Kosmopolitische Hunde – oder: Berliner Schnauze trifft Münchner Zamperl*

Was passiert eigentlich, wenn ein Hauptstadthund – natürlich mit echter Berliner Schnauze – einen Ausflug nach München, der Zamperl-Hauptstadt mit Herz, macht? Braucht er einen Dolmetscher? Oder funktioniert der interkulturelle Austausch unter Caniden reibungslos? Und: Findet er die wirklichen Hunde-Hot Spots in Minga? Sheltie Fiete vom Hund-unterwegs Blog hat mit seinem Frauchen den Selbstversuch gewagt. Wie seine Pfingsttour in die Landeshauptstadt verlaufen ist, könnt ihr im Artikel Was ein Hauptstadthund in München erlebt nachlesen. Und hier findet ihr die Reisekritik!

In München gibt es für Besucherhunde jede Menge zu entdecken, zum Beispiel hier im Nymphenburger Schlosspark, …

Eines vorweg: Nicht mal ein Tag in München – das ist eindeutig zu wenig! Schließlich sollten auch Hauptstadthunde, wenn sie sich schon mal in den Süden wagen, in den Genuss von Münchner Hundelieblingsplätzen wie dem Mini-Hofbräuhaus und dem Aumeister im Englischen Garten oder der Olympia-Alm im Olympiapark kommen. Immerhin: An die Isar und in den Flaucher-Biergarten haben es Zwei-mit-Vierbeiner geschafft – und das ist ja schließlich auch einer DER places to be für Fell- und Nacktnasen.

Lob geht an Fietes Frauchen für das Einsammeln der tierischen Hinterlassenschaften, und das, wo doch die Berliner Bürgersteige für ihr Tretminenproblem berüchtigt sind: Da könnte sich manch Münchner Leinenhalter mal ein Beispiel nehmen!

Und wie lief das jetzt mit der intercaniden Kommunikation diesseits des Weiswurstäquators? Sheltie Fiete ist ein echter Kosmopolit, bringt also schon einiges an Reiseerfahrung auf vier Pfoten mit, und sogar in bavarische Gefilde hatte es ihn schon vorher verschlagen. Ein eindeutiger Vorteil, um sich im hundsverrückten München zurechtzufinden. Trotzdem: Ob man eine „Brezn“ genauso gut essen kann wie eine „Brezel“, die Frage beantwortet sich nach Verständnisproblemen spätestens nach eingehender Untersuchung mit Nase und Fang. Was hätte Fiete da wohl zu „Semmeln“, „Krapfen“ oder „Schwammerln“ gesagt?

… aber klappt auch die Kommunikation mit den „Eingeborenen“?

Die Münchner Hunde scheinen aber doch etwas anders zu ticken als die Berliner – oder vielleicht hatte Fiete nur Pech, auf pöbelnde Yorkies und wildernde Chihuahuas zu treffen? Vielleicht hätte sein Frauchen ihm vor der Reise einmal ein paar bayerische Leitsätze vermitteln sollen: Neben „Oans, zwoa, gsuffa!“ steht da eben auch „Mia san mia!“ und „Lem und lem lossn“ ganz oben auf der Liste – was sich durchaus auch mal in einer allzu großen ‚Toleranz‘ der Menschen gegenüber ihre (eigenen) Hunde bei gleichzeitigem Beharren auf die bayerische Eigenheit äußert. Alles nicht so tragisch: Mir Bayern granteln hoid gern amoi – aber bissn ham ma no koanen ned.

 

 


*Hinweis: Bei diesem Blogartikel handelt es sich um einen bezahlten Beitrag, einen sogenannten „Sponsored Post“.

Tipps und Termine KW 20: Die Giftköder-Serie im Gebiet Gauting / Starnberg

Viele haben es sicherlich mitverfolgt: Seit Monaten versetzt eine anhaltende Serie von ausgelegten Gift- und Rasierklingenködern die Hundehalter im Würmtal und in der Gegend um den Starnberger See in Angst und Schrecken. Der „Merkur“ meldet nun, dass die Serie abebbt – „nur noch“ drei Vorfälle in den letzten drei Wochen. Klar, dass das drei Vorfälle zu viel sind! Leider steckt die Polizei bei den Ermittlungen fest. Anzunehmen ist, dass es sich nicht um einen Einzeltäter, sondern um mehrere Personen handelt, die die Köder auslegen.

Am 15. Mai findet nun eine Veranstaltung in Gauting statt, bei der sich Hundehalter über die aktuelle Sachlage informieren können. Anwesend sind neben einem Vertreter der Polizei u.a. auch eine Tierärztin, die über das richtige Verhalten bei Verdacht auf Vergiftung eingehen wird, sowie eine Trainerin, die Tipps zur Prävention geben kann.

