, wenn man die Aussteller abzieht, die ausschließlich Aquaristik präsentieren oder die nur Produkte für Katzen oder Kleintiere im Angebot haben. Dementsprechend war der Rundgang ein Schnelldurchlauf durch die unterschiedlichsten Welten der Hundeprodukte.

Apropos „Welten“: Wirklich beeindruckend, wie international die Messe ist! Aussteller von China bis Kanada, von Brasilien bis Schweden, da war wirklich alles vertreten. Und so unterschiedlich die Länder, so unterschiedlich sind auch die Waren: von Hightech bis Wegwerfschrott, von der Premium-Öko-Mahlzeit bis zum Futterzusatz war wirklich alles zu finden.

Klotzen statt Kleckern schien das Motto der Messeauftritte der großen Branchen-Player zu sein: Karlie punktete mit dem Schlager-/Rock-Barden Heino, der seine neue Kollektion von Hundeaccessoires präsentierte und fleißig die Autogrammjägerschlange abarbeitete, bei Dr. Clauders war Oliver Petszokat das Testimonial der brandneuen BARF-Linie und zwischendrin sprangen auch noch Prager Rattler Ludwig mit Herrchen Tom herum (sowohl mit den „Ludwigs Welt“-Accessoires bei Hunter vertreten als auch mit dem „Ludwigs Welt“-Nassfutter bei Dr. Clauder’s), nicht zu vergessen Maja Synke Prinzessin von Hohenzollern mit ihrer Kollektion für Trixie.
An den Ständen konnte man ablesen, dass es der Branche nach wie vor gut geht: Flexi besetzte gleich mal eine ganze Hallenseite und auch die anderen Größen ließen sich nicht lumpen. Auch ohne Glööckler wirkte das ganz schön pompös!

Die Interzoo ist natürlich auch ein Sammelbecken aktueller Trends im Heimtierbereich. Und ich wollte natürlich wissen, was uns da so in der kommenden Zeit erwartet. Hier kommen die Themen, die ich ausgemacht habe:

Neon

…hat jetzt endgültig auch den Sprung in die Hunde-Couture geschafft – und zwar nicht mehr nur bei den Biothane-Leinen oder funktionalem Zubehör!

Jetzt ist der Neon-Trend auch bei den Hundeprodukten angekommen, hier eine Auswahl von Leinen und Geschirren am Stand von Hunter
Jetzt ist der Neon-Trend auch bei den Hundeprodukten angekommen, hier eine Auswahl von Leinen und Geschirren am Stand von Hunter

Würste

…sind anscheinend DIE Produktform des Jahres: Wenn man Hundefutter in Wurstform „verpackt“, muss es ja gut sein, oder?

Welcher Hund kann einer Wurst widerstehen? Na? Richtig, keiner. Von daher ganz logisch, dass die Futtermittelbranche diese Form nun der schnöden Dose oder eckigen Plastikverpackung vorzieht... Eine große Auswahl gab es am Stand von Fleischeslust, die immerhin zu den ersten gehörten, die die Wurst ins Rennen um die besten Regalplätze im Handel gebracht haben.
Welcher Hund kann einer Wurst widerstehen? Na? Richtig, keiner. Von daher ganz logisch, dass die Futtermittelbranche diese Form nun der schnöden Dose oder eckigen Plastikverpackung vorzieht (und dabei ganz nebenbei eine Lebensmittelqualität suggeriert)…
Eine große Auswahl gab es am Stand von Fleischeslust, die immerhin zu den ersten gehörten, die die Wurst ins Rennen um die besten Regalplätze im Handel gebracht haben.

BARF

Ganz ehrlich: Wer noch nicht mitbekommen hat, dass viele Hundebesitzer auf die Rohfütterung umstellen, hat wirklich die letzten Jahre in der Hundeszene verschlafen. Dieser Trend geht nicht zuletzt auf die in Verruf geratenen Futtermittelkonzerne zurück. Verständlich, dass der ein oder andere da gerne etwas vom verlorengegangenen Kunden-Kuchen zurück hätte. Und jetzt? Findet sich allüberall BARF, BARF-Zubehör/-Futterergänzungen oder andere Dinge, die irgendwie mit BARF betitelt werden, zum Beispiel Trocken-BARF oder gekochtes BARF… Erstaunlich, was alles auf einmal „roh“ sein kann!

Am Stand von Dr. Clauder's gab es die neuen BARF-Futterergänzungen zu sehen, präsentiert von Oliver Petszokat und (wie unschwer an der Verpackung zu erkennen) platziert im Premium-Segment. Mika fand anscheinend andere Dinge spannender.
Am Stand von Dr. Clauder’s gab es die neuen BARF-Futterergänzungen zu sehen, präsentiert von Oliver Petszokat und (wie unschwer an der Verpackung zu erkennen) platziert im Premium-Segment. Mika fand anscheinend andere Dinge spannender.

Bio

…oder: alles ist jetzt „natural“! Der Trend zu Bio-Produkten im Heimtierbereich hält an, eine durchaus positive Entwicklung, die in diesem Jahr erstmals auch mit einer Sonder-Ausstellung von bio-zertifizierter Tiernahrung auf der Interzoo speziell gewürdigt wurde. Und da nicht jeder eine Bio-Zertifizierung für sein Futter hat, sind viele andere jetzt eben einfach „natural“, „pure“ oder sonstwie naturbelassen und reiten auf der Welle mit.

