Isarhunderunde 9: Pasinger Stadtpark und Paul-Diehl-Park

Eine perfekte Spritz-Tour für alle Wasserratten: Im Pasinger Stadtpark ist ausgiebiges Planschen angesagt – schließlich ist die Würm stetiger Begleiter auf diesem Spaziergang! Sorry, liebe Zweibeiner: Der Badespaß ist hier euren Fellnasen vorbehalten. Aber vielleicht mag der ein oder andere zumindest seine Füße im Bachlauf abkühlen…

Eine wunderbare Spritztour für den Sommer: Mika liebt es, durch den Bachlauf im Pasinger Stadtpark zu spazieren
Eine wunderbare Spritztour für den Sommer: Mika liebt es, durch den Bachlauf im Pasinger Stadtpark zu spazieren

Der Stadtteil Pasing wird von vielen Münchnern etwas „stiefmütterlich” behandelt: Klar, Pasing ist nicht „hip” und wirkt ein wenig wie eine Kleinstadt innerhalb der Großstadt. Genau dieser Faktor macht Pasing aber für Hundehalter erst richtig interessant, geht es hier doch eine Nummer ruhiger zu als in der hektischen Innenstadt!

Pasing ist sehr gut an die Öffentlichen Verkehrsmittel angebunden: Am Bahnhof machen sowohl Regional- als auch Fernzüge halt, außerdem die S-Bahnlinien 3, 4, 8 und 20 sowie verschiedene Busse. Mit der Tram 19 kann man außerdem zum Pasinger Marienplatz fahren. Wir starten unsere Tour vom Bahnhof aus. Wer möchte, kann sich hier noch mit Wegzehrung eindecken: Im Park selbst gibt es keine Einkehr- oder Imbissmöglichkeit.

Zunächst geht es ein Stück die Kaflerstraße entlang Richtung Westen. Am besten wechselt man gleich vor dem Bahnhof an der Ampelanlage auf die gegenüberliegende Straßenseite. Gleich nachdem man den Manzingerweg überquert hat, geht man über eine kleine Brücke. Direkt dahinter biegen wir links ab und folgt erst einmal ein kleines Stück dem Bachlauf, vorbei am Spielplatz. In dieser Sackgasse fahren hin und wieder Autos, es empfiehlt sich, den Hund noch eine Weile an der Leine zu halten, bis man im Hauptteil des Parks gelangt.

Die nächste Möglichkeit biegen wir rechts ab und dann gleich wieder links auf den Fußgänger- und Radweg. Der Weg führt uns durch eine kleine Unterführung und zu einer Straßenkreuzung. Wir halten uns ein Stück links und überqueren die Institutsstraße am Zebrastreifen: Auf der anderen Seite erwartet uns schon der Pasinger Stadtpark!

Wasserratte Mika ist kaum vom Sprung ins kühle Nass abzuhalten. Am kanalisierten Teil der Würm sollte man jedoch wegen der Strömung gut aufpassen und mit dem Bad lieber bis zum Nebenlauf warten.

Rechter Hand begleitet uns die Würm. Auch wenn das kühle Nass den ein oder anderen Hund schon hier locken mag, sollte man seinen Vierbeiner noch nicht schwimmen lassen: Die Strömung ist hier teils sehr stark und durch die Kanal-Einfassung ist es schwierig, wieder aus dem Wasser heraus zu kommen.

Der erste Teil der Strecke im Park führt über den asphaltierten Hauptweg, der auch viel von Radlern befahren wird. Wer auf Nummer sicher gehen will, wartet noch ein bisschen mit dem Kommando „Leinen los!“, bis wir über eine kleine Brücke nach rechts auf den Fußgängerweg abgebogen sind. Hier läuft man jetzt zwischen dem Kanal und einem kleinen Nebenlauf der Würm, der sich munter durch den Stadtpark schlängelt.