Die Veranstaltung findet ab 19 Uhr in der Pizzeria Forestalla, Münchner Straße 88, in Gauting statt, der Eintritt ist frei.

Hier findet ihr wieder die Übersicht der Termine für Hundehalter aus München in dieser Woche:

Workshops:

  • Kompaktkurs „Fungility für Einsteiger“
  • Kompaktkurs „Graue Schnauzen“
  • Longieren
  • Leinenführigkeit und Leinenaggression
  • Kompaktkurs „Fungiball“

Seminare und Vorträge:

  • Erste-Hilfe-Seminar

Tipps und Termine KW 19: Die „Neue Münchner Linie“

Es ist entschieden: München hat ein neues „Konzept  für das Halten von Hunden“ verabschiedet, das am 02. Mai in Kraft getreten ist. Münchner Hundehalter von Hunden, die größer als 50 cm sind, müssen sich auf ein paar neue Regelungen einstellen – und den bereits vorhandenen (die das KVR bzw. die Medien teilweise gerade als „neu“ verkaufen) strenger Folge leisten. Denn eines bringt die „Neue Münchner Linie“ auf jeden Fall mit sich: verschärfte Kontrollen der Einhaltung der neuen und alten Regeln.

Eine Leinenpflicht für große Hunde (Schulterhöhe ab 50 cm) gilt ab sofort

  • innerhalb des Altstadtrings
  • in allen Fußgängerzonen
  • in verkehrsberuhigten Bereichen
  • auf öffentlichen Märkten, Veranstaltungen, Festen sowie Versammlungen im Freien
  • auf Flächen in städtischen Grünanlagen, die den Freilauf explizit ausnehmen (Anm.: Auch hier ist irgendwie klar, dass man den Hund auf solchen Flächen nicht laufen lässt – unabhängig von der Größe und auch vor der neuen Regelung)
  • im unmittelbaren Umfeld von Spielplätzen
  • in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf Bahnsteigen und in den Zwischen- und Sperrengeschossen (Anm.: Hier galt die Leinenpflicht schon vorher – soweit wir wissen für alle Größen!)

Gar nichts zu suchen haben Hunde aller Größen (weiterhin)

  • auf Kinderspielplätzen
  • auf den mit grünen Pollern gekennzeichneten Spiel- und Liegewiesen

Alles in allem ändert sich für verantwortungsvolle Hundebesitzer also gar nicht so viel, allerdings sind aus unserer Sicht noch einige Punkte offen, zum Beispiel wie sich das „unmittelbare Umfeld von Spielplätzen“ definiert, wie lang die Leine für den großen Hund sein darf oder muss und wie die Kontrolleure einen 49 cm-Hund von einem 50 cm-Hund unterscheiden. Über den Sinn und Unsinn der neuen Regelung wird viel diskutiert. Insbesondere die Größenunterscheidung erhitzt die Gemüter der (Groß-)Hundebesitzer – schließlich kann auch ein Dacker oder Terrier kräftig zupacken, abgesehen davon dass die Leine oft nur ein gefühlter Schutz ist, es tatsächlich aber auch mit angeleinten Hunden Beißvorfälle geben kann.

Ein Hundeführerschein wird wohl auch nicht zu einer Befreiung der Leinenpflicht führen, sondern höchstens zum Erlass oder zur Minderung der Hundesteuer. Derzeit wird darüber nachgedacht, beim freiwilligen Ablegen des Hundeführerscheins einmalig die Hundesteuer zu erlassen – was angesichts der Tatsache, dass die Kosten für den Hundeführerschein ebenso wie die Hundesteuer bei jeweils ca. 100 Euro liegen, wohl wenig Resonanz haben wird.

Vorfälle sollen in Zukunft streng verfolgt werden. Da passt es, dass die Bürger explizit aufgefordert werden, Vorfälle zu melden. Ob sich dies nur auf Beißvorfälle bezieht, wird nicht ganz klar. Zu befürchten steht, dass das Meldeformular auch für Nichtigkeiten genutzt werden wird – das wird die Zeit zeigen.

Was meint ihr zu der neuen Regelung? Betrifft sie euch? Oder ändert sich für euch eigentlich nichts?

Hier findet ihr wieder die Übersicht der Termine für Hundehalter aus München in dieser Woche:

Workshops:

  • Orientierung am Menschen
  • Decke / Warte / Bleib
  • Trick-Training
  • Verbindlicher Rückruf
  • Dogfrisbee mit Georg Adler

Seminare und Vorträge:

  • Loben – aber richtig
Wettkämpfe:
  • Obedience–Prüfung