Was unternimmt man an einem schönen Wochenende, das nicht mehr ganz Sommer, aber auch noch nicht richtig Herbst ist? Genau, einen schönen, ausgedehnten Spaziergang – am besten am Wasser entlang! Und so zog es uns dieses Mal Richtung Südwesten, genauer zum S-Bahnhof Starnberg Nord, von wo aus wir mit unserer Tour starteten.

Erstmal einen Überblick verschaffen, Berge sind schließlich zum hinaufsteigen da - auch wenn's nur Kiesberge sind
Erstmal einen Überblick verschaffen, Berge sind schließlich zum hinaufsteigen da – auch wenn’s nur Kiesberge sind

Vom Bahnhof aus geht es erst einmal westlich der Gleise und grob parallel zu ihnen über den Riedener Weg nach Norden in Richtung des Golf- und Landclubs Gut Rieden. Die wenig befahrene Straße führt uns am Sportplatz und am Waldfriedhof vorbei durch waldiges Gebiet. Dann lichten sich die Bäume und geben den Blick auf den gepflegten Golfrasen und das Anwesen auf der Anhöhe frei.

Das Gut Rieden auf der Anhöhe bei Starnberg
Das Gut Rieden auf der Anhöhe bei Starnberg

Auf dieser Strecke sollte der Hund angeleint bleiben: im Wald lockt Wild den ein oder anderen befellten Jäger – und Golfrasen ist natürlich sowieso tabu für Hundepfoten. Gemütlich kann man durch das Anwesen schlendern und wer Lust hat, kann sich hier im Café-Restaurant mit schönem Blick über die Gegend schon eine kleine Stärkung für den Weg gönnen.

Nicht nur für die körperliche, auch für die geistige Stärkung ist beim Gut Rieden gesorgt
Nicht nur für die körperliche, auch für die geistige Stärkung ist beim Gut Rieden gesorgt

Uns zieht es aber weiter, schließlich liegt bis zum Ziel noch ein gutes Stück vor uns! Bis wir das Kommando „Leinen los!“ geben können, müssen wir noch eine Weile durchhalten: Wir folgen der Zufahrtsstraße zum Golfclub weiter bis zu einer Unterführung, an der wir rechts abbiegen und durch die wir die S-Bahngleise unterqueren. Direkt danach biegen wir links ab und folgen ein Stück der Straße zum ehemaligen Bahnhof Mühltal.

Der stillgelegte  Bahnhof Mühltal
Der stillgelegte Bahnhof Mühltal

Von dort aus führt ein kleiner Pfad abwärts wieder zur Hauptstraße, von der man sich so ein Stück gespart hat. Kurz später erreichen wir endlich die Würm, die uns einen Großteil des restlichen Weges begleiten soll. Erst einmal überqueren wir den Fluss und folgen links der Hauptstraße, die wir beim „Forsthaus Mühltal“ überqueren (Achtung: hier scheint leider seit 2012 keine Einkehr mehr möglich zu sein, Hotel und Gaststätte haben geschlossen).

Kaum ist das Wasser gesichtet, gibt es für Mika kein Halten mehr
Kaum ist das Wasser gesichtet, gibt es für Mika kein Halten mehr

Ab hier wird’s richtig schön: Der Weg führt immer entlang der Würm, was wasserverrückte Hunde wie Mika natürlich besonders zu würdigen wissen. Um nicht mit den gelegentlich vorbeiziehenden Radlern zu kollidieren, nehmen wir wo möglich einfach die Trampelpfade direkt am Ufer statt des ausgebauten Wegs. Mika kam voll auf seine Kosten, sei es beim sprung ins kühle nass oder beim Beobachten der Pferde auf den Koppeln des Reit- und Fahrvereins Gauting, an dem uns der Weg vorbeiführt. Und auch wir hatten unseren Spaß an der Landschaft – wie man zum Teil auch an den lustigen Spezialkringeln auf unserem aufgezeichneten Track sehen kann!

Der Weg ist denkbar einfach zu gehen, es gibt keine größeren Geländeschwierigkeiten und verlaufen kann man sich praktisch nicht. Mehr oder weniger automatisch landen wir nach einer Weile am Gauting Sportclub, von wo aus es noch ein Stück durch die Stadt zur S-Bahnstation geht.

Sogar Kühen sind wir unterwegs begegnet
Sogar Kühen sind wir unterwegs begegnet

Durch den Verlauf am Wasser und den umgebenden Wald ist die Strecke sicher auch im Sommer prima für einen Ausflug mit Hund geeignet, allerdings vermute ich, dass dann insgesamt deutlich mehr Ausflügler zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind.

Den Anfang der Tour kann man sicherlich variieren und eine Route über das
Leutstettener Moos wählen, um den Teil durch den Golfplatz zu umgehen und früher auf die Würm zu stoßen. Wer mit dem Auto unterwegs ist, kann natürlich auch gleich an der Würm parken und eine ausgedehnte Runde flussauf- und abwärts oder durch das ausgedehnte Waldgebiet laufen.

Für die gut 12 Kilometer lange Runde haben wir etwa 3,5 Stunden benötigt – kurze Foto- und Spielpausen inklusive!

Die Karte zur Tour:

Hallo, mein Name ist Alexandra. Vor sechs Jahren zog Mika, ein ungarischer Mischling, aus dem Münchner Tierheim zu mir in die Stadtwohnung. Seitdem machen wir auf sechs Beinen die Stadt und das Umland unsicher. Als Hundenärrin möchte ich auf Isarhunde.de andere Münchner Hundehalter über die "Hundeszene" der Stadt auf dem Laufenden halten, von Erlebnissen berichten und tierische Fundstücke vorstellen.

One Comment

  1. Leckerchen Der Woche 3/2016 | Isarhunde Sagt Antworten

    […] Man muss gar nicht weit fahren, um es schön zu haben rund um München. Wir waren mal wieder an der Würm spazieren und es hat uns wunderbar […]

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