Sinnvolle Beschäftigung für Jagdhunde Teil 2 – Dummytraining

Gastartikel von Sandra Hofmeister, Die Zamperlschule

Dummytraining erfreut sich inzwischen bei fast allen Hunderassen und Mischlingen großer Beliebtheit. Für Vertreter der Jagdhunderassen eignet sich die Jagd nach der Ersatzbeute – ein gefüllter Stoffsack – ganz besonders als artgerechte Beschäftigung.

In den drei Sparten des Dummytrainings – Einweisen, Markieren und Freiverlorensuche – werden Bereiche der Jagd simuliert.

Abwechslungsreich und alltagstauglich: Dummytraining macht einfach Spaß! Foto: © Sarah Peter, www.spiegelmomente.de
Abwechslungsreich und alltagstauglich: Dummytraining macht einfach Spaß! Foto: © Sarah Peter, www.spiegelmomente.de

Die Basics

Neben der Freude an der gemeinsam sinnvoll verbrachten Zeit geht es bei der Dummyarbeit vor allem um Genauigkeit.

Die Grundvoraussetzungen bei der Dummyarbeit sind das ruhige Warten, wenn Dummys geworfen werden, und das Bringen auf direktem Weg. Im Training sollten daher Übungen zur korrekten Grundstellung, Steadiness, die sog. Standruhe, und das ordentliche Abgeben des Dummys in die Hand auf dem Plan stehen.

Die drei Teilbereiche

Beim Einweisen lernt der Vierbeiner, sich voll und ganz auf seinen Menschen zu konzentrieren und sich mit Hilfe der zuvor in kleinen Schritten aufgebauten Signale voran, links, rechts, weiter voran und stopp, in verschiedene Richtungen lenken zu lassen, um anschließend den dort hinterlegten Dummy aufzunehmen und zurückzubringen.

Bei den sog. Markierungen besteht die Kunst darin, dass sich der Hund die Fallstelle des Beutels so exakt wie möglich merken soll und ihn nach Aufforderung seinem Menschen apportiert. Um beim Werfen die volle Aufmerksamkeit des Hundes zu haben – denn nur so sieht er, wo die „Beute“ landet – empfiehlt es sich, gut sichtbare zweifarbige Markerdummys zu verwenden, um einer großflächigen Suche vorzubeugen.

Für fortgeschrittene Dummyjäger können auch mehrere Markierungen geschmissen werden. Der Hund muss sich bei diesen „Memory-Markings“ die Fallstellen über einen längeren Zeitraum merken und die Beutel nacheinander holen, wobei der Besitzer die Reihenfolge vorgibt.

Bei der Freiverlorensuche darf der Vierbeiner nach Herzenslust seine Nase einsetzen und zu Anfang einen, später mehrere Dummys suchen, die vorher versteckt wurden. Ob im hohen Gras, im Laub, hinter Bäumen, eingebuddelt oder an einen Strauch gehängt, hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Die versteckten Apportiersäcke sollen dann einzeln vom Hund zurückgebracht werden.

Warum macht Dummytraining soviel Spaß?

Dummytraining wird nie langweilig. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich beliebig steigern, in dem man Distanzen vergrößert, mit mehreren Dummys oder in anspruchsvollerem Gelände arbeitet. Wasserapport und Kombiübungen in der Gruppe bieten für Fortgeschrittene ebenfalls Abwechslung im Training.

Dummyarbeit macht Spaß und lässt sich ganz einfach in den Alltag integrieren, da man außer den Dummys und evtl. einer Pfeife keine weitere Ausrüstung benötigt. Die gemeinsame „Jagd“ fördert die Bindung und sorgt für Ausgeglichenheit bei unseren Vierbeinern.

Über Die Zamperlschule

Die Zamperlschule bietet neben fundiertem Fachwissen und einer großen Auswahl an Beschäftigungsmöglichkeiten vor allem individuelles Training. Jedes Mensch-Hund-Team ist anders, hierauf wird sowohl im Einzeltraining als auch in den Gruppenstunden oder bei Workshops speziell eingegangen. Wer gerne in entspannter Atmosphäre mit seinem Vierbeiner lernen möchte, wie viel Spaß Hundetraining machen kann, ist hier genau richtig!

Weitere Infos: www.diezamperlschule.de

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