Der Bachlauf ist an vielen Stellen seicht und hat nur wenig Strömung, sodass eine Abkühlung der nassen Art für die Hunde kein Problem ist.

Wasserbegeisterte Hunde dürfen sich ab hier auf ausgiebige „Kneippkuren“ freuen: Mika hält sich bei fast jeder Temperatur die halbe Strecke im Wasser auf und läuft einfach durch den Bach! Achtet aber auf jeden Fall darauf, ob der Wasserstand und die Strömung für euren Hund geeignet ist – es gibt immer einige seichte Stellen, die auch gut für kleine Hunde geeignet sind, an anderen Stellen kann es zum Beispiel nach starken Regenfällen oder zur Schneeschmelze schon „wilder“ zugehen.

Wir halten uns auf dem weiteren Weg meist in der Nähe des Bachlaufs und meiden die Haupt-/Fahrradwege, bewegen uns also im westlichen Bereich des schmalen Parkgürtels. Zwischendurch kann man, wenn man möchte, auch auf die andere Seite des Bachs wechseln und dem Fußweg dort folgen. Durch den Baumbestand ist der Weg größtenteils schattig und dementsprechend auch im Sommer angenehm zu gehen.

Die Runde durch den Pasinger Stadtpark verläuft über schattige und gut ausgebaute Wege, sodass sich die Tour ideal für warme Sommertage eignet.

Nach einer Weile überqueren wir wieder eine kleine Brücke und biegen gleich danach links ab. So gelangen wir zu einer großen Wiesenfläche, bei der wir wieder rechts abbiegen. Fast alle Wiesen im Gebiet des Pasinger Stadtparks sind für Hunde verboten (erkennbar an den grünen Pollern), aber es bestehen genug Ausweichmöglichkeiten (und wird auch meines Erachtens nicht so eng gesehen, da es eher Wild- als Liegewiesen sind).

Vorbei am Fischteich geht es zu einer großen Wiese.

Wenn wir an den Wiesen vorbei sind, erwartet uns auch schon das Highlight der Tour: die Hundebadebucht! Natürlich ist es nicht wirklich eine Hundebadebucht, sondern eine Art Flutbecken des Kanals. Trotzdem findet man hier immer jede Menge „Seehunde“, die fleißig Stöckchen aus dem Wasser holen oder einfach so eine Runde schwimmen. Die ufernahen Bereiche dieser Bucht sind flach abfallend. Aber Achtung: Zur Mitte hin fließt der Kanal in seiner Einfriedung durch den kleinen See und es geht steil abwärts. Die Strömung ist oben allerdings nur schwach, sodass die meisten Hunde kein Problem haben. Wer sich unsicher ist, sollte ein Auge darauf haben, dass sein Hund nicht zu weit zur Mitte hin läuft!

In der „Badebucht“ kommen Seehunde voll auf ihre Kosten. Durch die Mitte des kleinen Sees fließt der Kanal, da sind Schwimmkünste gefragt. An den Rändern fällt der Grund langsam ab, sodass ungeübte Hunde einfach eine Runde Wassertreten können.

Nach dieser Abkühlung kann es dann in den Südteil gehen: Der Pasinger Stadtpark wird hier zum Paul-Diehl-Park, der im Osten durch die Würm begrenzt wird. In diesem Teil dominieren große Wiesenflächen, auf denen der Hund nach Belieben herumtollen darf (außer natürlich im Bereich des Bolzplatz!). Hier hat man beste Chancen, auf andere Gassigänger und ihre vierbeinigen Begleiter zu treffen – und der Renneinlage über die Wiese steht nichts im Wege! Der Park an sich ist nicht sehr groß, man kann hier aber sehr gut seine Runden querfeldein drehen.

Im Paul-Diehl-Park bestimmen weitläufige Wildwiesen das Bild – Platz um sich richtig auszutoben.

