Tipps und Termine KW 14: Oster-Nasi

Die Osterfeiertage stehen vor der Tür und traditionell gehört dazu auch das Osternestsuchen. Hunde sind quasi prädestiniert dazu, bei der Osternestsuche zu helfen: Sie orientieren sich stark über ihren Geruchssinn, der um ein Vielfaches leistungsstärker ist als der des Menschen. Die sogenannte Nasenarbeit, also verschiedene Schnüffelspiele wie Spuren- oder Gegenstandssuche, ist für alle Hunderassen und jedes Hundealter geeignet eine tolle Möglichkeit zur Auslastung.

Wer möchte, kann seinen Hund also zum Hilfs-Osternestsucher ausbilden und sich dann an Ostern gemeinsam mit ihm gemeinsam auf die Suche machen! Dazu müsst ihr euch zunächst für einen Suchgegenstand entscheiden: Das kann z.B. ein Osterkörbchen sein, ein bestimmtes Hunde-Spielzeug oder ein anderer Gegenstand eurer Wahl. Für ungeübtere Suchnasen sollte der Gegenstand nicht zu klein sein, um den Aufbau einfacher zu gestalten.

Ganz zu Anfang muss der Hund seine Nase nämlich noch nicht einsetzen: Ihr nehmt den Gegenstand in die Hand und belohnt nun das Interesse eures Hundes daran, also zum Beispiel das Anstupsen des Gegenstandes mit der Nase. Wenn euer Hund verstanden hat, worum es geht, wird er schnell zielstrebig den Gegenstand berühren, um seine Belohnung zu bekommen. Ihr solltet dem Gegenstand nun schon einen bestimmten Namen geben, der später zu eurem Suchsignal für diesen Gegenstand wird.

Als nächsten Schritt legt ihr den Gegenstand gut sichtbar auf den Boden, wobei euer Hund zusehen darf. Wieder belohnt ihr das Interesse eures Hundes und sagt in dem Moment, wo der Hund beim Gegenstand ist, euer Wort. Nehmt den Gegenstand immer wieder auf und legt ihn neu aus, damit der Hund wieder aktiv zum Gegenstand gehen muss. Wenn das zuverlässig klappt, leitet ihr die Übung mit eurem Signal ein und schickt damit den Hund zum Gegenstand.

Auch wenn euer Hund hier noch mit den Augen auskommt, also die Nase nicht einsetzen muss, verknüpft er automatisch den Geruch des Gegenstandes mit eurem Signal und der positiven Erwartung, wenn er den Gegenstand gefunden hat. Den Geruch des Gegenstandes kann der Hund nämlich nicht ausblenden, er nimmt ihn quasi nebenbei wahr.

Der nächste Schwierigkeitsgrad besteht darin, dass ihr den Gegenstand auslegt, ohne dass euer Hund zusehen kann. Legt ihn also wieder leicht sichtbar auf den Boden, während euer Hund im Nebenraum wartet. Dann geht ihr mit eurem Hund in den Raum, wo der Gegenstand ausliegt, und schickt ihn mit dem Signal los, das er mittlerweile fest mit dem Gegenstand verknüpft haben sollte.

Wenn diese Stufe gut klappt, nähert ihr euch dem Verstecken des Gegenstandes: Lasst euren Hund zuerst noch zusehen, wie ihr den Gegenstand versteckt, z.B. unter einem Kissen oder hinter einer anderen Sichtbarriere. Los geht’s wieder mit eurem Signalwort. Die nächste Stufe ist dann das Verstecken des Gegenstandes, ohne dass euer Hund zusieht. Wenn auch das gut klappt, könnt ihr die Schwierigkeit der Verstecke steigern und natürlich an verschiedenen Orten drinnen und draußen suchen.

Wenn ihr eure Osternestsuche zuerst nur drinnen trainiert, solltet ihr unbedingt beim Training draußen noch mal ein paar Schritte zurückgehen: Hunde lernen zunächst situativ, das heißt, dass man neue Signale an verschiedenen Orten und unter verschiedenen Bedingungen einüben muss. Zudem ist draußen die Ablenkung stärker, es finden sich vielleicht mehr spannende Gerüche oder andere Reize, die die Aufmerksamkeit des Hundes in Anspruch nehmen. Macht es eurem Hund also draußen anfangs leicht und beschert ihm Erfolgserlebnisse bei eurem gemeinsamen Suchspiel!

Steigert die Schwierigkeit langsam, haltet eure Trainingseinheiten kurz und schließt die Übungen immer mit einem Erfolgserlebnis ab. Ihr könnt ruhig mehrere kurze Trainingseinheiten pro Tag machen, dann steht der Osternestsuche am kommenden Wochenende nichts im Wege!  Legt dann einfach den Suchgegenstand ins Osternest, versteckt es draußen oder drinnen und beeindruckt euren Osterbesuch mit der tollen Nasenleistung eures Hundes!

Übrigens: Die Gegenstandssuche lässt sich sehr gut mit Hilfe des Clickers aufbauen! So könnt ihr eurem Hund nämlich auch auf Distanz in genau dem richtigen Moment, nämlich wenn er am Gegenstand ist, mitteilen, dass er seine Sache richtig gemacht hat. Den Clicker (oder ein sogenanntes Markerwort) müsst ihr zunächst separat konditionieren, auf einen Click folgt immer eine Belohnung. Am einfachsten funktioniert für die meisten Hunde dabei die Belohnung mit Futter / Leckerlis, aber ihr könnt zum Beispiel stattdessen auch eine Runde mit dem Hund spielen, rennen oder buddeln – was immer eurem Hund am meisten Spaß macht und für ihn auch wirklich eine Belohnung ist!

Ganz wichtig bei der Nasenarbeit mit Hund ist, dass ihr immer genügend Wasser für eure Schnüffelnase bereithaltet: Zum einen ist die Nasenarbeit sehr anstrengend und macht Durst, zum anderen trocknen die Schleimhäute und Riechepithele, die der Hund beim Schnüffeln einsetzt, schnell aus und müssen befeuchtet werden, um erfolgreich weiter suchen zu können.

Wie immer findet ihr hier die Termine für Menschen mit Hund in und um München für diese Woche:

Workshops:

  • Alltagstraining: In Ruhe mit meinem Hund leben
  • Mein Hund und ich – Kurs für Kinder
  • Kompaktkurs “Expactivity für Anfänger”
  • Kompaktkurs „Osterpotpourri“
  • Mantrailing
  • Frisbee-Fun: Spaß für Mensch und Hund
  • Rückrufworkshop
  • Hunde IQ Seminar für Einsteiger

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