Gestern noch bei strahlendem Wetter fröhlich querfeldein gelaufen, heute kränkelnd auf der Couch – und ich hatte mich noch gewundert, warum sich meine Beine nach der Tour so bemerkbar gemacht haben… Jedenfalls eine gute Gelegenheit, um mit der ersten Isarhunderunde zu beginnen. Die führt uns in den Südwesten, Alpenpanorama und Isarplanschen inklusive.

Am späten Nachmittag geht es mit der S7 Richtung Wolfratshausen bis nach Icking (Fahrtzeit vom Hauptbahnhof ca. 40 Minuten). Von der S-Bahn-Haltestellen führt der Weg bergab zur Hauptstraße, die man bei der Feuerwache überquert und ein Stück rechter Hand entlanggeht. Links zweigt bald der Isarweg ab, der an einer kleinen Kirche und Kuhweiden linker Hand sowie Hundeschule (mit toll ausgestattetem Agility-Platz!) und Reitstall rechter Hand hinab in die bewaldeten Isarauen führt.

An der Weggabelung mit Schranke geht es links weiterhin bergab. So stößt man nach einer Weile automatisch an die Isar und den Ickinger Stauwehr. Über den engen Stauwehr, wo wir einige Spaziergänger und Radler treffen, geht es auf die Insel zwischen Isar und Kanal. Nun hat man die Wahl: der Weg geradeaus führt direkt zum Damm am Kanal. Wir wählen den Weg links, dem wir zuerst ein Stück folgen.

Bei der ersten Möglichkeit biegen wir in einen der Pfade links ab, um zu den Kiesbänken am Isarufer zu gelangen. Jetzt aber schleunigst Schuhe aus, Hose hochgekrempelt und ab ins Wasser – das freut bei den Temperaturen natürlich auch Mika! Wir waren dort erst gegen halb sechs abends, sodass trotz bestem Sonntagswetter kaum noch Leute am Ufer anzutreffen waren.

Das Wasser fällt an dieser Stelle flach ab - ideal für eine Abkühlung zwischendurch
Das Wasser fällt an dieser Stelle flach ab – ideal für eine Abkühlung zwischendurch

Da sich an den Kiesbänken viele Bodenbrüter aufhalten (Vorsicht bei Hunden mit ausgeprägtem Jagdtrieb!), sollten sie insbesondere in der Zeit von April bis Juli gemieden werden. Wir halten uns also nur ganz am Rand, gehen nicht ins überwachsene Gebiet und nutzen die Gelegenheit für ein paar kurze Dummy-Apporte – auch aus dem Wasser hat Mika das mit Bravour gemeistert, jedenfalls so lange er noch Boden unter den Füßen hatte… 😉

Mika genießt die Sprints im flachen Wasser
Mika genießt die Sprints im flachen Wasser

Da wir noch ein paar Kilometer Weg vor uns haben, beenden wir die Plansch-Einheit und kehren auf den Weg zurück. Von hier aus geht es auf gut ausgebauten Kieswegen weiter. Für die Vierbeiner gibt es am Wegrand jede Menge zu Schnüffeln, im Schatten der Bäume lässt es sich auch von der Temperatur gut aushalten.

Gut begehbare Wege, viel zu erkunden für den Vierbeiner.
Gut begehbare Wege, viel zu erkunden für den Vierbeiner.

Wir folgen dem Weg, bis wir zu einer der nett gestalteten Stationen auf dem Naturerlebnispfad gelangen: den vier „Vogelpfählen”. Hier wählen wir die rechte Abzweigung, die uns auf den Damm am Isarkanal führt.

Die Vogelpfähle sind nicht nur für Mika interessant: Hier kann man einiges über die lokale Vogelwelt erfahren
Die Vogelpfähle sind nicht nur für Mika interessant: Hier kann man einiges über die lokale Vogelwelt erfahren

Auf dem Damm geht es ab jetzt „immer geradeaus”. Die Strecke ist sehr schön, um die Uhrzeit waren kaum noch Radfahrer oder Fußgänger unterwegs, die meisten biegen bei der Brücke nach Aumühle von der Insel ab ans östliche Ufer des Kanals. Wir bleiben aber auf der Insel und folgen dem Weg bis zum „Bruckenfischer”. Hinweis: Bei warmem Wetter unbedingt an Wasser für den Hund denken – der Kanal ist zwar verlockend, aber es ist für die Vierbeiner fast unmöglich, daraus zu trinken.

Der Dammweg bis zum Bruckenfischer ist schön, zieht sich aber ein wenig.
Der Dammweg bis zum Bruckenfischer ist schön, zieht sich aber ein wenig.

Der „Bruckenfischer” bietet sich als Halbzeit-Station ideal für eine Einkehr an. Hier sollte man die Hunde an die Leine nehmen, nicht zuletzt wegen der angrenzenden Straße. Angesichts der fortgeschrittenen Uhrzeit verzichten wir aber darauf, um nicht in die Verlegenheit zu geraten, den Rückweg nach Icking im Dunkeln zurücklegen zu müssen.

Wir überqueren die Isar über die Dürnsteinbrücke und biegen gleich wieder nach links ans westliche Isarufer ab. Wir folgen dem kleinen Pfad, der direkt an der Isar durch den Wald führt. Wichtiger Hinweis: Nach Regenfällen kann die Passage hier problematisch werden – dann entweder den höher gelegenen Dammweg wählen oder auf der Insel den Hinweg zurückgehen.

Der Pfad ist sehr schmal, stellenweise muss man Slalom um Pfützen oder deren Überbleibsel laufen. Wir haben Glück (und vorsorglich auf offene Schuhe verzichtet) und kommen überall durch. Irgendwann tauchen am Wegrand offizielle Wanderwegmarkierungen auf (gelbe Dreiecke), an denen man sich den Rest des Weges orientieren kann: der Wanderweg führt wieder zurück zum Stauwehr. Der weiche Waldboden ist eine willkommene Abwechslung zu den Kiespfaden auf der Insel, immer wieder stößt man ans Isarufer.

So gelangen wir irgendwann wieder auf den Weg, der hinauf nach Icking führt – nach etwa vier Stunden Geh- und Aufenthaltszeit gerade noch im Hellen! Wir nutzen den schönen Abend für einen hervorragenden Schweinebraten auf der Terrasse des Landhotel Klostermaier an der Hauptstraße in Icking, gegenüber der Feuerwache. Von der Terrasse hat man einen tollen Blick über das Isartal bis zu den Alpen! Mika bekommt einen Napf frisches Wasser von der freundlichen Bedienung. Ein angenehmer Abschluss für diesen Spaziergang! Von dort aus ist es ein Katzensprung zur S-Bahn, die uns wohlbehalten wieder in München abliefert.

Hier noch eine Streckenkarte der Wanderung (dient zur groben Orientierung, da die Wanderwege bei Google Maps leider nicht verzeichnet sind):

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Hallo, mein Name ist Alexandra. Vor sechs Jahren zog Mika, ein ungarischer Mischling, aus dem Münchner Tierheim zu mir in die Stadtwohnung. Seitdem machen wir auf sechs Beinen die Stadt und das Umland unsicher. Als Hundenärrin möchte ich auf Isarhunde.de andere Münchner Hundehalter über die "Hundeszene" der Stadt auf dem Laufenden halten, von Erlebnissen berichten und tierische Fundstücke vorstellen.

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