Nicht immer ist ausreichend Zeit, um „Hund und Kegel” zu packen und vor die Tore der Stadt zu fahren, um sich auf große Wanderung zu begeben. Der Stadthund als solcher soll aber natürlich trotzdem nicht auf seinen Auslauf verzichten müssen. Zum Glück finden sich in München viele Hundeauslaufgebiete ohne lange Anfahrt.

Eines unserer Lieblingsziele in der Stadt ist nach wie vor das Gebiet „An der Schlossmauer”: Die Rede ist dabei von der „anderen Seite” des Nymphenburger Schlossparks. Im Gegensatz zum gepflegten Schlosspark, in dem die Vierbeiner an der Leine bleiben müssen, finden Gassigeher hier ein verhältnimäßig wildwüchsiges Wiesengebiet – da verschwindet im Sommer selbst unser Großer komplett in all den Grasbüscheln!

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Wir haben in diesem Bild zwei Hunde versteckt. Kannst du sie finden?

Das Schlossmauer-Gebiet ist sehr gut mit der S-Bahn zu erreichen: Einfach bis Haltestelle Laim fahren (alle S-Bahn-Linien außer S7), links durch die Unterführung bis zur nächsten Kreuzung, dort wieder links abbiegen und dann geht es erst mal geradeaus. Hier sollten die Hunde noch an der Leine bleiben: Man geht durch das neu entstandene Wohngebiet mit Spielplätzen, dann weiter geradeaus, sodass die Schlossmauer rechter Hand liegt. Hier ist auch die Straße noch nah, wenn auch wenig befahren.

Nach einer Weile erreicht man die Kleingartensiedlung, an der auch die Mauer einen Bogen nach rechts schlägt. Wenn nötig, kann man hier an der Dog Station noch schnell den Kackerlsackerl-Vorrat aufstocken, dann folgt man weiter dem Weg an der Mauer entlang, bis man die Kleingartensiedlung hinter sich gelassen hat und durch eine Schranke das eigentliche Auslaufgebiet erreicht.

Über die Trampelpfade durchs Auslaufgebiet
Über die Trampelpfade durchs Auslaufgebiet

Wer möchte, kann jetzt weiter dem Hauptweg folgen, der zunächst weiter direkt an der Mauer entlang verläuft. Allerdings ist der Hauptweg im Allgemeinen den Radfahrern und Joggern vorbehalten, von denen immer einige dort unterwegs sind. Es ist beinahe ein stillschweigendes Abkommen, dass die Hundehalter mit ihren Vierbeinern die Nebenwege nutzen – also nichts wie ab ins Grüne!

Das gesamte Wiesengebiet ist mit Trampelpfaden durchzogen. So kann sich jeder seinen Lieblingsweg aussuchen, ob nun lieber mitten über die Grünfläche oder am Rand des kleinen Wäldchens entlang. Auch Rundwege lassen sich so interessanter gestalten. Welchen Weg man auch wählt: Immer wieder kann man durch die sogenannten „Ha-Has” oder „Ahas”, abgesenkte Stellen in der Schlossmauer, einen Blick in den Park erhaschen.

Blick in den Schlosspark
Blick in den Schlosspark

Unser Weg führt meistens quer über die Wiesen. Fast zu jeder Jahres- und Tageszeit trifft man hier andere Fellnasen und ihre Menschen. Sowohl Vier- als auch Zweibeiner sind hier in der Regel „gut erzogen”: Es wird gegrüßt und gerne mal geplauscht. Selbst mit den Langläufern, die hier im Winter gerne ihre Runden drehen, gab es noch keine Probleme.

Gepflegtes Beschnüffeln ist bei dieser Tour an der Tagesordnung
Gepflegtes Beschnüffeln ist bei dieser Tour an der Tagesordnung

Weiter geht es nach einer schnellen Querung des Hauptwegs nach rechts, dem Knick der Mauer folgend und hier nun wieder direkt neben ihr entlang. Zur linken verlaufen jetzt mit einigem Abstand Bahnschienen: Hunde, die sich gerne mal weiter entfernen, sollten also eventuell an die Leine genommen werden. Das kurze Wegstück führt an den Nymphenburger Kanal, der hier den Schlosspark verlässt.

Fellnasen mit Faible für Wasservögel gehören hier definitiv an die Leine: Enten und Schwäne sieht man hier eigentlich immer. Dafür kann hier schnell eine Runde Wasser getankt werden. Es geht ein Stück weit am Kanal entlang in Richtung der Bahnschienen, dann rechts über die Brücke auf die andere Seite.

Erpelversammlung auf dem Schlosskanal
Erpelversammlung auf dem Schlosskanal

Dort tauchen wir gleich schräg rechts in das kleine Waldstück ein und weiter geht es auf den Trampelpfaden durch die Wiesen. Auf dieser Seite des Kanals trifft man meist weniger Gassigeher, sodass man auch die ein oder andere Trainingseinheit oder Such- und Apportierspiele im hohen Gras in den Spaziergang einbauen kann. Schließlich muss man nicht unbedingt Kilometer fressen, um den Hund auszulasten!

Schnellen Schritts...
Schnellen Schritts...
... durch die Botanik.
... durch die Botanik.

Am Ende der Wiesenfläche stoßen wir wieder auf den Hauptweg, dem wir jetzt an der Mauer entlang weiter folgen, um zu unserem Endpunkt zu gelangen: der Tramhaltestelle Amalienburgstraße der Tram-Linie 17. In der Nähe sind mehrere Biergärten und Gaststätten, falls eine Stärkung nötig ist. Wer noch nicht genug hat, kann dem Weg an der Schlossmauer weiter folgen – oder beispielsweise noch eine Runde durch den Schlosspark oder den nahe gelegenen Botanischen Garten drehen!

Zum Abschluss hier noch eine Orientierungskarte zu unserer Tour. Die Strecke ist nicht besonders lang (ca. 4 km) und führt über ausschließlich ebenes Gelände, sollte also für jeden geeignet sein.

 

Hallo, mein Name ist Alexandra. Vor sechs Jahren zog Mika, ein ungarischer Mischling, aus dem Münchner Tierheim zu mir in die Stadtwohnung. Seitdem machen wir auf sechs Beinen die Stadt und das Umland unsicher. Als Hundenärrin möchte ich auf Isarhunde.de andere Münchner Hundehalter über die "Hundeszene" der Stadt auf dem Laufenden halten, von Erlebnissen berichten und tierische Fundstücke vorstellen.

One Comment

  1. Isarhunde » Isarhunde.de - Blogparade: Das schönste Bild Sagt Antworten

    […] Da es draußen ja (trotz der wieder gestiegenen Temperaturen) schon deutlich herbst-winterlich ist, habe ich ein der Jahreszeit entsprechendes Bild ausgesucht. Aufgenommen wurde es übrigens bei einer Runde an der Schlossmauer! […]

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