Tipps und Termine KW 19: Die „Neue Münchner Linie“

Es ist entschieden: München hat ein neues „Konzept  für das Halten von Hunden“ verabschiedet, das am 02. Mai in Kraft getreten ist. Münchner Hundehalter von Hunden, die größer als 50 cm sind, müssen sich auf ein paar neue Regelungen einstellen – und den bereits vorhandenen (die das KVR bzw. die Medien teilweise gerade als „neu“ verkaufen) strenger Folge leisten. Denn eines bringt die „Neue Münchner Linie“ auf jeden Fall mit sich: verschärfte Kontrollen der Einhaltung der neuen und alten Regeln.

Eine Leinenpflicht für große Hunde (Schulterhöhe ab 50 cm) gilt ab sofort

  • innerhalb des Altstadtrings
  • in allen Fußgängerzonen
  • in verkehrsberuhigten Bereichen
  • auf öffentlichen Märkten, Veranstaltungen, Festen sowie Versammlungen im Freien
  • auf Flächen in städtischen Grünanlagen, die den Freilauf explizit ausnehmen (Anm.: Auch hier ist irgendwie klar, dass man den Hund auf solchen Flächen nicht laufen lässt – unabhängig von der Größe und auch vor der neuen Regelung)
  • im unmittelbaren Umfeld von Spielplätzen
  • in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf Bahnsteigen und in den Zwischen- und Sperrengeschossen (Anm.: Hier galt die Leinenpflicht schon vorher – soweit wir wissen für alle Größen!)

Gar nichts zu suchen haben Hunde aller Größen (weiterhin)

  • auf Kinderspielplätzen
  • auf den mit grünen Pollern gekennzeichneten Spiel- und Liegewiesen

Alles in allem ändert sich für verantwortungsvolle Hundebesitzer also gar nicht so viel, allerdings sind aus unserer Sicht noch einige Punkte offen, zum Beispiel wie sich das „unmittelbare Umfeld von Spielplätzen“ definiert, wie lang die Leine für den großen Hund sein darf oder muss und wie die Kontrolleure einen 49 cm-Hund von einem 50 cm-Hund unterscheiden. Über den Sinn und Unsinn der neuen Regelung wird viel diskutiert. Insbesondere die Größenunterscheidung erhitzt die Gemüter der (Groß-)Hundebesitzer – schließlich kann auch ein Dacker oder Terrier kräftig zupacken, abgesehen davon dass die Leine oft nur ein gefühlter Schutz ist, es tatsächlich aber auch mit angeleinten Hunden Beißvorfälle geben kann.

Ein Hundeführerschein wird wohl auch nicht zu einer Befreiung der Leinenpflicht führen, sondern höchstens zum Erlass oder zur Minderung der Hundesteuer. Derzeit wird darüber nachgedacht, beim freiwilligen Ablegen des Hundeführerscheins einmalig die Hundesteuer zu erlassen – was angesichts der Tatsache, dass die Kosten für den Hundeführerschein ebenso wie die Hundesteuer bei jeweils ca. 100 Euro liegen, wohl wenig Resonanz haben wird.

Vorfälle sollen in Zukunft streng verfolgt werden. Da passt es, dass die Bürger explizit aufgefordert werden, Vorfälle zu melden. Ob sich dies nur auf Beißvorfälle bezieht, wird nicht ganz klar. Zu befürchten steht, dass das Meldeformular auch für Nichtigkeiten genutzt werden wird – das wird die Zeit zeigen.

Was meint ihr zu der neuen Regelung? Betrifft sie euch? Oder ändert sich für euch eigentlich nichts?

Hier findet ihr wieder die Übersicht der Termine für Hundehalter aus München in dieser Woche:

Workshops:

  • Orientierung am Menschen
  • Decke / Warte / Bleib
  • Trick-Training
  • Verbindlicher Rückruf
  • Dogfrisbee mit Georg Adler

Seminare und Vorträge:

  • Loben – aber richtig
Wettkämpfe:
  • Obedience–Prüfung

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