Der Olympiapark erfreut sich nicht nur bei Touristen großer Beliebtheit: Nach und nach hat sich der Park rund um das Olympia-Areal zu einem regelrechten Eventzentrum entwickelt, das Besucher von nah und fern anzieht. Hört sich erstmal nicht nach den idealen Bedingungen für eine ruhige Runde mit dem Vierbeiner an – trotzdem bietet der Olympiapark auch Highlights für Hund und Halter.

Der Olympiapark ist vor allem für seine Events und architektonischen Highlights bekannt – hat aber auch für Hundehalter einiges zu bieten

Der Park erstreckt sich auf 850.000 Quadratmetern im Herzen Münchens und kombiniert Naherholung, Sight-Seeing, Freizeiteinrichtungen und Veranstaltungen von klein bis riesig. Zu den Veranstaltungen zählt seit 2010 auch das Bavaria Dog-Festival, das nach einem erfolgreichen Auftakt echte Chancen hat, zu einem Dauerbrenner in der Münchner Hundeszene zu werden. Und auch die IHA lockt jährlich hundebegeisterte Menschen und ihre Vierbeiner in den Olympiapark, genauer in die Olympiahalle. Auch Hundehalter finden hier also das passende Unterhaltungsprogramm.

Einer der Pluspunkte des Olympiaparks ist seine gute Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel: Ob mit U-Bahn (U3 Olympiazentrum, U1 Gern), Tram (20 oder 21 Olympiapark West, 12 Infanteriestraße) oder Bus (u.a. 173 Olympiapark-Eisstadion, 53 Infanteriestraße) – die Erreichbarkeit ist sehr gut und der Start zum Spaziergang durch die Grünanlage von jedem Punkt aus möglich.

Mika weiß, wo’s lang geht: Da die asphaltierten Hauptwege stark von Radfahrern frequentiert werden, geht es sich auf den Trampepfaden oft entspannter – und an den Pfoten fühlt sich der Boden auch viel besser an!

Wir gehen los an der Haltestelle Infanteriestraße und landen schnell auf einem der Hauptwege durch den Park (Rudolf-Harbig-Weg), den Olympiaturm von Anfang an im Blick. Auf den asphaltierten Hauptwegen ist vor allem an schönen Tagen viel los: Fahrradfahrer, Jogger, Walker, Inline-Skater, Spaziergänger und was sonst noch kreucht und fleucht. Wir halten uns deshalb immer am Wegrand oder auf dem von „Trampelpfaden” durchzogenen Grünstreifen. Der Hund sollte hier nur frei laufen, wenn er sicher auf einer Seite läuft, also nicht den Weg kreuzt, bzw. auf Signal stoppt.

Mika stattet Väterchen Timofej einen Besuch ab

Am Ende des Sportplatzes zur Linken gehen wir den kleinen Hügel runter in Richtung der Ost-West-Friedenskirche, auch unter dem Namen Väterchen Timofej bekannt. Auf dem ansonsten wenig begrünten, freien Feld finden unter anderem das Sommer-Tollwood und das LILALU-Kinderfestival statt. Von hier aus geht es parallel zum Rudolf-Harbig-Weg zum Willi-Gebhardt-Ufer – und dort dann ans erfrischende Nass des Olympiasees. Der Olympiasee ist nicht zum Baden freigegeben und besonders im Sommer solltet ihr einen kritischen Blick auf’s Wasser entscheiden lassen, ob ihr euren Hund reingehen und / oder daraus trinken lassen wollt.

Das Wasser des Olympiasees ist mit Vorsicht zu genießen – die meisten Hunde interessiert das natürlich herzlich wenig und sie freuen sich über einen Abstecher ins kühle Nass an warmen Tagen

Nun geht es ein Stück am Kanal entlang zur Event-Arena, wo wir auf die andere Seite wechseln. Über den Ernst-Curtius-Weg erreichen wir eine kleine Anhöhe, die den Blick auf die Parkharfe und die angrenzenden Tennisplätze eröffnet. Freitags und samstags kann man von hier aus einen Abstecher zum BRK-Flohmarkt auf der Parkharfe machen. Dorthin kann man Hunde problemlos mitnehmen. Ansonsten wenden wir uns nach rechts in Richtung Olympiastadion. Architekturfans kommen hier auf ihre Kosten und können das Stadion mit seiner nach wie vor beeindruckenden Zeltdachkonstruktion in Augenschein nehmen.

Im Frühjahr präsentiert sich der Olympiapark von seiner schönsten Seite

Der Spiridon-Louis-Ring führt uns weiter entlang des Olympiasees um das Stadion herum zum Coubertinplatz. Von hier aus hat man einen schönen Blick über den Olympiasee auf den Olympiapark. Beim Theatron, der Seebühne, auf der an Pfingsten und im August kostenlose Musikfestivals stattfinden, wenden wir uns wieder dem See zu und gehen entlang des Ufers an der Olympia-Schwimmhalle vorbei. Hier kommen wir an einem weiteren Event-Ort vorbei: Dem Kino am Olympiasee, wo man im Sommer Freiluftfilme genießen kann – allerdings nur ohne vierbeinige Begleitung.

