Isarhunderunde 5: Aubinger Lohe
Für diese Tour verschlägt es uns in den westlichsten Zipfel Münchens: Das Waldgebiet liegt nordwestlich des Stadtteils Aubing in direkter Nähe der S-Bahn-Station Lochhausen (S 3). Womit wir auch schon bei einem der großen Vorteile dieser Runde wären: Dort angekommen muss man nämlich keine großen Strecken mehr an der Straße zurücklegen, sondern kann schon bald das Kommando „Leinen los!” erteilen.
Wir verlassen die S-Bahn-Unterführung nach links, überqueren die Straße über den Zebrastreifen – und schon kann es losgehen! Beim kleinen Weiher halten wir uns links und folgen erst mal dem Bachlauf. Rechter Hand steht im Sommer der Mais mannshoch; natürlich sollen die Hunde hier nicht über die Felder streifen, sondern auf auf dem Pfad bleiben.
Nach der zweiten Querung des Bachs über kleine Brücken hinweg geht der Weg bergauf hinein ins Waldgebiet. Die Aubinger Lohe ist ein Landschaftsschutzgebiet. Hunde dürfen frei laufen, sollen zum Schutz des Wildes aber auf den Wegen bleiben und nicht durchs Unterholz streifen (worauf man aber auch generell achten sollte – nicht zuletzt, damit Bello nicht auf Nimmerwiedersehen einer besonders interessanten Fährte nachgeht).
An der Weggabelung halten wir uns rechts. Jetzt geht es erst mal wieder bergab. Generell sind in der Aubinger Lohe einige Steigungen zu überwinden. Der Höhenunterschied kann (laut meiner GPS-Aufzeichnung) bis zu 50 Meter betragen. Nicht zuletzt findet sich in der Aubinger Lohe einer der tollsten Rodelhügel Münchens…
Wir schlagen erst einmal einen Bogen und umrunden den großen Weiher, der Heimat für eine ganze Reihe Vögel und Amphibien (ja, wir haben hier auch schon eine Ringelnatter munter durchs Wasser schwimmen sehen) bietet.

Mika meint: Man sollte seine Umgebung stets genau untersuchen - so auch die Wiese rund um den Weiher in der Aubinger Lohe
Naturbegeisterte können in der Aubinger Lohe übrigens auch einem Waldlehrpfad folgen. Beim Weiher findet man schon mal Auskunft zu heimischen Singvögeln:

Wer mehr über die Flora und Fauna in der Aubinger Lohe erfahren will, sollte einen Blick auf die Infoschilder werfen
Begegnungen mit anderen Tieren sind in der Aubinger Lohe also durchaus wahrscheinlich – insbesondere, wenn sie vier Hufe, Mähne, Schweif und Nüstern haben! Tatsächlich trifft man sehr häufig Freizeitreiter in der Aubinger Lohe. Sollte euer Hund Probleme mit den etwas anderen felligen Vierbeinern haben, empfiehlt es sich, ihn an der Leine zu halten. Ein häufigeres Problem sind aber eher die Hinterlassenschaften der Pferde: So ein Pferdeapfel lädt den ein oder anderen Hund eben doch mal zu ausgiebigem Wälzen oder einem herzhaften Haps ein. Da solltet ihr die Augen offen halten, um unangenehme Begegnungen der geruchlichen Art zu verhindern…
Neben Pferden sind in der Aubinger Lohe viele (Nordic) Walker und Jogger unterwegs. Interessanterweise trifft man seltener auf andere Hunde. Hundebegegnungen finden meist auf der großen Wiese zu Füßen des Teufelsbergs statt, an auf die wir nach Umrundung des Weihers stoßen. Hier ist bei schönem Wetter auch ein guter Platz, um Sonne zu tanken.
Wir halten uns leicht rechts und gelangen nun in den Waldteil der Lohe. Ab hier ist der Weg meist halbschattig bis schattig – ideale Bedingungen für Spaziergänge an warmen Tagen! Die Hauptwege im Waldgebiet sind sehr gut ausgebaut, die kleineren Nebenpfade können nach einer Regenphase ganz schön matschig sein: Wenn es dann bergab geht, wird der Weg schon mal zu einer Rutschpartie. Je nach Wetterlage sollte man seine Route also anpassen; in dem knapp 2 km² großen Gebiet finden sich genügend Variationsmöglichkeiten.
Wir drehen nur eine kleinere Runde durch den Wald. Wer länger wandern möchte, kann die Tour noch mit einem kulturgeschichtlichen Abstecher zur im Süden des Gebiets (nahe der S-Bahn-Linie S 4) gelegenen Keltenschanze verbinden.
Der Rückweg führt uns über den Gipfel des Teufelsberg. Von hier hat man eine herrliche Aussicht über den Weiher, die große Wiese und alles, was dort so kreucht und fleucht. Wenn dann noch eine der Bänke frei ist, ist dies ein idealer Platz, um die Abendsonne zu genießen. Anschließend wartet nur noch ein kurzer Abstieg und der kurze Weg entlang des Bachlaufs und schon ist man wieder an der S-Bahn-Station Lochhausen.
Insgesamt hat unsere Tour eine Länge von etwa 5,5 Kilometern. Wir umgehen die Strecken mit steilen Anstiegen, lediglich die Abstiege sind an einigen Stellen je nach Wetterlage etwas heikel. Die Runde ist besonders an warmen Tagen durch den schattenspendenden Baumbestand empfehlenswert. Im Winter ist die Runde allerdings mit Vorsicht zu genießen: Die Wege sind nicht geräumt, sodass ein Spaziergang ganz schön abenteuerlich geraten kann.
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Kategorie: Isarhunderunden, Touren in der Stadt










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