Wir umrunden den Paul-Diehl-Park großflächig, vorbei am Rodelhügel, der bei Schnee stets gut besucht ist, und gelangen so wieder zum Stadtpark, in den wir beim Bolzplatz über eine Brücke zurückwechseln. Fellnasen, die sich im Paul-Diehl-Park mit Artgenossen ausgetobt haben, freuen sich jetzt sicher wieder über eine Abkühlung im Bach!

Im südlichen Teil der Runde trifft man meist auf kontaktfreudige Vierbeiner.

Zeit für den Rückweg: Wir variierien die Strecke ein wenig, damit keine Langeweile aufkommt, und bewegen uns wiederum hauptsächlich über Fußgängerwege nach Norden Richtung Institutsstraße. Von dort geht es wieder durch die Unterführung. Retour möchten wir den Bahnhof über den hinteren Eingang erreichen: Dazu gehen wir einfach weiter geradeaus an der Ernsbergerstraße entlang bis zur Kaflerstraße. Dort biegen wir rechts ab und überqueren die Kaflerstraße an der Fußgängerinsel. Dort kann man geradeaus einfach wieder der Würm folgen und unterquert dabei die Bahngleise. Danach biegen wir rechts ab und gehen ein Stück entlang der Theodor-Storm-Straße.

Von dort geht es halb rechts auf den Hellihofweg. Wer mit Kindern unterwegs ist, kann hier noch eine Pause am schönen Spielplatz einlegen. Und wer von der Runde hungrig ist, kehrt einfach in der „Storchenburg“ in der Pasinger Fabrik ein – bei schönem Wetter auch mit Sonnenterasse! Nur ein paar Meter weiter geht es auch schon in den Bahnhof, von wo aus man bequem wieder in Richtung Innenstadt gelangt.

Die Tour durch den Pasinger Stadtpark und den Paul-Diehl-Park ist für Groß und Klein, Jung und Alt und natürlich ganz besonders für vierbeinige Wasserliebhaber geeignet.

Die gesamte Tour verläuft über gut ausgebaute Wege und ohne nennenswerte Steigungen. Sie ist dadurch für Jedermann und -hund geeignet. Die Strecke für den Rundweg inklusive Paul-Diehl-Park beläuft sich auf etwa 7 Kilometer und kann in gemütlichem Tempo sowie mit Spiel- und Badestopps in etwa 2,5 Stunden bewältigt werden. Wer den Weg nicht wieder zurücklaufen mag, kann vom Paul-Diehl-Park auch zum S-Bahnhof Lochham gehen und von dort die Rückreise antreten.

 

Die Karte zur Tour:


Pasinger Stadtpark- und Paul-Diehl-Park-Runde auf einer größeren Karte anzeigen

5 Antworten auf „Isarhunderunde 9: Pasinger Stadtpark und Paul-Diehl-Park“

  1. Dass Pasing Stiefmütterlich behandelt wird liegt daran, dass viele Münchner Pasing nicht kennen. Ist auch gut so. Soll weiterhin ein Geheimtipp bleiben, nicht nur für Hundeliebhaber. Leider sieht es, wenn man die Miet und Immopreise betrachtet leider anders aus. Pasing ist einfach Spitze.

    1. Ja, ich mag Pasing auch nach wie vor wirklich gerne, auch die Stadtparkrunde steht weiterhin auf unserer Favoritenliste 🙂 Es ist so ein nettes „Städtchen in der Stadt“ – und ich kann gut verstehen, dass du dir wünschst, dass es ein Geheimtipp bleibt 🙂

  2. Auch diese Tour sind wir vor ein paar Tagen gewandert. Der Pasinger Stadtpark ist bequem mit der S-Bahn zu erreichen. Durch die vielen Bäume gibt es ausreichend Schatten und die Würm mit ihrem Seitenableger sorgt für genügend Wasser für den Hund.
    Eine sehr empfehlenswerte Tour die auch mal schnell zwischendurch gemacht werden kann.

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