Ein dicker Hund, zwei dicke Hunde, …

… drei dicke Hunde, …

Studien zufolge wird Übergewicht auch bei Hunden immer mehr zu einem Problem: Mittlerweile sollen schon zwischen 28 und 44 Prozent aller Hunde zu dick sein. Daraus resultieren, genau wie beim Menschen, auch gesundheitliche Folgen, von Gelenkproblemen über Bluthochdruck und Diabetes bis zu Belastung von Herz, Nieren oder Leber.

Mika und ich kämpfen auch mal mehr, mal weniger mit dem Gewicht: Klar, als bravster und tollster aller vorstellbaren Hunde verdient er sich eben so manches Leckerli – und als cleverer Ex-Straßenhund findet er eigentlich immer etwas Fressbares, wenn es mal keine Leckerlis gibt… Umso mehr interessierte mich, wie es um die anderen Hunde in München bestellt ist!

Praktischerweise ist der Leipziger Hundefutterhersteller futalis in diesem Jahr durch Deutschland getourt, um den Ernährungszustand von Deutschlands Hunden zu bestimmen. Auch an der Isar wurde ein Stop eingelegt, mit dem Resultat: Münchens Hunde stehen gut im Futter.

Das futalis-Team hat mithilfe einer großen Hundewaage das genaue Gewicht der Hunde ermittelt und anschließend den sogenannten Body Condition Score (BCS) bestimmt. Dieser gibt an, ob ein Tier über-, unter- oder normalgewichtig ist. Unterteilt wird er von BCS 1 (stark untergewichtig) bis BCS 5 (stark übergewichtig). Um den Body Condition Score zu ermitteln wird das Tier abgetastet und genau betrachtet. Der Wunschwert für Hunde liegt beim BCS 3 sein: Hat der Hund Normalgewicht, sind die Rippen tastbar sind und weisen nur eine geringe Fettabdeckung auf, die Taille sollte von oben betrachtet gut erkennbar sein und von der Seite muss die Bauchlinie deutlich nach oben ansteigen.

Das Ergebnis der Untersuchung: Immerhin 30 Prozent aller getesteten Hunde in den Isarauen waren leicht übergewichtig! Damit liegt München auch im Vergleich zu den anderen Stationen erschreckend weit vorne: Nur in Hannover waren mit 47 Prozent mehr Hunde übergewichtig. Auf München (30 Prozent) folgen Berlin (25 Prozent), Leipzig (22 Prozent) und Düsseldorf mit den schlankesten Hunden (15 Prozent Übergewicht). Insgesamt hatten 25 Prozent aller untersuchten Hunde zu viel auf den Rippen.

Das unterschiedliche Fütterungsverhalten von Hundebesitzern. (© futalis)
Das unterschiedliche Fütterungsverhalten von Hundebesitzern. (© futalis)

Natürlich sind die Gewichtsprobleme hausgemacht: Neben der ‚Überdosierung‘ des regulären Hundefutters (so wiegen etwa nur 23 Prozent aller Halter nach eigenen Angaben das Futter ihres Hundes ab) können dabei auch die Zufütterung von Speiseresten oder Tischabfällen, Leckerlis sowie mangelnde Bewegung eine Rolle spielen.

Immerhin, es gibt auch positive Beispiele, selbst bei den allerdicksten Hunden: Dackel Obie aus den USA, auch bekannt als die „dickste Wurst der Welt“, wog ‚dank‘ seiner ehemaligen Halter fast 35 Kilogramm. Als Dackel! Er konnte sich kaum noch bewegen, an Spaziergänge war schon gar nicht mehr zu denken. Der Hund kam zu einer neuen Halterin, die ihn strikt auf Diät setzte. Der Erfolg: Innerhalb eines Jahres hat Obie gut 20 Kilo abgenommen – und sieht endlich wieder aus wie ein richtiger Hund!*

So weit kann man also mit einem Vorsatz und ein bisschen Disziplin kommen – ok, ok, einer Menge Disziplin! Da haben Mika und ich ja noch Hoffnung ;-).

*Disclaimer: Gerade bei stärkerem Übergewicht sollte die Diät samt Ernährungsplan und Sportprogramm mit einem kompetenten Tierarzt abgestimmt und von diesem begleitet werden (was auch bei Obie der Fall war)!

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