Organic Petfood Showcase auf der Interzoo 2014 mit Yarrah, DEFU, Herrmanns, Liebesgut uvm.
Organic Petfood Showcase auf der Interzoo 2014 mit Yarrah, DEFU, Herrmanns, Liebesgut uvm.

Spielzeug in Lebensmittelform

So wie das Hundefutter in Wurstform an menschliche Nahrung erinnert, scheint sich beim Hundespielzeug auch ein kleiner Trend zur Lebensmittelform erkennen zu lassen. Hier findet sich neben Steaks- oder Wurst-Plüschies aber auch viel „gesundes“ Obst und Gemüse – da werden die Vegetarier unter den Hundehaltern sich freuen!

Die "SuperVeggies" (aus dem fernen Brasilien!) haben es mir besonders angetan: Beschäftigungsspielzeug in witziger Form!
Die „SuperVeggies“ von zee.dog (aus dem fernen Brasilien!, machen übrigens auch schnieke Leinen) haben es mir besonders angetan: Beschäftigungsspielzeug in witziger Form!

Technik

Apps, Mini-Kameras, Futterautomaten und Co.: Hightech-Produkte halten immer weiter Einzug ins Haustierleben, zum Beispiel mit den „Pet Systems“ von Motorola (die jetzt übrigens auch in „Anti-Bell-Halsbänder“ machen…). Ein Trend, der nicht nur die erhöhte Aufmerksamkeit der Besitzer für ihre Tiere reflektiert, sondern auch den Umstand, dass viele Haustiere heutzutage über längere Zeit alleine bleiben müssen, wenn Herrchen und Frauchen auf der Arbeit sind.
 

Natürlich hatte ich mir vor der Messe auch ein paar Gedanken gemacht, was für mich gerade wichtige Themen sind. Viele davon (wie „artgerechte“ Ernährung oder Ökospielzeug) habe ich auf der Messe wiedergefunden. Andere habe ich vermisst (oder vielleicht auch einfach übersehen, angesichts der riesigen Masse an Ausstellern), etwa den Themenkomplex Geriatrie (außer ein paar Windeln habe ich nicht viele Produkte gesehen, die auf alternde Hunde zugeschnitten gewesen wären) oder Ungeziefer-, insbesondere Zeckenabwehr (in diesem Bereich sind mir eigentlich nur Beaphar und CDVet ins Auge gefallen). Auch das Thema Mobilität und Reisen war nur zum Teil präsent, was sicher auch daran lag, dass mehr oder weniger der gesamte Dienstleistungsbereich (der ja bei Hunden ein sehr großer ist) bei dieser Messe „ausgeklammert“ ist. Last but not least fehlten mir sowohl die Buchverlage als auch die auf bestimmte Hundesportarten spezialisierten Unternehmen wie etwa Mystique.
 

Aber natürlich hatten Mika und ich auch unsere ganz speziellen Highlights:

Am Stand von Bubeck, nach eigener Aussage Deutschlands älteste Hundefuttermanufaktur, haben wir uns sehr wohlgefühlt und natürlich konnte Mika auch den ein oder anderen Keks abstauben. Lecker!

Am Bubeck-Stand gab es leckere Hundekuchen und -kekse
Am Bubeck-Stand gab es leckere Hundekuchen und -kekse

Spannend ist das Konzept von Pfoody: Hier trifft Mass Customization auf Nassfutter! Neben individuell konfigurierbarem Nassfutter in Lebensmittelqualität bringen die Berliner die beliebtesten Sorten aber auch fix und fertig in den Handel. Mika wollte am liebsten gleich dort bleiben!

Eine interessante Idee aus Kanada sind die Lickeez: Aromatisierte Sprays auf Ölbasis, die zum Beispiel für mäkelige Fresser das Futter attraktiver machen sollen, aber auch als kalorienarme Belohnung verwendet werden können. Ein Produkt, das nicht so ganz in den „Alles natürlich“-Trend passt, aber die Grundidee gefällt.

Bei Doog gab es das gut durchdachte Walkie Belt-System zu sehen und, ganz klasse, die neuen „Super Sticks“, ein extra-haltbares Wurfspielzeug als sicherer Stöckchenersatz, sozusagen die Superhelden-Brüder der „Sticks Family„, die schon etwas länger auf dem Markt sind.

Earth rated wartete mit kompostierbaren Gassitüten (oder, wie wir sagen würden: Kackerlsackerln) auf Mais-Basis sowie einer generell nachhaltigen Produktionskette auf.

Und dank Alcott, einem brandneuen Anbieter von „Ausrüstung, um tolle Abenteuer zu erleben“, sind wir nicht nur um einen super-schicken USB-Stick reicher, sondern auch um eine Anlaufstelle für bezahlbare Outdoor-Produkte für Hunde. Ich freue mich schon drauf, die Produkte im Handel zu sehen.

Mein ganz besonderer Favorit war aber die Münzwaschmaschine für Hunde K9000 Dog Wash aus Australien. Ich finde, jemand sollte sie unbedingt nach München bringen, denn spätestens wenn die Schafe wieder im Englischen Garten unterwegs sind, könnten wir sowas sicher gut gebrauchen!
 

Und ein Wahnsinns-Businessmodell habe ich auch gleich noch mitgenommen von der Messe: Beim nächsten Mal leihe ich Mika einfach als Testimonial für Futtehersteller aus! Das Gute daran: Er muss beim besten Willen keine Begeiterung heucheln, denn fressen tut er für sein Leben gern. Und Authentizität ist doch das, was beim Kunden am besten ankommt!