Was dem menschlichen Auge nicht fremd ist, kann auch bei Hunden vorkommen. Tatsächlich ist die Bindehautentzündung – fachspezifisch auch Konjunktivitis genannt – sogar eine der häufigsten Augenkrankheiten des besten Freundes des Menschen. Generell sind viele Krankheiten bei unseren Vierbeinern den menschlichen sehr ähnlich, wie man dieser Übersicht entnimmt. Wie bei letzterem geht die Bindehautentzündung mit zahlreichen unterschiedlichen, nicht notwendigerweise kumulativ auftretenden, Symptomen einher. Obschon beim Menschen zumeist eine bakterielle Infektion der Bindehaut als Ursache vorliegt, können bei Hunden auch zahlreiche andere – vor allem äußere Einflüsse – die Konjunktivitis verursachen.

Wie entsteht eine Konjunktivitis?

Zu diesen Einflüssen zählen etwa Zugluft, Staub oder andere Fremdkörper, die das Auge reizen. Des Weiteren können auch trockene Augen zu einer Bindehautentzündung führen. Dies ist vor allem im Winter eine Gefahr, da der Hund häufig warmer Heizungsluft in der Wohnung ausgesetzt ist. Aus diesem Grund sollte auch im Winter gelegentlich gelüftet werden. Außerdem können auch Spaziergänge an der frischen Luft Abhilfe schaffen. Diese sollten bei Temperaturen im Minusbereich jedoch nicht allzu lang ausfallen, da auch zu kalte Luft das Auge des Hundes reizen kann.

Darüber hinaus sind einige Hunderassen aufgrund von anatomischen Gegebenheiten besonders anfällig für eine Bindehautentzündung. Dies ist etwa der Fall bei Cocker Spanieln, Pudeln, Bulldoggen oder Boxern, da bei diesen Hunderassen oftmals Haare auf dem Rand des Augenlids wachsen, die der Bindehaut schaden können.

Anzeichen für Bindehautentzündung frühzeitig erkennen

Erste Anzeichen für eine Bindehautentzündung sind vor allem vermehrter Tränenfluss, gerötete Augen oder auch ständiges Kratzen der Augenpartie mit der Pfote. Aufgrund des Juckreizes kann der Hund auch nervös und unruhig wirken. Treten diese Anzeichen über einen längeren Zeitraum auf oder verschlimmern sich, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Auch ständiges Blinzeln oder Überempfindlichkeiten am Auge sollten vom Hundebesitzer beobachtet werden. Geht die Krankheit mit einer Schwellung der Augen oder schleimigem oder gar eitrigem Ausfluss einher, ist schnellstmöglich ein Veterinär zu konsultieren. Unbehandelt kann die Konjunktivitis sonst im schlimmsten Fall zur Erblindung des Tieres führen.

Guter Rat vom Tierarzt

Der Tierarzt behandelt die Bindehautentzündung je nach Ursache mit unterschiedlichen Mitteln. Auch bei der Apotheke gibt es unterschiedliche Medikamente, die den Vierbeinern helfen. Augentropfen wie Oculoheel®, die speziell für Tiere zusammengesetzt sind, verschaffen Linderung, da sie die natürliche Tränenflüssigkeit ersetzen. Beruht die Krankheit auf einem Fremdkörper, so kann der Tierarzt ihn durch Umstülpen des Augenlids entfernen. Darüber hinaus kann er eine entzündungshemmende Augensalbe verschreiben. Daneben verabreicht der Veterinär Antibiotika, sollte die Konjunktivitis von einer Bakterien- oder Vireninfektion herstammen. Pilze können mit einem Antimykotikum behandelt werden, wohingegen bei Parasiten Antiparasitika eingesetzt werden. Zur Vorbeugung einer allergischen Bindehautentzündung hilft oftmals eine Hyposensibilisierung. Ist die allergische Reaktion jedoch akut, so hilft ausschließlich Kortison.
 


* Vielen Dank an die Europa-Apotheek, die diesen Post ermöglicht hat.

Hallo, mein Name ist Alexandra. Vor sechs Jahren zog Mika, ein ungarischer Mischling, aus dem Münchner Tierheim zu mir in die Stadtwohnung. Seitdem machen wir auf sechs Beinen die Stadt und das Umland unsicher. Als Hundenärrin möchte ich auf Isarhunde.de andere Münchner Hundehalter über die "Hundeszene" der Stadt auf dem Laufenden halten, von Erlebnissen berichten und tierische Fundstücke vorstellen.

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