Olympiaturm und Olympia-Schwimmhalle

Der Olympiapark ist ein Sammelbecken Münchner Wahrzeichen. Dazu gehört natürlich auch der Olympiaturm, der nun zu unserer Linken aufragt. Sozusagen in seinem Schatten, direkt am Ufer des Olympiasees, können Musikfans den Munich Olympic Walk of Stars mit den dort in Beton verewigten Abdrücken von Stars und Sternchen aus Musik, Sport und Unterhaltung unter die Lupe nehmen.

Ein Besuch bei der Olympia-Alm gehört bei Sonnenschein zum Pflichtprogramm: Hier können Zwei- und Vierbeiner ihren Durst stillen

Unser Weg führt uns nun am Sea Life vorbei über die Brücke auf die andere Seite des Olympiasees. Dort schlagen wir den kleinen Pfad am Rodelhügel in Richtung Olympia-Alm ein. Die Olympia-Alm gehört überraschenderweise zu den weniger bekannten Biergärten in München – zumindest unter Nicht-Hundehaltern. Denn wer mit seinen Fellnasen im Olympiapark unterwegs ist, weiß, dass es hier nicht nur eine Stärkung für Herrchen und Frauchen, sondern auch immer Näpfe mit frischem Wasser für die Vierbeiner gibt. Besucher der Alm werden auch gerne mal von Alm-Hund Prinz, einem Weißen Schäferhund, begrüßt.

Da wundert es kaum, dass sich gleich an die Alm angrenzend die von Hundehaltern meist aufgesuchte Wiese des Olympiaparks befindet. Auf der großen Grünfläche kann man sich wunderbar die Sonne auf den Bauch scheinen lassen oder eine Runde mit Ball, Dummy oder Frisbee spielen. Natürlich finden sich hier auch immer wieder nette Vierbeiner zum Toben.

Und wer im Sommer ein wenig Festivalatmosphäre schnuppern will, kann sich bei einem der vielen Open Air-Konzerts im Olympiastadion einfach ein kühles Bier an der Alm holen, sich auf den Hang am Olympiaberg setzen, den man hier schon halb erklommen hat, und den Blick ins Stadion sowie die gute Akustik genießen. So ist schon manch einer in den Genuss von AC/DC, den Rolling Stones, Robbie Williams und anderen Größen aus Rock und Pop gekommen, ohne großes Geld in Tickets zu investieren. Ein weiterer Vorteil: Hier kann natürlich auch euer Hund gemütlich mit euch auf der Wiese liegen und sich die Abendluft um die Nase wehen lassen.

Drei auf einen Streich: Aussicht vom Olympiaberg mit Olympiaturm, BMW-Museum und Allianz Arena

Der buchstäbliche Höhepunkt unserer Olympiapark-Runde ist der Olympiaberg, dessen Gipfel wir von der Olympia-Alm aus erklimmen. Hier wartet eine herrliche Aussicht auf euch: Ganz besonders an Föhn-Tagen lohnt sich der Aufstieg auf den 50m hohen Schuttberg. Die Alpen erscheinen an solchen Tagen ganz nah und natürlich hat man auch einen wunderbaren Rundum-Blick auf die Innenstadt mit der Frauenkirche und weiteren bedeutenden Bauwerken sowie den Norden mit BMW Museum und Allianz Arena.

Der Abstieg führt uns über Serpentinen an der Westseite des Olympiabergs wieder hinab zum Rudolf-Harbig-Weg, dem wir nun wieder in Richtung der Haltestelle Infanteriestraße folgen können.

Mika kürzt den Weg beim Abstieg lieber über die Wiesen ab

Die Strecke ist gut 5 Kilometer lang, perfekt ausgebaut, variabel (wer zum Beispiel nicht auf den Olympiaberg kraxeln möchte, geht einfach an ihm vorbei am Ufer des Olympiasees entlang und biegt dann links ab) und somit für alle geeignet. Im Winter sind die Hauptwege beleuchtet und geräumt, was sehr angenehm ist.

Grüne Pfeiler, die für Hunde gesperrte Liegewiesen in Münchner Parks ausweisen, findet man im Olympiapark kaum. Leider gilt das gleiche für Kottüten-Spender – also denkt bitte auf jeden Fall daran, welche einzupacken, bevor ihr euch auf eine Olympiapark-Runde begebt! Wir wünschen viel Spaß beim Spazieren und Sightseeing!

 

Die Karte zur Tour:


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Hallo, mein Name ist Alexandra. Vor sechs Jahren zog Mika, ein ungarischer Mischling, aus dem Münchner Tierheim zu mir in die Stadtwohnung. Seitdem machen wir auf sechs Beinen die Stadt und das Umland unsicher. Als Hundenärrin möchte ich auf Isarhunde.de andere Münchner Hundehalter über die "Hundeszene" der Stadt auf dem Laufenden halten, von Erlebnissen berichten und tierische Fundstücke vorstellen.

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